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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Kleine Notizen. 
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10m Wasser gelothet; diese Untiefe heißt Hosoi-ze; ferner liegt 2'% Kabllg. 
SzW von demselben Feuer eine Untiefe mit 10 m Wasser, welche Dojono-se oder 
Kamatoko benannt ist. Außer diesen hier aufgeführten Untiefen konnte bei dem 
Kanabuse-Bakenfeuer keine weitere aufgefunden werden; mithin existirt die 
ca 1 Kabllg. südlich der Bake angegebene Untiefe mit 6,4 m Wasser nicht. Es 
ist sehr genau nach derselben gesucht worden, ohne etwas aufzufinden. Die 
beiden Untiefen Hosot-ze und Dojono-se liegen seitwärts des Schiffskurses und 
bilden bei ihrer Wassertiefe von 10m für Schiffe mit gewöhnlichem Tiefgang 
keine Gefahren. Dagegen muß man die Untiefe Kamaga-se mit nur 4,6 m Wasser 
zu vermeiden suchen, und ist es deshalb nothwendig, nicht zu dicht an das 
Kanabuse-Bakenfeuer heranzugehen. 
6. (D. S.) Die Guanoplätze Punta Lobos und Pabellon de Pica 
in Chile... Kapitän F. Ostermann von der deutschen Bark „Magnat“ schreibt 
Folgendes in seinem meteorologischen Journal: 
Am 27. September 1888 erreichten wir Mittags, nach einer 21 tägigen 
Reise von Callao, die Rhede von Punta Lobos. Dieser Platz ist, wenn daselbst 
keine Schiffe vor Anker liegen, äufserst schlecht aufzufinden, weil andere Marken 
nicht vorhanden sind. Auf einer offenen Seerhede liegen die Schiffe mit zwei 
Ankern von vorn und einem von hinten aus, auf einer Wassertiefe von 33m bis 
37 m (18 bis 20 Fad.), Yı Sm vom Lande. Der Ankergrund ist felsig, und 
Ankerverluste infolge des Ausschäkelns der Kette auf dem Boden kommen vor. 
Das Trinkwasser erhält man in Punta Lobos durch das Wasserboot von 
Iquique, doch liefert dasselbe kein geringeres Quantum als 3000 Gallonen, und 
zwar zum Preise von 150 Doll. 
Bei unserer aın 19, November stattgefundenen Abfahrt von Punta Lobos, 
Kanal für Order, welche mit leichter südlicher Briese erfolgte, blieben vier 
Schiffe auf der Rhede zurück, während noch einige andere in nächster Zeit er- 
wartet wurden, Nachdem diese sämmtlichen Schiffe ihre Ladungen erhalten 
haben, sollte dieser Ladeplatz aufgegeben und ein anderer mit Namen Huanillo, 
12 Sm weiter südwärts, zum Verschiffen des Guanos benutzt werden. 
Dampfer laufen nicht in Punta Lobos an, wohl aber gelegentlich in 
Pabellon de Pica. Hier lag während unserer Anwesenheit in Punta Lobos nur 
ein Schiff, und es wird überhaupt nur noch wenig Guano von dort verladen. 
7. (D. S.) Fremantle, West-Australien. Laut Bericht des Kapt. 
J. H. Stege von der Elsflether Bark „Pallas“ haben sich die Schiffahrtseinrich- 
tungen in Fremantle insofern zum Vortheil verändert, als jetzt mehrere Leichter 
von bedeutender Tragfähigkeit vorhanden sind und infolge dessen die Entlöschung 
der Schiffe viel rascher, als -dies früher der Fall, von Statten gehen kann. Die 
Witterungsverhältnisse waren während der letzten Anwesenheit der „Pallas“ — 
Mai 1891 —- erheblich besser als im Jahre vorher, da bis Anfang Juni noch 
keine Stürme vorgekommen waren. 
8. (D. S.) Port Pirie, Spencer-Golf, Süd-Australien. Kapitän 
B. Sauermilch vom deutschen Schiffe „Columbus“ berichtet: Port Pirie liegt 
an einem sehr kleinen Flusse (Creek), ungefähr 4 Sm oberhalb dessen Mündung. 
Das Wasser ist auch außerhalb der letzteren überall so flach, dafs Schiffe mit 
mehr als 20 Fufßs engl. Tiefgang nur bis Germein-Bai, 13 Sm von Port Pirie 
entfernt, gelangen können. Der Ankerplatz in Germein-Bai ist sehr gut, da 
wegen der sehr nahe liegenden, trocken laufenden Sandbänke keine See auf- 
kommen kann. Das Fahrwasser nach Port Pirie hinauf ist so weit ausgebaggert 
worden, dafs bei Niedrigwasser eine Fahrrinne von 12'/2 Fufs Tiefe bleibt, Das 
Wasser steigt 5 bis 6 Fuls, bei Springzeiten vielleicht noch 1 bis 3 Fuß mehr, 
so dafs unter günstigen Umständen Schiffe mit 20 Fufßs Tiefgang an die Stadt 
gelangen können. Hier sind längsseits der Landungsbrücken Rillen von 18 bis 
19 Fuß Wassertiefe bei Niedrigwasser ausgebaggert worden. Da jetzt (Anfang 
Februar) zur Zeit der Weizenverschiffung verhältnilsmäfsig viele Schiffe im Hafen 
sind — es befinden sich gegenwärtig 11 durchgängig 1600 Reg.-Tons grofse 
eiserne Schiffe hier — so erweisen sich die Hafenverhältnisse als ungenügend, 
und löschen die Schiffe infolge dessen sehr langsam. Mit sieben Schiffen liegen
	        
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