Von Australien nach der Westküste von Nordamerika und zurück.
zunächst bis 20° S-Br aus E bis ESE mit der Stärke 4 bis 5 durchsteht und
dann in einem Orkan endet.
„März 6 in 21,5° S-Br und 171,5° W-Lg. Drohende Luft, ziemlich harte
Böen mit starkem Regen. Befürchteten, in der Bahnlinie eines südwärts ziehenden
Orkans zu sein, konnten aber wegen der Nähe des Landes nicht lenzen, sondern
sahen uns genöthigt, unter Sturmsegeln beizudrehen. Nachts Wind aus E bis
ESE zum Sturm zunehmend.“
„März 7 um 6* a. m. mit voller Wucht einsetzender Orkan aus ESE,
fürchterlich hohe, durcheinander laufende See; das Deck ist beständig unter
Wasser. Das Barometer fällt noch immer sehr schnell. Grofs- und Kreuzmars-
stänge und Vorbramstänge gehen über Bord. Um 9*a. m. raumt der Wind bis
SEzS, schralt aber wieder bis ESE weg. Um 5* p. m. erreicht der Orkan seine
zrößte Heftigkeit, Luft und Wasser sind nicht zu unterscheiden, und keine Schiffs-
länge weit ist zu sehen. Die Seen brechen von allen Seiten über das Schiff.
Um 6" p. m. beginnt der Wind abzunehmen, und von 7% bis 9* p. m. ist es
nahezu windstill bei klarem Wetter; dann kommt leichte westliche Briese durch,
die gegen 1* a. m. am 8. März wieder zum Sturm anwächst. Luft bezogen,
zeitweilig im Zenith einzelne Sterne durchscheinend. Nach Sonnenaufgang
besserte sich das Wetter, so daß wir im Stande waren, die Takelung zu klaren
und einige Segel zu setzen. Niedrigster Barometerstand gegen Ende des Vor-
überganges der centralen Windstille 725,7 mm.“
Nach einer Fortsetzung des Passats von 21° Süd bis 16° S-Br mit Winden
aus SE bis NNE von Stärke 2 bis 6 folgt am 16. März ein zweiter Orkan.
„März 13 in 176° S-Br und 169,5° W-Lg. Befürchteten nach den vor-
bandenen Anzeichen ein herannahendes Unwetter, welches für das Schiff in
seinem jetzigen Zustande gefährlich werden konnte; hielten deshalb, um demselben,
wenn möglich, auszuweichen und es an unserer St-B.-Seite passiren zu lassen,
vor den Wind. Wind SE5, Barometer fallend.“
„März 14 in 166° S-Br und 170,4° W-Lg. Wind ENE 5 bis 6, wilde,
unregelmäfsig laufende See, hohe nördliche Dünung.“
„März 15 in 164° S-Br und 170,5° W-Lg. Wind NE 5 bis 7, Böen mit
Regen; Barometer niedrig und allmählich noch mehr sinkend.“
„März 16 in 166° S-Br und 170,0° W-Lg. Nachts drohend aussehende
Luft, wilde, durcheinander laufende See, rasch zunehmender Sturm aus NE.
Drehten bei auf B-B.-Halsen. Vormittags heftiger Sturm aus NE mit orkanartigen
Böen; Luft ziemlich klar. Von Mittag bis 3* p. m. voller Orkan aus NE, be-
gleitet von heftigen Regengüssen und einer ungeheuer hohen und wilden Kreuz-
zee, welche fortwährend über das Schiff brach. Um 3* p. m. plötzlich für kurze
Zeit flau; der Wind raumte 4 Striche bis N, und das Barometer sprang auf.
Wir sahen das Sturmcentrum, in südlicher Richtung fortziehend, dicht hinter
dem Schiffe passiren. Nachdem der Sturm aus N für kurze Zeit mit voller Kraft
wieder eingesetzt, nahm die Windstärke allmählich ab, die Böen wurden weniger
heftig, und die Luft wurde klarer.“
(Dieselben beiden Orkane suchten die Samoa-Inseln heim, und war be-
kanntlich besonders der letzte für die Schiffe im Hafen von Apia von ver-
heerender Wirkung.)
Von 17° S-Br und 170° W-Lg bis 13° S-Br und 161° W-Lg Wind WNW
bis W, steif und beständig, allmählich abnehmend zur Stille von 13° Süd bis
5° S-Br leichter, unbeständiger Passat aus ESE bis ENE; von 5° Süd bis 1° N-Br.
Stille, nd abwechselnd leichte Winde aus allen vier Quadranten, am meisten
aus .
NE-Passat von 1° N-Br und 158° W-Lg bis 32° N-Br und 162° W-Lg
mäfsige Briese aus nicht sehr schraler Richtung, zuletzt durch E südlich holend.
Die Reise wird so sehr lang vornehmlich durch die sehr ungünstigen
Verhältnisse, welche das Schiff in südlichen Breiten und besonders in der Zone
des SE-Passats antraf, und ferner durch die Beeinträchtigung seiner Segelfähigkeit
infolge der erlittenen Havarien. Das Schiff passirt in Lee der Hawat-Insln.
14