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Die Gezeitenkonstanten in Finschhafen.
als Bleistiftkurve auf einem durch Uhrwerk geführten Papierstreifen im Verhält-
nifs 20,456:1 markiren.®) Vorzüge des Apparates sind: Einfachheit der Kon-
struktion, daher leichte Reparatur, und vollkommen genügende Genauigkeit.
Von Nachtheilen sind besonders hervorzuheben: Versanden des Schwimmerrohres
und Stillstand infolge der sehr häufigen Erdbeben. Dazu kam, dafs der Schreib-
stift nicht immer gehörig im Stande gehalten wurde und das treibende Uhrwerk
eine sorgfältige Kontrolle nur in den ersten Monaten, besonders zur Zeit der
Anwesenheit des Herrn Dr. Schrader, erfuhr, später aber nur sehr wenig
beaufsichtigt wurde, auch direkte Zeitbestimmungen ganz unterblieben; endlich,
dafs die Vergleichsablesungen am Pegel allmählich ganz wegfelen und dieser
selbst von den Wellen fortgespült ward, wodurch jede Beziehung zwischen Kurve
und wirklichem Wasserstand aufhören ınulste. Aufserdem zeigten sich anfangs
mehrere, aber nur kleine Lücken von einigen Stunden, die leicht graphisch aus-
gefüllt werden konnten; vom Frühjahre 1887 ab mehren sich jedoch die Lücken
an Zahl und Gröfße recht erheblich. All diese Umstände und noch einige nicht
erwähnte kleinere werden es begreiflich erscheinen lassen, dafs von den über
mehr als zwei Jahre sich erstreckenden Aufzeichnungen leider sehr viele sich
als untauglich erwiesen, und dafs selbst die Resultate dieser Auslese, wenn auch
relativ ziemlich gut, so doch, absolut genommen, die sonst erreichbare Genauig-
keit leider nicht gewährt haben.
Die angewendete Reduktionsmethode und Bezeichnungsweise ist die der
harmonischen Analyse für längere Beobachtungsreihen, wie sie von Herrn Prof.
Dr. Börgen, der auch in dankenswerther Weise durch private Mittheilung manche
Anregung gab, in den „Ann. d. Hyär. etc.“ 1884 auseinandergesetzt worden ist.
Danach ergeben sich folgende Werthe:
Finschhafen. Ebbe-Fluthkonstanten.
Anfang 1886 Juni 11.
Endtermin
1887 Februar 25
1887 Februar 4
1887 Januar 26
1886 November 20
1886 Oktober 4
Tide
Sı
So
Sa
Sa
Si
Sa
Mı
AK
M6
Ma
Kı
Ko
.
Y:
A
1
RN
0,0768 m
0,0955
0,0018
0,0031
0,0016
0,0004
5
z
|
|
0,0119 m
0,0686
0,0060
0,0080
0,0061
0,0004
>
}
0,2279 m
0,0018
0,0580 m
0,0125 m
HH
wie R
0,0080 m
0,0680
0,0059
0,0079
0,0059
0,0004
0,2546 m
0,0023
0,0702 m
0,0124 m
k
x
72,49°
123,54
237,62
272,50
334,45
151.40
150,12°
300,79
147,85
312,63
178,57
45,00
219,00°
253.30
124.91°
76.67°
wie E
101,96°
75,19
169,45
211,43
221,77
2292,61
204,52°
45,07
271,836°
119,89°
6) Vgl. Die Ergebnisse der deutschen Polarstationen II. S. XLIX. Beabsichtigt war das
Verhältnifs 20:1,
7) Bei einer auf Anregung des Herrn Geh,-R. Prof. Dr. Foerster angestellten, allerdings
nur kurzen Versuchsrechnung haben sich für die R und H als wahrscheinliche Fehler die Werthe:
+ 0,0017 für die Tide ”
4 0,0014
+ 0,0038
4 0,0047
+ 0,0036
ar eben.