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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Staubfälle im Passatgebiete des Nordatlantischen Oceans. 
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Staubfälle im Passatgebiete des Nordatlantischen Oceans. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.) 
Nach den.im Jahrgange 1889 dieser Annalen Seite 450 veröffentlichten 
sind der Seewarte noch folgende Berichte über Staubfälle im Passatgebiete des 
Nordatlantischen Oceans zugegangen. ; 
* Journal S. 3293. „Etha Rickmers“, Kapt. O0. Tack. . 
1889 Januar 31 in 8,6° N-Br und 26,1° W-Lg: Bemerkten, dafs Segel und Tau- 
werk mit rothem Staube besetzt waren. Wind ENE5—6, An den bei- 
den ‚vorhergehenden Tagen war der Wind meistens E bis ENE 6—7. 
; Journal 5. 3275. „Gerd Heye‘“, Kapt. E. Ladewigs. 
{889 Februar 16 in 22,3° N-Br und 25,3° W-Lg: Morgens sämmtliches Tauwerk 
und Segel mit rothem Sandstaube überzogen, . Wind ESE 6—5. Nördlich 
hiervon war der Wind an den vorhergehenden Tagen ESE, zeitweise bis 
zur Stärke 8, notirt. 
Februar 17 in 19,8° N-Br und 26,3° W-Lg: Segel und Tauwerk sind ganz 
roth von Staub. Wind ESE 4—3, 
Februar 19 in 14,3° N-Br und 26,5° W-Lg: Auf allen meinen früheren 
Reisen habe ich nie so viel rothen Staub gehabi, wie jetzt. Die Segel 
and Taue sind sämmtlich roth; beim Wechseln der Segel sieht man, wie 
dick der Staub in den Lieken liegt. 
Journal S. 3356. „Rohilla‘, Kapt. P. Breckwoldt. ; 
1889 Juli 15 in 12,8° N-Br und 31,8° W-Lg: Leichte Briese aus NE; heiteres 
schönes Wetter. Bemerkten : zimmetfarbenen Staub an der Luvseite 
anseres Takelwerks. 
Journal S. 3407. „Magnat“, Kapt. F. Ostermann. 
1889 August 5 in 18,5° N-Br und 20,4° W-Lg: Bemerkten heute Morgen röth- 
lichen Staub im Takelwerk. Wind von N bis NW veränderlich, 
Stärke 2—3. . 
Journal D. 1288. Dampfer „Bahia‘, Kapt. H. Schütterow, 
1889 September 4 in 18,2° N-Br und 23,5° W-Lg: Diesige trübe Luft; starker 
Fall von Passatstaub. Wind NE3-4. 
September 5 in 22,0° N-Br und 21,8° W-Lg: Unstetiger Wind. von NNE 
bis NE, 3—5; starker Fall von Passatstaub. 
Journal D. 1302. Dampfer „Rosario“, Kapt. C. Evers. 
1889 September 29: Himmel oben klar, in der Kimm diesig. Wind NE 4. 
September 30 in 19,8° N-Br und 20,3° W-Lg: Luft bewölkt und diesig; 
alle Gegenstände an der Windseite mit feinem rothem Staube bedeckt. 
Wind NNE4. 
Journal D. 1390. Dampfer „Uruguay“, Kapt. H. Mählmann. 
1890 Januar 6 in 28,5° N-Br und 19,9° W-Lg: Schönes Wetter, helle sichtige 
Luft. Wind NE 1—32. 
Januar 7 in 27,0° N-Br und 20,3° W-Lg: Die Luft wird sehr diesig in der 
Kimm und hat ein röthlich gelbes Aussehen; von Staubfall .ist jedoch 
nichts zu bemerken. Wind ESEA4. . 
Januar 8 in 21,5° N-Br und 23,5° W-Lg: In der Kimm fortwährend diesig 
ron röthlich gelbem Dunst. Obere Luft zieht stark vom Westen. Wind 
ESB5. 
Januar 9 in 17,2° N-Br und 25,7° W-Lg: Hatten in letzter Nacht ziemlich 
viel Staubfall. In der Kimm diesig, oben sternklar. Wind E5, 
Journal D. 1359. Dampfer „Santos“, Kapt. J. Poschmann. 
1890 Januar 7 in 12,7° N-Br und 26,1° W-Lg: Sehr diesig, doch kein Staub. 
Der Mond scheint erst bei 8° Höhe durch. Wind NE 4. 
Januar 8 in 14,6° N-Br und 253° W-Lg: Mit Tagwerden fanden etwas 
röthlichen Staub an den erhöhten Schiffstheilen. Wind NE 6. Mittags 
sehr diesig, keine Fernsicht; starker Staubniederschlag. Wind ENE 6—5. 
Nachmittags starker Staubniederschlag. Wind NE 4.
	        
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