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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Die Gezeitenkonstanten in Finschhafen. 
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schnell, sodafs in geringer Entfernung vom Ufer bei 183 m kein Grund gelothet 
wurde. Die vorliegende Bismarck- und Salomon-See, wie sie nach den Be- 
grenzungsinseln benannt werden könnten, weisen nach den Messungen des 
„Challenger“ und der „Gazelle“ Tiefen von mehr als 2000 m auf bei Temperaturen 
von etwa 28° €. an der, Oberfläche und 1,8° bis .2,0° C. am Boden. Auch die 
Verbindungsstrafßsen dieser Meerestheile mit dem offenen Ocean zeigen erhebliche 
Einsenkungen, sodafs sich der Fluthwelle ein genügend freier Zugang darbietet.?) 
Madang- oder Holzinsel. 
1:3000 
(Höhen in Metern.) 
nach 
Salanagka? 
257 
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Von Meeresströmungen wurde ein Zweig des südlichen Aequatorialstromes 
aus SE mit einer wechselnden Geschwindigkeit von 50 bis 100 Sm in 24 Stunden 
konstatirt.®) 
Bei den Winden sind zwei Hauptrichtungen zu nennen: SE—SSW und 
NW, von denen erstere im 2 bis 4. Quartal vorherrscht; bei NW-Monsun ist 
nach den Beobachtungen des Herrn Dr. Schrader das Mittelwasser durch Wind- 
stau um 20cm höher als sonst.*) 
Die Niederschlagsmenge beträgt nach Herrn Dr. von Danckelmann 
ca 3000 mm im Jahre, ist also noch für tropische Verhältnisse eine ziemlich 
erhebliche. An irgend welchen Flüssen mangelt es bis auf kleine Bäche gänzlich, 
Gleich bei der Gründung der Niederlassung wurde ein nach den Angaben 
des Herrn Dr. Schrader konstruirter Mareograph neben einem Pegel an der 
Südspitze der Insel, wo der Wellenschlag abgehalten ist, aufgestellt. Ein Höhen- 
fixpunkt befindet sich 43 m nördlich und 3,300 m über Mittelwasser (= Pegel 40). 
Auf der Hauptinsel, Neu-Guinea selbst, ist 273m nach SW von jener Marke der 
Observationspunkt (147° 50,0‘ Ost v. Gr. und 6° 33,6‘ S-Br) mit 8,869 m über 
Pegel 40, also 5,569 m über dem Höhenfixpunkt, festgelegt.®) 
Der Apparat besteht im Wesentlichen aus einem Schwimmer, dessen Be- 
wegungen sich durch Uebertragung mit Hülfe von Zahnrädern und Zahnstange 
2) Krümmel: „Handbuch der Oceanographie“, II, 46; Bericht S. M.S. „Gazelle“; Spry: 
„The cruise of H. M. S. , Challenger“, London 1876; Br. Adm.-Karte 2766. 
3) Krümmel: a. a. O. II, 485, 487; „Ann. d. Hydr.“ 1885, Seite 202, 
4) „Ann. d. Hydr.“ 1887, Seite 269. Vgl. auch den Original-Situationsplan von Finschhafen 
im Archiv der Neu-Guinea-Kompagnie und Meteorol. Journal ebenda. 
5) Angaben nach dem in Anm, 4 erwähnten Plane. 
Ann. d. Hydr. ete., 1891, Heft YIL
	        
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