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Kleine Notizen.
ein und nahm ebenso rasch wieder ab. Die Windrichtung war vorwiegend NW,
abwechselnd mit W und E. Als sie sich am 19. April entschieden nach SW
veränderte, nahm der Luftdruck rasch bis 760 mm zu. Die Zunahme betrug
34 mm in 24 Stunden. Die Beobachtungen sind an einem guten und geprüften
Quecksilberbarometer angestellt worden, und die Ablesungen erscheinen nach der
Vergleichung derselben mit den Notirungen der Landstationen am Englischen
Kanal als durchaus zuverlässig.
3. Tonnen und Landmarken zu Cape Haiti. Insel Haiti. Grofse
Antillen. Nach einem Berichte des Kommandanten S. M. S. „Nizxe“, Korv.-Kapt.
Freiherr von Maltzahn, liegen im Hafen Cape Haiti *) nicht alle die in der
Br. Adm.-Karte 1714 (VII: 265) angegebenen Tonnen aus (vgl. No. 1417 d.
„Nachr. f. Seef.“ 1891). Die ausliegenden Tonnen hatten so vom Rost gelitten,
dafs der Anstrich derselben nicht mehr zu erkennen war; auch auf die Lage der
Tonnen darf man sich nicht verlassen, aber die Riffe kennzeichnen sich bei jedem
Wetter aus der Ferne durch die auf denselben stehende Brandung; in der Nähe
sind dieselben durch die Färbung des Wassers erkennbar.
Bei der Ansteuerung sind die Spitzen Picolet und Granja zu Abstands-
bestimmungen geeignete Objekte. Im Hafen selbst sind folgende Peilobjekte zu
verwerthen: Spitze Picolet, die Kathedrale, ein gelbes Gebäude mit grauem Dach
in der Mitte der Stadt (der Glockenthurm der alten Kirche befindet sich in un-
mittelbarer Nähe) und ein waldiger Hügel zwischen La petite Anse und dem
Flusse Haut du cap.
Der NE-Passat setzte zwischen 10* und 12* a. m. ein und wehte bis gegen
8b p. m. während der beiden ersten Tage des Aufenthaltes in Stärke 3 bis 4,
während der übrigen Tage in Stärke 1 bis 2. Während der Nachtzeit und des
Morgens wehen leichte Landwinde von Ost über Süd bis SW in Stärke 1 bis 2,
welche häufig durch Windstillen unterbrochen werden.
4. Bemerkung über die Monocacy-Bucht. Insel Pa-oön. Crichton-
Gruppe. Korea. („Notice to Mariners“ No. 22/430. Washington 1891.) Nach
einem Berichte des Kommandanten des V. St. S. „Monocacy“, Commander
M. L. Johnson, liegt an der Südküste der Insel Pa-o6n?) eine kleine Bucht,
in welcher man mit Ausnahme bei Süd- oder SSW-Winden einen guten Ankerplatz
antrifft. Diese Bucht ist nach dem Namen des Schiffes benannt worden. In der
Bucht war keine Strömung zu bemerken, und die Gegenströmung war nicht
besonders fühlbar. In vieler Hinsicht ist diese Bucht dem Crichton-Hafen vor-
zuziehen.
Wenn man sich dieser Bucht von Süd oder Ost nähert, so ist die Einfahrt
ganz rein. An der Ostseite der Einfahrt liegt eine Felsinsel, Round Rock genannt,
von dieser muß man ca */a Sm abbleiben und dann rw. N 18° O (mw. NNO) auf
den rechts von dem Dorfe befindlichen Berggipfel zusteuern und auf 9 m Wasser
ankern.
5. Bemerkungen über den Kanabuse oder Fisherman Rock.
Simonoseki-Strafse. Japanische Inseln. („Notice to Mariners“ No. 478,
Tokio 1891.) Nach einem Berichte des japanischen Navigationsoffiziers Hrimori
vom Schiffe „Hosho“ über die Vermessungen in der Nähe des Kanabuse oder
Fisherman Rock®) vor der östlichen Einfahrt in die Hayatomo-Strafse besteht
diese Klippe aus drei Theilen, welche Kitano Kado, Nakano-se und Minamino
Kado benannt sind. Das Kanabuse-Bakenfeuer befindet sich auf Minamino Kado
und die andern beiden liegen, Kitano Kado "0 und Nakano-se !/s Kabllg. nörd-
lich der Bake.
Nördlich von Kitano Kado wurden 20 m Wasser und kein Anzeichen einer
weiteren Untiefe gefunden. Kine gefährliche Klippe mit 46 m Wasser bei
Springzeit-Niedrigwasser liegt !,s Kabllg. südlich des Kanabuse-Bakenfeuers und
diese heifst Kamaga-se. Ungefähr !/ıo Kabllg. SWzS von dem Bakenfeuer wurden
1) „The West India Pilot“, Vol. II, 1887, Seite 239—242,
2) „China Sea Directory“, Vol. IV, 1884, Seite 87.
3) „China Sea Directory“, Vol. IV, 1884, Seite 434.