Kleine Notizen.
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mul man die rothe Tonne No. 6° im Kerkenah-Kanal ansteuern; letztere liegt
31% Sm in rw. SSO von Sidi Mansour. Von hier steuere man nach der schwarzen
Tonne No. 7 und dann in derselben Richtung noch 1’ Sm weiter; alsdann er-
blickt man querab in St-B. in rw. SO das Kap bei Burj el Kzar, welches wie
eine Tafel über dem Horizont erscheint. Von hier ab mufs man mit Hülfe des
Lothes den Ankerplatz dieses Ortes aufsuchen, welcher ca 2 Kabllg. westlich
von Burj el Kzar entfernt ist, .
3. Bemerkung über Witterungsverhältnisse an der Küste von
Süd-Dalmatien und Montenegro, Adriatisches Meer. („Hydrographische
Nachricht“ No. 12/66, Pola 1891.) Nach einem Berichte des Kommandanten des
österreichisch-ungarischen Schiffes „Kerka“, Linienschiffs-Lientenant Constantin
Ritter von Görtz, pflegt an der Küste von Süd-Dalmatien und Montenegro
die regelmäfsige NW-Briese in den Sommermonaten nach thaureichen Nächten
auszubleiben und durch südliche Winde ersetzt zu werden. Jederzeit deutet eine
plötzliche und auffallende Vermehrung des NW-Stromes auf baldiges Eintreten
von Scirocco hin.
4. Bemerkungen über die Strömungen im Chinesischen Meere.
(„Hydrographische Nachricht“ No. 13/84, Pola 1891.) Nach einem Berichte des
Kommandanten des österreichisch-ungarischen Schiffes „Zriny“, Freg.-Kapt.
Wladimir Khittel waren die Strömungen im Chinesischen Meere!) nicht immer
den Angaben der Segelhandbücher und Karten entsprechend und weichen be-
sonders westlich der Paracel-Inseln bedeutend von den Aufzeichnungen der
Mauryschen Karten ab, indem dieselben nur schwach und südlich gerichtet waren,
indefßs sich die wichtigen SW-Strömungen erst südlich von Pulo Condore ein-
stellten.
An der chinesischen und koreanischen Küste ‚waren es vor Allem die
Gezeitenströmungen, welche ein eingehendes Studium erforderten und gerade in
dieser. Hinsicht waren die Angaben in den Segelhandbüchern ungenügende und
vielfach unzutreffend. So sind z. B. die Gezeitenverhältnisse zu Chimulpo be-
deutenden Schwankungen unterworfen, auch haben die Grundverhältnisse dieses
Hafens bedeutende Aenderungen erfahren.
5. Bemerkungen über die Gilbert-Inseln, („Notice to Mariners“
No. 12,241, Washington 1891.)?) Der Führer der Bark „Helen W. Almy“,
Kapt. J. F. Luttrell, macht über die G7lbert-Inseln folgende Mittheilungen:
Die Passatwinde wehen hauptsächlich vom Monat Mai bis zum Monat
September aus ESE, stark im August und September.
Heftige Stürme, vom Charakter der Taifune, kommen nicht vor, ebenso
wenig ist etwas über Erdbeben in Erfahrung gebracht,
Heifst man irgend eine Flagge im Vortopp, gleichviel bei welcher Insel,
so kommt ein Lootse an Bord. Eingeborenen Lootsen kann man vertrauen, nur
mufß man, wenn man in die Nähe des Ankerplatzes kommt, auf das rechtzeitige
Bergen der Segel achten, da dieses die Lootsen stets vergessen.
Taritari-Insel.*) Man thut gut, sich dieser Insel aus südlicher Richtung
zu nähern; wird sie jedoch aus östlicher Richtung angesteuert, so halte man
sich frei von der Brandung an der SW-Spitze der Insel, steuere:‘ dann auf die
südliche und beste Passage zu und heiße im Vortopp die Flagge für den
Lootsen.
Auf der Insel sind zu mäfsigen Preisen Lebensmittel jeder Art zu haben.
Frisches Wasser erhält man in Butaritari zum Preise von 1 Cent per Gallone
(ca 4,51). Der König wohnt auf der Insel Butaritari.
Eine deutsche Faktorei befindet sich auf der Insel nicht. Das in der
Segelanweisung bei der Einfahrt in die Lagune erwähnte weiße Haus war in
den letzten 10 Jahren nicht vorhanden (vergl. auch „Ann. d. Hydr. etc.“ 1890,
1) „Indian Archipelago etc. Directions“ 1889, Seite 608, 1290 und 1329; „China Sea Directory“
Vol. III, 1884, Seite 20; „China Sea Directory“ Vol. IV, 1884, Seite 58,
2) Vergl. auch „Ann. d. Hydr. etc.“ 1890, Seite 88 bis 92 und 1887, Seite 170 und 171.
%\ _Pacifie Islands“, Vol. II, 1885, Seite 75.