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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

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Bemerkungen über Port Natal. Südküste von Afrika, 
Bemerkungen über Port Natal. Südküste von Afrika. 
Die folgenden Angaben über die Tiefenverhältnisse in Port Natal sind 
dem Jahresbericht des „Natal Harbour Board“ für 1889 entnommen. 
In den letzten acht Jahren betrug die durchschnittliche Wassertiefe in 
dem Einfahrtskanal: 
1882 1883 1884 1885 1886 1887 1888 1889 
185m 187m 219m 254m 253m 323m 352m 347m 
Alle Tiefenangaben beziehen sich auf Springzeit-Niedrigwasser, welches 
dem Nullpunkt des Pegels entspricht. Als die Tiefe des Fahrwassers für den 
Tag ist stets die geringste gefundene Wassertiefe angesehen; wenn z. B. eine 
Lothung eine Tiefe von 2,7 m ergab und alle übrigen Lothungen an demselben 
Tage 4m betrugen, so ist 2,7 m als Wassertiefe für den betreffenden Tag 
angenommen. (Vgl. die Wasserstandsangaben von Port Natal in den „Nachr. 
f, Seef,‘“ 1889, 1890.) 
Aus den täglichen Tiefen ist durch Mitteln die monatliche berechnet, und 
aus den letzteren sind die angegebenen Zahlen entstanden. 
Die Abnahme der durchschnittlichen Jahrestiefe des Jahres 1889 gegen 
1888 um ca 0,05 m hat in dem so sehr stürmischen Wetter in den Monaten 
Januar, März, Mai, Juli, August und Dezember seinen Grund. Obgleich sich 
die Richtung des Fahrwassers in früheren Jahren gleichfalls vielfach änderte, 
so ist dieselbe im letzten Jahre ziemlich dieselbe geblieben, und ist dieses auf 
die Verlängerung des Wellenbrechers zurückzuführen. 
Im November 1887 bildete sich infolge stürmischen Wetters an der 
Leeseite des Wellenbrechers eine aus kleinen Steinen bestehende Bank, welche 
sich im Mai 1888 durch Abspülung von dem Fundament des Wellenbrechers 
bei einem Sturme vergröfsert hat. Dieselbe liegt rechtwinklig zum Wellen- 
brecher, zwischen diesem und der äufseren Fahrwassertonne, Diese Tonne liegt 
ca 55m vom Wellenbrecher und 9 m von der Bank. Zwischen Tonne und 
Bank sind durchschnittlich 5,3 m Wasser. Auf der Bank betrug am 30. De- 
zember 1889 die Wassertiefe 2,4 bis 0,5 m. 
Wenn die Barre gefährlich oder gar nicht zu passiren ist, wird am 
Signalmast ein Segel aufgeheilst. In den letzten acht Jahren sind solche Tage 
wie folgt vorgekommen: 
Die Barre war 
1885 an 51 Tagen gefährlich und an 24 
1886 ”„ 41 27 27 2” 2 21 
1887 2 23 »” ” »” 22. 13 
1888 „ 27 ,, » „un 28 
1889 „43 „ „2 22 
Tagen gar nicht zu passiren, zus, 75 Tage, 
2 ” 2 » 27 »” 62 LE 
»” 2» »” »” 7 2” 36 7 
” 2» 2 ” ” 2” 55 „zz 
+» 33 ” s. +r ”» 65 1 
Durch die Verlängerung des Wellenbrechers, an welcher noch stets 
gearbeitet wird, bringt die Ebbe den Sand nicht mehr innerhalb der Nordmole, 
sondern führt denselben quer über das Fahrwasser und lagert ihn zum Theil 
zwischen der Vetch’s Mole und Nordmole und zum Theil noch über die Veich’s 
Mole hinaus ab. Die Fluth setzt im Anfang bei dem Kopfe der Vetch’s Mole 
vorbei nach dem Kopfe der Nordmole und biegt dann in den Hafen hinein. 
Der Wellenbrecher hat gegenwärtig eine Länge von 584 m von seiner 
Wurzel bis zu dem unter Wasser befindlichen Theil; der über Wasser befind- 
liche Theil hat eine Länge von 497 m. 
Die Durchschnittszeit der Fluth beträgt 6 Stunden 35 Minuten und die- 
jenige der Ebbe 5 Stunden 485 Minuten. 
1885 1886 
1887 1888 1889 
Meter 
Die durchschnittliche Fluthhöhe zwischen 
Spring- und Nippzeit betrug . . . 153 156 151 154 1,55 
Die größte Fluthhöhe betrug . . . .210 208 2,10 2,29 2,02 
Die geringste Fluthhöhe betrug. ,‚ , . 0,99 0,97 0,90 192 0,85
	        
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