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Kleine Notizen,
Comorin und der nördlichen Hälfte der Malediven!) eine Strömung beobachtet,
welche 3 Sm pro Stunde nach SzW setzte und bei den dort um diese Jahreszeit
stets flauen Nordwinden das unter Segel befindliche Schiff in 24 Stunden um
60 Sm vom Kurse abtrieb. Diese starke Strömung reichte bis zur Höhe der
Insel Minicot und ging nördlich dieser Insel in die normale NW-Strömung über.
Eine ähnliche Wahrnehmung wurde von einem anderen, um dieselbe Zeit
von Colombo nach Aden fahrenden Kriegsschiffe gemacht.
5. Landung beim Kap Horn. Der britische Vice-Konsul in Punta
Arenas (Magellan-Strafse), Herr Stubenrauch, hat der Seewarte bei Zusendung
eines in der dortigen Gegend aufgefundenen Flaschenpostzettels folgende Mit-
theilung gemacht: „Bootsmannschaften, welche die Inseln in der Umgebung von
Kap Horn erreichen, können sicher sein, von den Feuerländern nach der Mission
gebracht zu werden. Viele von diesen Indianern verstehen englisch, eine That-
sache, die drüben wohl wenig bekannt sein möchte.“
6. Flaschenpost. Durch Vermittelung des Kaiserlich Deutschen General-
Konsulats für Australien zu Sydney ist ein Flaschenpostzettel eingegangen,
welcher von Bord S. M. S. „Sophie“ am 28. Mai 1889 um 12* 30" Mittags auf
der Reise von Port Phillip nach Auckland über Bord geworfen worden ist.
Dieser Zettel ist am 11. Februar 1891 um 11*30“ Vormittags von einem
Mr. Alexander Mitchell 3 Sm in Süd von der Byron-Bucht in New South
Wales aufgefunden worden.
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 622 Tagen
ca 835 Sın nach rw. N 58° 21‘ W zurückgelegt.
‚West Coast of Hindostan Pilot“, 1880, Seite 7 und „Indian Ocean Directory“, 1882,
Seite 106.
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Diesem Hefte ist eine Karten-Skizze des Treibeises bei Neufundland
während der Zeit von Anfang Mai bis Ende Juni d. J. beigegeben.
Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn
Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei
Berlin, Kochstraflse 68—70.