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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Bemerkungen über die Tonga-Inseln. 
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Die Landungsbrücke (Wharf) ist altersschwach und verrottet, der Bau 
einer neuen Brücke an demselben Steindamm mit 10,7 m Wassertiefe an der 
Stirnfläche ist beabsichtigt. 
Die Br. Adm.-Karte No. 2363 (Tit. XII No. 159) giebt auf der Rhede 
zwei Festmachetonnen an, von denen nur eine und zwar die östlichere vorhanden 
ist; dieselbe ist nur schwach verankert. Zum Stützen von längsseit der Landungs- 
brücke liegenden Schiffen sind vor und hinter derselben auf dem Korallenriff 
zwei kleine, wenig haltbare Anker ausgelegt, an denen bei Niedrigwasser Trossen 
befestigt werden können. 
S. M. Kr.-Korv. „Sophie“ verlief am 21. Dezember 1890 die Rhede von 
Nukualofa durch den Kgeria Channel. In diesem Fahrwasser wurden die in 
genannter Karte verzeichneten Tonnen beim Campbell Rock und nördlich der 
Insel Atata nicht vorgefunden. Der Egeria Channel wurde ohne Schwierigkeit 
passirt und die auf der Südkante des Foul ground ausliegenden beiden Fahr- 
wassertonnen angetroffen. . 
Die Hapat-Gruppe wurde von der Insel Tofoa aus angesteuert und hierbei 
ein westlich setzender Strom von ca 1 Sm pro Stunde festgestellt; zur Zeit wehte 
ein frischer ESE-Passat. 
Am 22. Dezember 1890 Mittags wurde das 2'/a Sm SSW von Luhuga 
(Lookooga)‘) liegende Riff angesteuert und dasselbe um 12 Uhr 20 Minuten mit 
dem Kurse 0'/2S passirt. Auf dem Riffe wurden 16 bis 18 m Wasser gefunden. 
Nach den beobachteten hellgrünen Stellen scheint sich das Riff in seinem süd- 
lichen Theil ca 1 Sm weiter nach Westen zu erstrecken, als es die Karte angiebt, 
Die Anbordnahme eines Lootsen für die Lefuka-Rhede ?) ist unbedingt 
erforderlich, da die Karte über die Lage der Riffe und Tiefen unzuverlässige 
Angaben macht. So ist nach Angabe des Hafenmeisters die Wassertiefe auf dem 
durch einen Anker bezeichneten Ankerplatz in der Peilung Nz0!.0O von der 
westlichen Huk der Insel nicht so grofs, wie sie die Karte angiebt. Die Tiefe 
in der Riffpassage zu diesem Platz beträgt nicht 10 und 11m (5'%2 bis 6 Fad.), 
sondern nur ca 6 m (3 Fad.) bei Hochwasser. S. M. Kr.-Korv. „Sophie“ hätte 
deshalb diese Passage nur bei Hochwasser benutzen können und ankerte deshalb 
auf der Aufsenrhede in folgenden Peilungen: 
Lefuka-Norädhuk. in. . . . . NO%AN. 
Pangei-Huk in... .. SO. 
Ferner liegt nach Angaben des dortigen Hafenmeisters in der Linie Insel 
Haano und Südspitze der Insel Fua (Foua) ein Stein mit nur 3,9 m (13 Fuß) 
Wasser. Dieser Stein liegt in Höhe der Mitte der Insel Fua, nach der Br. 
Adm.-Karte No. 2421 (Tit. XII No. 157) also in ungefähr 19° 43,5‘ S-Br und 
174° 18,5‘ W-Lg. 
Nach dem Verlassen der Rhede von Lefuka am 23. Morgens wurde mit 
nördlichem Kurse das Bethune Patch®) angesteuert; dasselbe konnte jedoch trotz 
genauer Positionsbestimmung nicht ausgemacht werden. Mittags um 12 Uhr 
desselben Tages erfolgte die Ansteuerung der Vauvau-Gruppe von SW aus. 
Die Ansteuerung derselben und das Einlaufen in. den Hafen von Neiafu*) 
erfolgte ohne Schwierigkeiten, Es wurde die Passage zwischen. Hounga und 
Nuipapa gewählt. . 
Die Br. Adm.-Karte No. 2357 (Tit. XII No. .158) giebt die Positionen der 
einzelnen Inseln und Riffe richtig an; es ist nur zu bemerken, daß Fatou-Manges 
(ein hoher, steiler, weit sichtbarer Felsen) eine gute Ansteuerungsmarke bildet. 
Nach der Karte ist man geneigt, denselben für eine flache Sandbank zu halten. 
Für die Ansteuerung des Hafens von Neiafu sind auf dem Kilikili-Berge 
zwei weit. sichtbare weifse Baken errichtet, welche in Linie gehalten den Kurs 
zum Passiren der Barre angeben. Dieser Kurs ist beizubehalten, bis zwei in der 
gleichen Weise am SO-Abhange des Talau-Berges errichtete Baken in Linie 
gepeilt werden, also beim Einlaufen achteraus, worauf der Kurs OzS, auf die 
katholische Kirche zu, zu steuern. ist. 
1) „Pacific Islands“, Vol. IT, 1885, Seite 16, 
2) „Pacific Islands“, Vol. II, 1885, Seite 15. 
3) „Pacific Islands“, Vol. II, 1885, Seite 16. 
‘) „Pacific Islands“, Vol. II, 1885, Seite 19.
	        
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