Die Verwerthung von Sternbedeckungen für die Chronometerkontrole auf See. - 9243
Beobachtungen jenes Institutes zu schicken und mich somit in den Stand zu setzen,
zu untersuchen, wieviel in den Fehlerbeträgen obiger Zusammenstellung auf
Rechnung der fehlerhaften Mondpositionen zu setzen ist,
Jahr
Datum
der
Beobachtung
1886 ı Januar 16
%
April 8
Oktober 16
November 12
1887
Dezember 18
Januar 6
»
März 2
»
März 8
Juli 16
August 12
Oktober 12
1888
September 14
Oktober 20
Februar 11
1889
September 16|
Ort
der
Beobachtung
Berlin
»
Triest
Hamburg
Greenwich
Oxford
Strafsburg
Palermo
Glasgow (US.
Straßburg
Greenwich
Berlin
Washington
Berlin
Göttingen
Stralsburg
Straßburg
Strafsburg
»
Windsor
(Austral.)
Greenwich
Windsor
(Austral.)
»
Greenwich
Bedeckung
von
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—11
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0,3
2,0
29
—2 | —14
‚+8 | +6
—>s +1
0,3 1,7
1,7 0,7
233 0,5
Eine kurze Ueberlegung lehrt nun, dafs einer kleineren Mondrektascension
ein späteres Eintreten des Phänomens entspricht oder mit anderen Worten, dafs
der Fehler in der Rektascension des Mondes sich in dem Sinne äufsern muß,
dafs, wenn der Tafelwerth des Nautical Almanac zu klein ist, die aus der Be-
deckung abgeleitete mittlere Greenwicher Zeit zu grofs ausfällt, d. h. in unserer
obigen Zusammenstellung ein negatives Vorzeichen zu erwarten ist. Bei der
Berücksichtigung eines Fehlers in der Deklination ist es nicht einerlei, ob der
Stern den Mond in seiner nördlichen oder südlichen Hälfte passirt, ob die Sehne
grofs oder klein ist und endlich ob der Eintritt oder der Austritt beobachtet
worden ist. Nach welcher Seite hin nun ein Deklinationsfehler sich geltend
macht, ist in jedem einzelnen Falle durch Anschauung zu entscheiden. Wenn
z. B. die Nordpolardistanz des Mondes im Nautical Almanac zu groß angegeben
wäre und der Stern den Mond in seiner nördlichen Hälfte passirte, so würde
dadurch die Greenwicher Zeit des Eintrittes zu grofs, des Austrittes zu klein aus-
fallen, und es würde demnach für den Eintritt ein negativer, für den Austritt ein
positiver Fehler in unserer Zusammenstellung zu erwarten sein, dessen Betrag
von der Entfernung, in welchem der Stern den Mondmittelpunkt passirt, abhängt,
Wäre dagegen bei denselben anderen Verhältnissen die Nordpolardistanz des