a
Versuche über das Glätten der See durch 0-1
Zusammenstellung der Versuchsresultate über
X. Versuche
Lau-
ende |
No. |
Da-
tum
Zeit des Versuchs
Seegang
|Stärke | Rich-
tung
Wind- |
Rich-
tung
und
Stärke|
Fahrt
des
Schiffes
Temperatur
der des:
Luft |Wassers/
°C, DC,
Ausgufsgefäfse
QOelsorte
Anfang | Ende
22. Bei eingetauchtem Sack
Oktbr.| war die Wirkung nach einer |
1890 | Stunde zu Ende.
Bei über Wasser hängen-
dem Sack war die Wirkung
aach 11/2 Stunde zu Ende.
Back-
stags
EzS | 7 Sm ] 15,6 ı 149
4
Zwei Säcke, ein Sack an Wogen-
der vorderen Kommando- |besänftigungsöl.
orücke eintauchend, der
zweite Sack am Kutter,
träufelnd.
Erster Sack zu 10 Liter,
zweiter Sack zu 14
Die Wirkung war die erste
halbe Stunde gut. Nach
aäiner Stunde kaum mehr
zu merken.
23Strich
von
ach-
tern
E
5
3 Sm -
16,0
16,9
Zwei Säcke, ein Sack an
der Back, der zweite Sack
vom Kutter, beide ab und
zu eintauchend.
Ein Sack zu 6 Liter,
ein Sack zu 14 „
Rüb6öl.
1!
Die Wirkung war in der
ersten halben Stunde gut.
Nach einer Stunde noch zu
nerken, doch sehr gering.
‚Strich! NNE
von |
ach-
zern
3 Sm
16,5
‚7,0
Ein Sack in den Ausgufs
gehängt mit 10 Liter Inhalt
Wogen-
‚esänftigungsöl.
Die Wirkung trat erst sehr
spät ein und war durchweg
zeringer, Nach einer halben
Stunde kaum zu konstatiren.
Nie
bei
Il
NNE
3
3 Sm
16.3
7,0
Ein Sack im Klosetbecken
mit 10 Liter Inhalt.
Oylinderöl.
25.
)ktbr. |
1890
Die Wirkung war eine
halbe Stunde bemerkbar, ı
| gut nur 10 Minuten.
SEzE
10 Sm
u
a3
An B-B. und St-B. vorn An B-B.:
je ein Sack mit 5 Liter. Wogen-
besänftigungsöl,
an St-B.:
Rüböl.
Unter denselben Bedingungen wie bei V wurde aus dem Torpedobugrohr ein Oelschufs von 20 Liter abgegeben, der
Oeloberfläche von nur
ıT
fe
Novbr.}
1890
ST yar
NW
? Sm
156
3,5
' An St-B. vorn ein Kartoffel- | Cranes-Oel.
sack mit 10 Liter Oel ein-
taunchend.
IT |
Wirkung war eine Stunde
lang gut, nach 11/2 Stunde
noch deutlich, nach 2 Stun-
den nur noch sehr schwach
zu bemerken.
NNW
4
5 Sm
164
18.5
Im St-B.-Ausgufs ein Sack
mit 10 Liter Oel.
Wogen-
besänftigungsöl.
Versuche über das Glätten der See durch %el
den Gebrauch von Oel zur Beruhigung der See.
S. M. S, „Kaiser**,
Zustand der See und Verhalten des Schiffes
Durch Oel geglättete
Fläche
Wie bald nach
diem Beginn des
Oelgebrauchs
trat die volle
Wirkung ein?
vor während
dem Oelgebrauch ] des Oelgebrauchs
Form | Ausdehnunf
Kurze kabbelige See. Schiff | Die See köpft nicht mehr so
arbeitet sehr wenig. stark. In den Bewegungen |
des Schiffes kein Unter-
schied. Es kamen keine
Spritzer über.
Langer
Streifen.
Bis ca 50017
hinter das
Schiff 5m
breit.
Nach
10 Minuten
etwa.
Etwas längere und
schwerere, brechende See.
Schiff arbeitet sehr wenig.
Die See bricht nicht an der
Oelfläche. Ruhiges Kiel-
wasser. In den Schiffs-
bewegungen kein Unter-
schied. Es kamen keine:
Spritzer über.
dito
15m breit,
600 m lang.
Nach
5 Minuten.
Starke Spritzer und auf-
laufende See mit Brechern
Schiff arbeitet ganz gering
Die auflaufenden Seen ver-
lieren sich; keine Spritzer
und Brecher längsseit. Ru-
higes Kielwasser. In den
Bewegungen kein Unter-
schied. Es kamen keine
Spritzer über.
dito
10 m breit,
600 m lang.
dito
Wie bei IIL
Die Wirkung schwächer
als vorher.
Aito
6m breit,
500 m lang.
Nach
10 Minuten.
Nicht schwere, aber stark‘
spritzende See von vorn.
Schiff stampft sehr wenig.
Spritzer kamen ab und zu
über.
Unverändert.
] Einzelne rundliche Flecken: Veberhaupt
zu beiden Seiten des Schiffes ı keine Wirkung
| von ca 1/2 bis 1m Durch:
messer.
jedoch im Verhältnifs zu der Menge des verbrauchten Oels nur eine ganz geringe Wirkung
ca 2m Durchmesser.
Ziemlich schwere See mit|Es kamen keine Spritzer |
Brechern. über.
Nach
3 Minuten.
Wie bei VII Die See läuft nicht mehr
Schiff arbeitet kaum merk- | so stark auf, glattes Kiel-
lich. wasser, in Oelfläche kamen
Brecher nicht vor. Es ka-
men keine Spritzer über
Langer
Qtraitfan.
Bis zu 15m
breit,
500m lang
Nach
\ Minuten.
a
Bemerkungen
Die Wirkung des Tröpfelns zu
gering,
Rüböl breitete sich schneller aus,
wirkte besser und gab breitere
Fläche,
Bequem und gut arbeitende Art
der Anbringung. Vor allen
Dingen leicht nachfüllbar.
Bei der schnellen Fahrt von 105m
—_ gegen Windstärke 6 an, kam das
Oel überhaupt nicht zur Wirkung.
Bei der schnellen Fahrt liefsen die
fortwährend neuen Brecher sich
keine Oeloberfläche von nennbarer
Ausdehnung bilden, so dafs bei
solcher Fahrt nicht einmal der
Hintermann einen Vortheil hatte
hatte. Es bildete sich hierbei eine
| Der Versuch wurde durch länge-
res Evolutioniren unterbrochen,
doch schien das Cranes-Oel bei
dieser Anwendungsmethode sehr
gut zu wirken. Die Ausdehnung
des Oelstreifens erreichte ab und
zu eine Breite von 15 m.
Beim Lenzen ist der Ausgufs (be:
„Kaiser“) offenbar die beste An-
bringungsmethode. Da das Schiff
bei diesem Versuch nur mit 5 Sm
Fahrt lief, liefs sich die Wirkung
gut konstatiren. Während zu bei-
den Seiten des Oelstreifens die
See gut brach, war innerhalb
| desselben kein Spritzer wahrzu-
nehmen.