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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

352 Segelanweisungen für einige regelmälsige Reiserouten S. M. Schiffe. 
20° W-Lg und der europäischen Küste im Sommer sehr vorherrschend sind, und 
die man um so anhaltender und meistens auch um So schraler findet, je mehr 
man sich der Küste nähert. Das Gebiet südlich von 45° N-Br und östlich von 
25° W-Lg sollte auf einer Segelfahrt nach dem Kanal im Sommer durchaus ver- 
mieden werden. 
Nachstehend ist eine gedrängte Uebersicht über die auf dem fraglichen 
Meeresstriche im Juli herrschenden, für die Schiffsführung hauptsächlich in Be- 
tracht kommenden meteorologischen Verhältnisse: die Häufigkeit der Winde aus 
den vier Quadranten, der Windstillen, Stürme und Nebel gegeben, die nach dem 
von der Seewarte herausgegebenen Tabellenwerk!) für Felder von 5° Breite und 
5° Länge zusammengestellt worden ist. Als Stürme sind alle Winde von der 
Stärke 8 oder mehr verzeichnet. 
Procentische Häufigkeit der Winde aus den vier Qnadranten, der Stillen, Stürme und Nebel 
im Gebiete des Nordatlantischen 0ceans zwischen 40° und 50° N-Br und 10° und 50° W-Lg im Juli. 
50° W 45° 15° 
vorh. W.*) | vorh. W. vorh. W, | vorh. W. | vorh. W. vorh. W. | vorh. W. | vorh. W. 
SSWW * S-WNW_ | S-NW_ ) SSW_NW | SSWNW |_S-NNW SSW—NW ‘| SSW—NW 
27 NW NE732NW NE10 ANW NE1S ANW NE1332NW FF 8NW 7 NW NE1 35NW NE12 
Stillen 5 | Stillen 4 | Stillen 3 | Stillen 4 | Stillen 2 
Stürme 2 Stürme 7 Stürme 5 Stürme 2 | Stürme 2 
Nebel 40 Nebel 20 Nebel 17 ı Nebel 13 | Nebel 8 
SW SE10'438SW SE 1143 SW _SE 1037 SW_SE 1? 50SW_SE 8 
25NW NE10°3NW NF1526NW NE1L21NW NE2021NW NF9“ 
Stillen 5 Stillen 3 Stillen 4 Stillen 6 Stillen 2 Stillen 2 Stillen 5 
Stürme 3 Stürme 3 Stürme 2 Stürme 1 Stürme 1 Stürme 2 Stürme 1 
Nebel 20 Nebel 5 Nebel 4 Nebel 2 Nebel 4 Nebel 4 Nebel 2 
45 SW_SE 1542 SW_SE 1747 SW SE1237SW SE 16 50 SW SE5 40SW_SE5 14SW SE3 
SW S—W SSW-—W [| veränderlich S—W SW-WNWu.N| WNW—NE 
vorh. W.. | vorb. W. | vorh, W. | vorh, W. | vorh. W. | vorh. W. | vorh. W. 
50° W 45° 40° 35° 30° 25° 20° 
*) vorherrschende Winde. 
20° 
10° W 
50° N- 
50} 
Stillen 4 | Stillen 2 
Stürme 3 Stürme 3 
Nebel 6 Nebel 6 
40SW SE? 41SW SE 10 
NW NE4641NW NE 36' 
45 
Stillen 2 
Stürme 1 
Nebel 1 
18SW SE 3 
a m ]— 40° 
‘ W—NE 
| vorh. W. 
15° 10° W 
40° — 
Hinsichtlich weiterer Auskunft über die einschläglichen Verhältnisse darf 
auf das von der Seewarte herausgegebene Segelhandbuch für den Atlantischen 
Ocean verwiesen werden. 
Bezüglich der Eisverhältnisse in diesem Theile des Atlantischen Oceans 
wird auf die in den Annalen 1885 Heft VII und VIIL, 1887 Heft VI und VIII, 
1890 Heft VIII und IX, 1891 Heft V veröffentlichten Kartenskizzen verwiesen; 
dieselben beleuchten die Verhältnisse in den Monaten März bis August (vorzugs- 
weise im Juni und Juli) in der Nähe des 50. Grades der Länge von Greenwich 
und zwischen 40° und 45° N-Br. In den Jahren 1886 und 1888 wurde fast kein 
Eis, oder nur so wenig aus jener Gegend berichtet, dafs es sich nicht verlohnte, 
Eiskarten herauszugeben. 
Man ersieht aus den darin niedergelegten Thatsachen, dafs man unter 
allen Umständen dem Vorkommen von Treibeis eine ununterbrochene Beachtung 
zuzuwenden hat, da dasselbe in seinem Vorkommen erhebliche Unregelmäfsig- 
keiten zeigt. 
4. Von Kamerun nach Kapstadt und zurück, mit Anlaufen von einigen 
Zwischenhäfen, als Gabun, Mossamedes und Walfisch-Bai. 
An der Westküste von Afrika, südlich von Kamerun, sind das ganze Jahr 
hindurch südliche und südwestliche Winde vorherrschend, die bis Kap Lopez 
hinauf eine zwar nicht regelmäfsige, aber doch vorwiegend in nördlicher Rich- 
tung setzende Strömung hervorrufen. Südlich von 25° S-Br ist der Wind ver- 
1) Resultate meteorologischer Beobachtungen von deutschen und holländischen Schiffen für 
Eingradfelder des Nordatlantischen Oceans.
	        
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