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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

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Die Aenderungen des Luftdruckes während einer totalen Sonnenfinsternils, 
Später wurde diese „Aufforderung“ in sämmtlichen in norwegischen Küsten- 
städten erscheinenden Zeitungen, an die ich mich direkt gewandt hatte, ver- 
öffentlicht. 
Das Schema, ein einzelnes Blatt in Folioform, enthält auf dem oberen 
Rande der einen Seite Rubriken für den Namen und die Takelage des Schiffes, 
Heimathsort, Namen des Kapitäns und Beobachtungsplatz, oder, falls das Schiff 
unter Fahrt ist, einen besonderen Platz für Breite und Länge bei der ersten und 
bei der letzten Barometerablesung. Darunter kommt das eigentliche Beobachtungs- 
schema mit folgenden Rubriken: 
1. Zeit (a. Stunde, b. Minuten). 
2, Barometer (a. Thermometer, b. Abgelesene Höhe). 
3. Bemerkungen. 
Auf der Rückseite des Schemas steht obenstehende „Aufforderung“ ab- 
gedruckt. Etwas weiter darunter steht nachfolgende Bitte mit genügend freiem 
Platze zur Beantwortung der Fragen. 
„Sie werden gebeten, folgende vier Fragen zu beantworten: 
„1. Was für ein Barometer haben Sie benutzt? Aneroidbarometer oder 
Quecksilberbarometer? 
„2. Was für eine Theilung hat das Barometer? Millimeter, englische 
Zolle oder französische Zolle und Linien? 
„Anmerkung. Bei Millimetereintheilung mufs bis auf ein Zehntel Milli- 
meter, bei englischen Zollen bis auf ein Hundertstel Zoll, bei französischen Zollen 
und Linien bis auf ein Zehntel Linie abgelesen werden, mit anderen Worten: 
es müssen die Zehntel der kleinsten Theilstriche der Skala abgelesen werden. 
Beim Aneroidbarometer kann man dieses leicht nach dem Augenmafs thun, 
während man am Quecksilberbarometer nur direkt den Nonius abzulesen braucht. 
„3. Was für ein Thermometer hat das Barometer? Celsius-Thermometer, 
Reaumur-Thermometer oder Fahrenheit-Thermometer? 
„Anmerkung. Falls man annehmen kann, dafs die Temperatur des 
Barometers unter allen Beobachtungen unverändert bleibt, ist eine Thermometer- 
ablesung nicht absolut nothwendig. Hat man ein Thermometer, so lese man es 
jedoch ab und notire genau bis auf !/» Grad Celsius, '/2 Grad Reaumur, aber 
1 Grad Fahrenheit. 
„4. Nach welcher Zeit ist die Uhrzeit angegeben? Greenwich-Zeit oder 
Ortszeit?“ 
Dieses Schema wurde in 1000 Exemplaren gedruckt und im Laufe der 
Monate April und Mai 1886 an alle Hafenvögte im südlichen Norwegen und an 
die norwegisch-schwedischen Konsulate in den wichtigsten europäischen und über- 
seeischen Häfen, sowie an einzelne Schiffsmakler und Befrachtungs-Agenten in 
mehreren Exemplaren gesandt. 
Ich hatte die Freude, im Zeitraum vom 21. September 1886 bis 11. Januar 
1887 von folgenden 14 Schiffsführern, deren Namen in der Reihenfolge, in 
welcher die Berichte einliefen, in Tabelle 1 aufgeführt sind, Barometerbeob- 
achtungen zu erhalten. 
Als so lange Zeit verstrichen war, dals ich nicht auf mehr ausgefüllte 
Schemata rechnen konnte, unterwarf ich das von den 14 Schiffen vorliegende 
Beobachtungsmaterial einer vorläufigen Untersuchung, die jedoch zu keinem in 
die Augen fallenden Resultate führen zu wollen schien. Ich hatte auch nicht 
die nöthige Zeit, eine sorgfältigere Bearbeitung vorzunehmen, da ich sowohl da- 
mals, wie lange Zeit danach, mit anderen wichtigeren Arbeiten beschäftigt war. 
Erst im vorigen Jahre habe ich die Sache einer erneuten Behandlung unterzogen, 
wozu ich wesentlich durch ein Durchlesen folgender zwei Abhandlungen: „Resultate 
der meteorologischen Beobachtungen in Russland während der Sonnenfinsternils 
vom 19, August 1887“; bearbeitet von A. Schönrock (Repertorium für Meteoro- 
logie, Ba. XI, No. 2, St. Petersburg 1888), und „Untersuchungen über die 
tägliche Oscillation des Barometers“ von Dr. J. Hann (Band LV der Denk- 
schriften der mathematisch - naturwissenschaftlichen Klasse der Kaiserlichen 
Akademie der Wissenschaften, Wien 1889) veranlafst worden bin.
	        
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