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Wasserstände und Strömungen in der Bai von New-York.
(3,45 Fuß) über dem des Mittelwassers. Der Strom im Kill van Kull und im
East River läuft nach dem oberen Hafen und ein Theil dieses Wassers fliefst
vom letzteren durch die Narrows ab, während ein anderer den Hudson mit einer
Geschwindigkeit von 0,64 Sm aufwärts flielst, obgleich der Wasserstand dieses
Flusses 0,26 m (0,84 Fufs) über Mittelwasser ist. ;
In der elften Stunde findet hinsichtlich der Wasserstände das Entgegen-
gesetzte von dem der fünften Stunde statt. Der Spiegel der unteren Bai und
des Hafens liegt unter Mittelwasser, der der Newark-Bai, der angrenzenden Kills
und des Kast River über demselben. Die Strömungen haben, mit Ausnahme der-
jenigen des Hudson, die entgegengesetzte Richtung von der, welche sie in der
fünften Stunde hatten.
Aus den Veränderungen der Wasserstände bei Sandy Hook, in der unteren
Bai, im Hafen und im Hudson in der zweiten und dritten Stunde, sowie in der
siebenten und achten läfst sich schliefsen, dafs man als Zeit des Niedrigwassers
für genannte Gewässer die zweite und als Zeit des Hochwassers die siebente
Stunde annehmen kann.
Die Karten der magnetischen Elemente für 1890,0 und die Werthe
der Säkularänderung.
(Aus dem Atlas zum Segelhandbuch für den Indischen Ocean.)
Mittheilung von der Deutschen Seewarte,
(Hierzu Tafel 17.)
In dem Atlas zum Segelhandbuch für den Indischen Ocean sind auf drei
Karten, Tafel 30, 31, 32, bezw. die Isogonen (Linien gleicher magnetischer
Deklination), Isoklinen (Linien gleicher magnetischer Inklination), Isodynamen
(Linien gleicher Horizontalintensität), die Werthe der magnetischen Elemente
für 1890 dargestellt. In den erläuternden Bemerkungen zu diesem Atlas ist auf
Seite 14 und 15 alles dasjenige angeführt, was sich auf das bei Konstruktion
dieser Karten verwendete Material bezieht. Im Segelhandbuch, welches erst in
einigen Monaten der Oeffentlichkeit übergeben werden kann, finden sich auch
Angaben über die Werthe der Säkularänderungen der einzelnen Elemente, mittels
weicher die aus den Karten für einen bestimmten Ort entnommenen Werthe für
1890 auch auf eine etwas spätere Epoche zurückgeführt werden können. Es
scheint zweckmäfsig, um die Karten auch jetzt schon verwenden zu können, das
Wesentlichste der diesbezüglichen Mittheilungen im Segelhandbuche bekannt zu
yeben; dadurch wird es möglich, die Karten des Atlas auch auf eine spätere
Epoche als jene, für welche sie konstruirt sind, zurückzuführen.
Die Werthe der Säkularänderung haben für die praktische Navigirung die
besondere Bedeutung, dafs man mittels derselben die zu irgend einer Zeit an-
gestellten magnetischen Beobachtungen auf eine bestimmte Epoche zurückführen
kann, wodurch es allein möglich wird, Linien gleicher magnetischer Werthe
(isomagnetische Linien) zu konstruiren. Beobachtungen, welche beispielsweise
in Batavia im Jahre 1886 angestellt worden sind, müssen, wenn es sich um die
Deklination handelt, um viermal 2,5 Minuten verringert werden, um die östliche
Deklination für die Epoche 1890 zu erhalten. In Beziehung auf die anderen
Elemente hat man ebenso zu verfahren. Die im Atlas des Segelhandbuches
gegebenen Karten für die drei Elemente des Erdmagnetismus geben die Werthe
derselben für den 1. Januar 1890 und ist hinsichtlich der Reduktion auf diese
Epoche mit Beobachtungen aus einer anderen Zeit in der angegebenen Weise
verfahren worden. Die in dem Handbuche „Der Kompafs an Bord“ gegebenen
magnetischen Karten für die ganze Erde beziehen sich auf das Jahr 1885. Aus
ihnen wurden die hier gegebenen Karten für den Indischen Ocean durch An-
wendung der vorher ermittelten Säkularänderung für das Jahr 1890 abgeleitet,