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Staubfälle im Passatgebiete des Nordatlantischen Oceans,
nur dreier, alle Staubniederschläge innerhalb der früher gefundenen und in der
erwähnten Abhandlung angegebenen Grenzen stattfanden, und als sie wiederum
am häufigsten in der Umgebung der Kapverdeschen Inseln waren. Die drei Aus-
nahmefälle sind die vom 1. Juli 1587, vom 18. März 1888 und vom 24, und
25. Februar 1891. Im ersten Falle wurde vom Dampfer „Holsatia‘ Staubnieder-
schlag weit aufserhalb des Passatgebietes in 40,9° N-Br und 37,6° W-Lg beob-
achtet, Trotz der ganz aufßergewöhnlichen Lage der Position lassen es die
begleitenden meteorologischen Umstände doch als sehr wahrscheinlich erscheinen,
daß der Staub aus der Wüste Afrikas gekommen war, ebenso wie es bei einem
an Bord desselben Schiffes am 24. Januar 1883 auch an ganz ungewöhnlichem
Orte beobachteten Niederschlage der Fall war.') Die zweite Beobachtung, vom
Schiffe „Banco Mobiliario‘“, ergiebt die, soweit bekannt, westlichste Länge —
41° W-Lg in 22,2° N-Br, bis zu welcher Staub der Sahara vom Passat zuver-
lässigen Berichten zufolge getragen wurde. Der Ort liegt indessen nicht weiter
vom Lande entfernt, wie in einem schon in der früheren Zusammenstellung be-
richteten Falle, für welchen sich der Abstand des Schiffsortes von dem nächsten
Punkte der afrikanischen Küste, ebenso wie für diesen, zu reichlich 1300 Sm
ergiebt.
Die dritte außergewöhnliche Position für Staubfall berichtet Dampfer
„Lissabon‘“, der sich zur Zeit auf der Fahrt von Teneriffa nach Lissabon ungefähr
160 Sm östlich von Madeira befand. Wie aus dem Journal hervorgeht, begann
der Niederschlag des gelben Staubsandes, der mit dem Regen herniederkam, zu
derselben Zeit, als der Dampfer aus dem Südwestviertel einer barometrischen
Depression, die seinen Weg kreuzte, heraus- und in das Nordostviertel hineinfuhr,
und der Wind, der vorher Nordwest gewesen, nach Südost umlief. Wahrschein-
lich war diese Depression vom afrikanischen Festlande herübergekommen. Sie
war nur seicht, aber von heftigen Windstöfsen begleitet. Ein ähnlicher Fall
ereignete sich am 22. Februar 1883, an welchem Tage nach dem Berichte des
Herrn Teisserenc de Bort unter gleichen Umständen Staubniederschlag auf
den Canarischen Inseln stattfand, der sich wahrscheinlich bis zu dem für diese
Erscheinung ganz aufßsergewöhnlichen Schiffsorte der „Holsatia‘ fortsetzte.?)
Es folgt hier noch ein Bericht über Niederschlag von Staub, der im Süd-
atlantischen Ocean beobachtet wurde und von der Ostküste Patagoniens herüber-
gekommen war.
Journal S. 3498. „Prompt“, Kapt. G. Schlüter.
1890 Avril 13 in 455° S-Br und 62,0° W-Lg: Mitunter hart wehend (W 10),
Himmel mit cirrosem Schleier bezogen. Fanden, dafs das ganze Schiff
bis zu den Toppen mit braunem Staub bezogen war.
Der Ort liegt von dem nächsten Punkte der patagonischen Küste 150 Sm
entfernt.
1) S. diese Annalen 1888 Seite 147 und 1886 Seite 122
Z) S. diese Annalen 1886 Seite 122.