Datum
1881 Nov. 12
1882 März 13
1883 Okt. 7
1883 Dez. 29
{884 Jan. 27
Blitzschäden an Bord von Schiffen auf See,
31
Schiffsort ]
Name des Schiffes
und des Führers
Bericht N
Schaden gelitten. In der folgenden Nacht
Wind mit stürmischen Böen umlaufend
nach SE und S.
Um 91/gh a. m. Regenböe aus SSE von
Stärke 6, die eine halbe Stunde anhielt.
In NW dicke Luft aufkommend. Um
11h 8a. m. erblickten eine große Wasser-
hose in NO, die sich uns sehr schnell
näherte. Das Wasser kochte ungefähr
8m hoch. Kaum zwei Schiffslängen von
uns entfernt, wurde die Hose durch eine
einsetzende Böe von NW auseinander
getrieben, Hierauf starkes Gewitter mit
giefsendem Regen, Furchtbarer Blitz- und
Donnerschlag, der die ganze Mannschaft
detäubte. Als wir nachsahen, welchen
Schaden der Blitz angerichtet, fanden wir,
dafs derselbe von oben beiderseits an den
Brampardunen des Grofstopps hinunter-
gelaufen war und die 15 cm dicke Reling
durchgebrochen hatte. Dann war er an
beiden Seiten an den Rüsten und durch
die obersten Platten des Kupferbeschlags
ins Meer gegangen. Das Kupfer war
zerrissen und zusammengeballt. Es war
Alles ein Schwefelgeruch,
Nachts furchtbares Gewitter, Um
11h 20m p.m. schlug der Blitz im Vor-
und im Grofstopp ein. Bei Tagwerden
fanden wir das Deck voll von Holz-
zsplittern aus den Masten, Glücklicher-
weise waren es kalte Schläge, die weiter
keine schädlichen Folgen hatten. Wir
hatten 25 000 kg Pulver im Schiffe, Wind
war nicht bei dem Gewitter,
Nachmittags hatten eine heftige Ge-
witterböe aus E. Der Blitz schlug den
Flaggenknopf vom grofsen Topp herunter,
machte einen 60cm langen und 15cm
tiefen Spalt im Bramtopp und verlief sich
auf der Bramtoppnant, ohne weiteren
Schaden anzurichten. Der auf Deck ge-
schleuderte Flaggenknopf war unversehrt.
Um 91l/ab a.m. entlud sich ein Ge-
witter recht über uns, und ein schwerer
Schlag erfolgte‘ unmittelbar über dem
Schiffe. Sahen einen Blitzstrahl hernieder-
fahren und etwa 6 m über Deck zwischen
Besan- und Grofsmast mit lautem Ge-
knatter explodiren, dafs die Funken weit
uamherstoben. Der den Strahl begleitende
Donner machte das Schiff erbeben, Hef-
tiger Regen. (Beschädigungen sind nicht
vermerkt.)
Zwischen . Dungeness und Varne, wo-
selbst wir uns 5 Tage lang gegen schweres
Wetter gehalten hatten, erhielten wir in
der Nacht vom 26, zum 27, Januar bei
heftigem SW-Sturm eine schwere See
über, welche das Haus vorne auf Deck
entzwei schlug und sämmtliches Koch-
geschirr über Bord spülte. Bei dem gleich-
zeitig auftretenden Gewitter spaltete der
Blitz die Vorbramstänge. Während der
ganzen Nacht leuchteten Elmsfeuer auf
den Toppen. Hielten am 28, Januar ab
nach den Downs, um dort die Schäden
auszubessern.
6,9° S-Br und
104,1° O-Lg.
Hölzerne, Bark
„Caroline Behn“,
Kapt. P. Schmidt
Journ. S. 1537,
Im Indischen Ocean,
nahe vor der
Sunda-Strafse.
3,0° N-Br und
7,3° W-Le.
Hölzerne Bark
„Cardenas“,
Kapt. L. Nielsen.
Journ, S. 1626.
An der Westküste
‚on Afrika, 90 Sm
südlich von Kap
Palmas.
i1,9° N-Br und
26,5° W-Lg.
Hölzerne Bark
„Amaranth“,
Kapt. H. Morisse,
Journ, S. 2135,
Im Nordatlantischen
Deean, im Nordost
passatgebiet, nahe
der Südgrenze des-
selben.
Hölzerne Bark
„Inca“,
Kapt. J. G. Gefken,
[m Indischen Ocean, Journ. S. 2013.
reichlich 200 Sm
von der Südostküste
Afrikas.
32,7° S-Br und
34,2° O-Lg.
[m Englischen Kanal
Eiserne Bark
„Dione“,
Kapt. F. H. Israel
Journ. S, 2168.