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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Paranagua und Antonina an der Küste von Brasilien. :- 
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dem Meere, von hohen Bergen umschlossen ist, so kann der Wind sich nicht 
entfalten und nur als Seebriese eine gröfsere Stärke erlangen.‘ Der Barometer- 
stand schwaänkte zwischen 29,40° und 29,80° (unred.). Zur‘ Springzeit setzt 
gewöhnlich am Tage der Strom ein, und das Wasser steigt dann 2,7 m (9 Fuß), 
In der Nacht läuft um diese Zeit der Strom aus. Bei tauber Gezeit ist die 
Strömung sehr veränderlich und unregelmäfsig, mitunter innerhalb weniger 
Stunden bald ein-, bald auslaufend. 
Das Beladen meines Schiffes ging nur sehr langsam von statten, weil die 
Ladung nicht fertig war. Da dieselbe nach Montevideo bestimmt ‚war, so mulste 
sie ganz in Fässern verpackt werden. Nach Buenos Ayres wird der Mate auch 
vielfach in Seronen (getrockneten Häuten) verladen. Da sich der Mate bei der 
letzteren Verpackung fester zusammenpressen läfst, als bei der ersteren, mithin 
ein Packen viel schwerer ist, als ein Fafß von gleicher Gröfse, so nimmt ein 
Schiff von Mate in Seronen eine viel gröfsere Ladung ein, als von solchem in 
Fässern. „Sagterland“, ein Schiff von 126 Reg.-T., konnte daher dieses Mal 
auch nur 79000 Kilo einnehmen, während auf einer früheren Reise für Buenos 
Ayres 89000 Kilo Mate geladen worden waren. 
Die Schiffe, welche von Antonina eine Reise antreten, müssen zum Aus- 
klariren und zur Empfangnahme des Gesundheitsattestes u, 8. w. Paranagua an- 
laufen, wodurch ihnen noch einige Mehrkosten erwachsen. Für „Sagterland“ 
betrugen die Hafen- und Lootsengelder in beiden Plätzen zusammen 225 000 Reis. 
Am 12. November- segelten ‚wir bis innerhalb der Barre und ankerten 
unter der Nordküste der Insel do Mel, Das Wetter hielt sich fortwährend 
regnerisch, so dafs kaum so viel Zeit vorhanden war, die Segel zu trocknen. 
Dabei wehte ein frischer Wind von E bis SSW, der eine hohe See auf der 
Barre erzeugte und so. ein Auslaufen verhinderte, Erst am 20. November, nach- 
dem Tags zuvor leichte umlaufende Winde geweht hatten und die See sich infolge 
dessen beruhigt hatte, gelangten wir mit frischem SSW-Winde um 12 Uhr 
Mittags über die Barre und zwar dieses Mal durch den Nordkanal, in welchem 
ich nicht weniger als 7,3 m (4 Fad.) Wasser vorfand.“ 
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