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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

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Von Australien nach der Westküste von Nordamerika und zurück, 
wird, wieder durch nördliche Winde sehr zurückgehalten; 7 Tage von 30° S-Br 
bis 24° S-Br. SE-Passat bis 18° S-Br meistens nördlich, später südlich von E, 
am frischesten zwischen 15° und 10° S-Br. In 2° N-Br holt der Wind durch S 
nach SSW und weht aus dieser Richtung ziemlich beständig bis 9° N-Br. 
2516. „Rohilla“, Kapt. P. Breckwoldt, 1885 September 10 von 
New-Castle nach Mazatlan, 59 Tage Reise. Passirt nördlich von Newu- 
Seeland. Wäre von hier aus gern südlicher gegangen, wenn es nicht durch 
anhaltende südliche Winde daran verhindert worden wäre, macht trotzdem auf 
der ersten Strecke ziemlich gute Fahrt. SE-Passat von 19° S-Br in 106° W-Lg 
bis 6° N-Br, bis zur Linie ziemlich schral, steif. Monsun aus SW bis NW von 
6° bis 12° N-Br, NE-Passat von 13° Nord bis 18° N-Br, Stärke 3 bis 4; später 
Wind NW bis N, leicht. 
Die Route war entschieden besser gewählt als die der „Atalanta“. 
2688. „Malvina“, Kapt. Fr. Dabbert, 1886 März 1 von Melbourne 
nach Corinto, 65 Tage Reise. Auf der Route Süd von Neu-Seeland bis 
31° S-Br und 112° W-Lg fast immer frischer günstiger Wind, so daß diese 
Strecke in 32 Tagen zurückgelegt wird. Dann Aufenthalt, erst durch einen 
2 Tage anhaltenden orkanartigen Sturm, den es am 2. und 3. April in 30° S-Br 
durchzumachen hat,!) später durch nördliche Winde an der Grenze des SE-Passat- 
gebietes. Passat bis 16° S-Br nördlich von E, später raumer, aber erst nördlich 
der Linie SE und südlicher. Nördlich von 4° S-Br Passat flau und unbeständig, 
mitunter still. In 4° N-Br holt der Wind durch S nach SW und W und steht 
ziemlich frisch wehend bis 9° N-Br durch. Unter der Küste ESE-Briese. 
2878. „Pallas“, Kapt. J. H. Stege, 1886 November 4 von New- 
Castle nach Mazatlan, 80 Tage Reise. Nimmt die Route südlich von Neu- 
Seeland. Auf erster Strecke normaler Verlauf der Reise, dagegen Aufenthalt 
durch Mallung und flaue N-Winde an der polaren Grenze des SE-Passats. SE- 
Passat von 26° S-Br bis 7° N-Br, meistens leicht, bis 13° S-Br ziemlich schral, 
doch kann das Schiff immer einen Kurs östlich von N vorliegen. Zwischen SE- 
and NE-Passat keine Stille. Südgrenze des NE-Passats in 8° N-Br und 106° W-Lg, 
Wind leicht, schral. „Pallas“ wendet in 20,5° N-Br dem Lande zu und hat mit 
dem bald durch N nach NW holenden Winde keine Schwierigkeit, den Hafen 
auf einem Buge zu erreichen. | 
2803. „Gerd Heye“, Kapt. H. Hamer, 1886 Dezember 2 von 
Melbourne nach Corinto, 66 Tage Reise. Die Route wird südlich von 
Neu-Seeland genommen und ist im Ganzen gut gewählt. SE-Passat von 28° S-Br 
in 90° W-Lg bis 3,5° N-Br; Richtung E bis SE, bis 6° S-Br frisch bis steif, 
später leicht. Von 3,5° N-Br bis unter die Küste bei Kap Blanco Wind westlich, 
Mallung, dann steifer NE-Wind (Papagayo). 
3022. „Ferdinand Fischer“, Kapt. D. Kruse, 1886 Dezember 23 
von New-Castle nach San Francisco, 70 Tage Reise. Trifft anfänglich 
viel Ostwind und geht deshalb Süd von Neu-Seeland, was unter diesen Umständen 
auch das Richtigste war. SE-Passat von 32° S-Br und 125° W-Lg bis 7° N-Br, 
bis 5° S-Br immer so schral, dafs Nordkurs nicht eingehalten werden kann; 
nördlich der Linie Windrichtung am südlichsten. NE-Passat von 10° N-Br und 
128° W-Lg bis 34° N-Br; Windrichtung bei Weitem nicht so schral, wie im 
Sommer. 
Bemerkung des Kapitäns: „Februar 28 wechselten Signale mit der nor- 
wegischen Bark „Carl Pihl“, von New-Castle nach San Diego, welche die Route 
zwischen den Inseln hindurch genommen und zur Zeit 83 Tage Reise hatte 
(„Ferdinand Fischer“ 68 Tage).“ 
„Das englische Schiff „Lord Raglan‘“, welches zur selben Stunde mit uns 
New-Castle verliels und die Route zwischen den Inseln durch nahm, langte mit 
uns auch zur selben Stunde in San Francisco an; dagegen hatte ein anderes nach 
San Francisco kommendes Schiff auf dieser Route 9% Tage Reise.“ 
2859. „L. Hagen“, Kapt. O0. Busch“, 1887 Januar 29 von Melbourne 
nach Puget Sound, 90 Tage Reise. Geht bei dem auf der ersten Strecke 
angetroffenen Ostwinde gleich südlich von Neu-Seeland und gewinnt gegen 
„Carl Both“, der einige Tage später Melbourne verläfst und durch die Cook- 
'" Siehe „Annalen“, Jahrgang 1887, S. 208.
	        
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