accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

4120 Ueber die Uebereinstimmung des nördlichen Deutschlands im Witterungscharakter. 
In den Schreiben an die Beobachter war die Bitte ausgesprochen, eine beigefügte 
Tabelle in der Weise auszufüllen, dafs für jeden Monat in den Jahren 1876 bis 
1885 die Tage mit mefsbarem Niederschlag (Regen, Schnee u.s. w.) durch einen 
Punkt bezeichnet wurden. Mehr als die Hälfte dieser Schreiben kam unerledigt 
zurück, zum Theil, weil die betreffenden Stationen inzwischen eingegangen waren, 
zum Theil, weil das Material für den genannten Zeitraum sich nicht mehr in den 
Händen der Beobachter befand. Eine Reihe von Beobachtern aber hatte sich 
bereitwilligst der Mühe unterzogen, die Tabellen in der angegebenen Weise aus- 
zufüllen, wofür der Verfasser nicht verfehlt, auch an dieser Stelle seinen tiefsten 
Dank auszusprechen. Zu den oben erwähnten 14 Stationen kamen nunmehr 
noch folgende 16 Stationen hinzu: Emden, Elsfleth, Otterndorf, Lüneburg, Lingen, 
Osnabrück, Münster, Arnsberg, Göttingen, Gardelegen (Sachsen), Grünberg, Torgau, 
Bunzlau, Lauenburg, Tiüilsit, Königsberg. 
Das Netz dieser 30 Stationen wurde noch vervollständigt durch folgende 
G Stationen: Hannover, Stettin, Köslin, Konitz, Landsberg a. W., Bromberg, für 
welche aus dem bei dem Königl. Meteorol. Institut in Berlin vorhandenen Material 
mit gütiger Erlaubnils der Direktion Auszüge angefertigt wurden, 
Ks standen somit die Beobachtungen von 36 Stationen zur Verfügung, 
welche zu 120 Monatstabellen zusammengestellt werden mufßten, ein Material, 
welches für die Untersuchung eines so umfangreichen Gebietes zwar dürftig genug 
erscheint, andererseits jedoch nicht erheblich vermehrt werden konnte, ohne die 
zum Theil recht mühsamen Vorarbeiten noch mehr zu erschweren. Den an die 
Dichtigkeit eines Stationsnetzes im Allgemeinen zu stellenden Anforderungen 
(s. van Bebber, „Handbuch der ausübenden Witterungskunde“) dürfte das von 
den genannten 36 Stationen gebildete Netz genügen, da ein Kreis, den man um 
irgend eine dieser Stationen (von einigen Stationen an den Grenzen des Gebietes 
abgesehen) mit einem Radius von 150 km beschreibt, durchschnittlich mindestens 
8, in den meisten Fällen 10 bis 12 Stationen einschliefst. 
Wie oben bemerkt, sind als Tage mit Niederschlag solche gerechnet, an 
welchen Regen, Schnee u. s. w. in mefsbarer Menge, mindestens 0,1 mm nach dem 
Regenmesser, gefallen sind. Alle übrigen, z. B. die in „Meteorologische Beob- 
achtungen“ mit 0,0 mm bezeichneten Regentage, sind, soweit die Tabellen solche 
erkennen liefsen, ausgeschieden worden. Das der Untersuchung zu Grunde ge- 
legte Gebiet umfaflst das ganze nördliche Deutschland und erstreckt sich nach 
Süden hin etwa bis zum 51. Breitengrade. Die Untersuchung bezieht sich, wie 
ebenfalls bereits angegeben, auf den zehnjährigen Zeitraum 1876 bis 1885. Von 
einigen Stationen lag das Material nicht vollständig vor. Dieselben sind hier- 
unter aufgeführt mit Angabe der fehlenden Jahrgänge und Monate: Emden, 
Arnsberg (1876 bis 1879 einschl.), Memel (1877, 1878), Münster (1876, Juli und 
August 1877, Februar 1883), Grünberg (1876, Januar bis Oktober 1877), 
(öttingen (Dezember 1881, Jahrgang 1882), Warstrow [bezw. Warnemünde] (1876), 
Lingen (1880). 
Für folgende Stationen treten in einigen Jahrgängen die in Klammern 
beigefügten ein: Wustrow (Warnemünde), Posen (Thorn), Leipzig (Chemnitz), 
Aachen, (Krefeld). 
Die nachfolgende Abhandlung zerfällt in vier Theile: 
1. Uebereinstimmung des ganzen nördlichen Deutschlands im Witterungs- 
charakter. 
2. 
3. 
4. 
L 
Das der Untersuchung zu Grunde gelegte Material wurde zunächst in der 
Weise geordnet, dafs aus den Stationstabellen die Tage mit Niederschlag in 
Monatstabellen eingetragen (durch einen Punkt bezeichnet) wurden; von diesen 
Monatstabellen, in denen sämmtliche Stationen nebeneinander aufgeführt sind, 
waren für den zehnjährigen Zeitraum also 120 anzufertigen. Die Einrichtung 
derselben geht aus dem folgenden Beispiel hervor (Tabelle für Oktober 1883).
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.