Vierteljahrs-Wetter-Rundschau der Deutschen Seewarte, Winter 1886—87. 791
4. Reisen von Süd nach Nord.
%
6
7
‚ES
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8
> 1
23
26
25
2
3
9
Schiff
„Paula“
„Alma“
„Apollo“ *
„Saturnus“
„Kepler“ *
„Astrea“
„Caroline Behn“
„Ceres“ *
„Peter Godeffroy“ *|
„Adolph“
„Comet“
„Inca“
„Freya“
‚Emil Julius“ *
„Kriemhild“ *
verläfst
die Linie oder'
den Hafen |
bis
10° |
ı N-Br
schneidet
10° N-Br "
Zeit | in
I'W-Legl Tage
schneidet
30° N-Br
bis 10°]
N-Br
oder
Hafen
schneides
10° W-Lg
oder err. Hafen
Zeit | in
N-Br
Zeit | in
W-Lel Tage |
Zeit | in
W-Lg" Tage
1886
Nov. 24
» 29
Dez. 15
19
20
DA
24°
33°
25°
31°
27°
38°
239°
8 Dez. ?
6 „
7 „ 22
4 „ 23
8 „ 28
„ 30
Jan. 3
29°
42°
29°
33°
31°
48°
36°
Dez, 11
46 » 19
15 YJan. 6
ıL „83
12 „9
iS | „ 12
10
34° ‘Jan. 3
74° Dez. 28
44° 18 ‚Jan. 24
48° 19 „ 22
41° | 16 „ 25
71° „ 20
41° | 14 „24
48°
|
50°
39°
4.99
„ 29
1887
Jan. 1
1
18
19
19
„X
Febr. 6
„A 13
4.96
29°
31°
27°
23°
28°
80°
31°
30°
B
a1
9
10
RR
34°
36°
32°
30°
34°
36°
35°
389
18
15
„ 27
„ 25
Febr. 1
» 8
» 7
„3
ı = 26
März 6
47° 24 1!Febr. 20
49° | 25 „ ı9
44° | 21 „2
41° | 76 | » M
46° 6 » 2
459 | 4 |. 29
39° | 23 März“
43° ° 18 2 %
4
ge
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19°
9°
A
50°
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„ 22€
„ 36
Febr. 12
= 19
£
12
12
5
4
‘5
Dauer
der ganzen Reise
"Lage
Linie—Lizard 41
Linie—New-York 29
Linie — Lizard 41
Linie—Lissabon 35
Linie—Lizard 38
Linie — Boston 27
Linie—Lizard 27
Linie—Lizard
Linie—Lissabon 50
Linie—Lizard 36
Linie—Lizard 37
Linie—Lizard 36
Linie— Lizard 32
Linie—Fuskar 45
Linie—Lundy Isl. 42
Die vorstehenden Tabellen, welche nach den Journalen der in den syn-
optischen Wetterkarten aufgeführten deutschen Segelschiffe zusammengestellt sind,
sollen dazu dienen, den Einflufs der in den verschiedenen Abschnitten des be-
sprochenen Vierteljahres herrschenden Wetterlage auf den Verlauf der Schiffs-
reisen darzulegen. Letztere sind zu diesem Behufe, chronologisch geordnet, in
vier Gruppen zusammengefafst worden. In der ersten Gruppe — Reisen von
Ost nach West — sind die Segelschiffe aufgeführt, die im Dezember 1886, Januar
und Februar 1887 auf der Fahrt von Europa nach einem Hafen an der Ostküste
von Nordamerika, am Golf von Mexiko und in Westindien begriffen waren. Die
zweite Gruppe — Reisen von West nach Ost — enthält die in entgegengesetzter
Richtung fahrenden Schiffe; die dritte — Reisen von Nord nach Süd — die
Schiffe auf der Fahrt von Europa oder Nordamerika nach dem Südatlantischen
Ocean, für die als Reiseziel der Aequator angenommen worden ist, oder nach
dem Busen von Guinea; die vierte — Reisen von Süd nach Nord — die Schiffe,
welche, vom Südatlantischen Ocean oder Guinea kommend, nach Europa oder
Nordamerika segelten. Zur näheren Kennzeichnung des Verlaufes der Reisen ist
jeder der vier Wege in solche Abschnitte, als den durchschnittlichen Windver-
hältnissen der durchsegelten Meeresstriche am meisten entsprechend erschienen,
zerlegt und für die diese Abschnitte bildenden Meridiane und Breitenparallele
jedesmal das Datum und der Ort des Ueberschreitens, sowie auch die Zeit an-
gegeben worden, welche das Schiff benöthigte, um von einem Schnittpunkte zum
nächsten zu gelangen. Die hauptsächlichsten Ergebnisse der Zusammenstellung
lassen sich, wie folgt, zusammenfassen:
1. Reisen von Ost nach West.
Unter den 28 Reisen, welche von Mitarbeitern der Seewarte auf Segel-
schiffen während des Winters 1886 bis 1887 in westlicher Richtung über den
Nordatlantischen Ocean ausgeführt wurden, befinden sich zwei, die von Fair Island
und eine, die vom Mittelmeere aus angetreten wurden. Die übrigen 25 Schiffe
betraten den Ocean vom Englischen oder vom St. Georgs-Kanal aus. Der Be-
stimmungshafen lag in 5 Fällen südlich von Kap Henry, während 23 der ange-
führten Schiffe nach New-York, Philadelphia oder Baltimore bestimmt waren.
Die mittlere Reisedauer dieser letzteren war 45 Tage, wohingegen die nach
südlicher gelegenen Plätzen bestimmten Schiffe ihr zum Theil bedeutend weiter
entfernt liegendes Ziel in 35 Tagen erreichen konnten. Am ungünstigsten ver-
liefen die Reisen auf der für den Winter so wenig empfehlenswerthen hoch nörd-
lichen Route. Die eine derselben dauerte 68 und die andere sogar 81 Tage.