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Kleine Notizen.
im Gehänge zerbrach und an Deck fiel. Mittags traten die Reise an; Nach-
mittags spürten noch einige leichte Seebeben. Obgleich sich die Einwohner
Pisaqguas auf ein Austreten des Meeres (Fluthwelle) gefalst hielten, so war doch
in den ersten Stunden, bis zu unserer Abfahrt, kein Unterschied im Niveau des
Meeres wahrzunehmen.
e) An Bord der Brigg „J. H. Lübken“, Kapt. E. J. Schoone, beobachtete
man auf der Reise von San Jose de Guatemala nach Champerico, längs der Küste
segelnd, am 6. August 1889 während eines von 9 bis 11 Uhr Abends statt-
findenden Chubascos, in welchem der Wind die Stärke 11 erreichte, heftige
Seebeben.
f) Auf der Reise von San Francisco nach England beobachtete man in
195° S-Br und 17,2° W-Lg an Bord der Bark „Olga“, Kapt. M. Bull, am
11. August 1889 von 9* a.m. bis 9* 45” starkes Zittern und Beben des Schiffes,
welches sich während dieser Zeit in Zwischenräumen von etwa je 5 Minuten
wiederholte. Beständiger frischer ESE-Wind und heiteres Wetter.
g) An Bord des Vollschiffes „Carl“, Kapt. E, Backhaus, auf der Reise
von Frederikstad nach Melbourne, verspürte man am 13. August 1889 in 0,8° S-Br
und 20,9° W-Lg um 6" p. m. plötzlich eine 10 Sekunden anhaltende Erschütterung
des Schiffes. Es war aulenbords nichts zu sehen. Der Wind war SE, mälsig,
und heiterer Himmel.
h) Auf der Reise von Hongkong nach Callao, im Nördlichen Stillen Ocean,
in 41,3° N-Br und 151,4° W-Lg beobachtete man an Bord der Bark „Dorothea“
am 3. September 1889 ein Seebeben, worüber Kapt. H. Th. Möller, wie folgt,
berichtet: Mälsiger beständiger E-Wind. Um 8* p. m. verspürten ein Seebeben
von 1 Sekunde Dauer, dafs das Schiff in seinen Fugen krachte.
i) An Bord der Bark „Don Juan‘, Kapt. W. Wenhold, beobachtete
man am 16. Oktober 1889 um 8* 40” p.m. im Hafen von /quique ein Erdbeben
von 5 Sekunden Dauer, wobei das Schiff und die Ankerkeite so stark erschüttert
wurden, als wenn das Schiff mit dem Anker triebe. Es wurde dies Erdbeben
auch am Lande bemerkt.
k) An- Bord des Dreimastschoners „Dona Kvelina‘, auf der Reise von
Hamburg nach Punta Arenas C. R., berichtet Kapt. G. Tooren am 16. November
1889 in 39,6° S-Br und 52,8° W-Lg: Um 9" p.m. wurde eine eigenthümliche
Erschütterung, ein Zittern im ganzen Schiffe wahrgenommen, welches ca eine
halbe Stunde anhielt.
1) An Bord der Bark „Banco Mobiliario‘, Kapt. H. Warmuth, auf der
Reise von /quique nach Hamburg begriffen, bemerkte man in 6 bis 8 Sm Ent-
fernung von der chilenischen Küste am 22. November 1889, 9% Abends eine
ziemlich starke, ca 7 bis 8 Sekunden anhaltende Erschütterung; es war zur Zeit
Windstille,
m) Auf der Reise von Buenos Ayres nach Iquique, in 26,8° S-Br und
73,7° W-Lg, wurde an Bord der Bark „Diamant“, Kapt. H. Steffens, am
24. November 1889 um 10* a. m. ein unterirdisches Getöse, wahrscheinlich von
Erdbeben herrührend, wahrgenommen. Wind zur Zeit beständig aus SSE 3 bis 4;
Himmel bedeckt.
n) Kapt. J. H. Stege von der Bark „Pallas“, auf der Reise von Rocking-
ham nach London, berichtet am 7. Oktober 1890 in 4,8° S-Br und 18,2° W-Lg
folgendermafsen: Um 8* p. m. verspürten drei ziemlich heftige Erschütterungen
des Schiffes von einigen Sekunden Dauer, wovon die letzte die heftigste war;
um 9* p. m. wieder eine einmalige Erschütterung, welche noch heftiger war als
die vorhergehenden. Beständiger SE-Passat und heiterer Himmel.
o) An Bord des Dampfers „Habsburg“, Kapt. G. Thumann, auf der
Reise von Colombo nach Adelaide, beobachtete man am 8. Oktober 1890 um
10" 20” p.m., in 2,9° S-Br und 86,7° O-Lg, ein wenige Sekunden dauerndes See-
beben, wovon das Schiff leicht erschüttert wurde. Wind beständig, SSW 4 bis 3,
leicht wolkiger Himmel.
p) Durch Vermittelung des Norwegischen Meteorologischen Instituts in
Christiania erhielt die Seewarte folgenden Bericht des Kapt. Knudsen vom
norwegischen Dampfer „Porro‘“: Am 15. Januar 1891 längs der Nordküste von
Afrika ostwärts steuernd, verspürten wir um 4* 7” a, m. Bordzeit auf der Höhe
von Kap Scherschell, ungefähr 6 Sm vom Lande entfernt, eine eigenthümliche