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Das Klima Helgolands.
Mittlere tägliche
Temperaturschwankung
an
heiteren trüben
Tagen
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober 3,8 3,8
November 3,8 3,2
Dezember 4,2 3,4
Jahr 6,5 4,3
36
3,ö
3,8
4,6
5,9
6
Quotient
0,34
0,74
0,60
0,62
0,68
9,65
9,60
0,50
0,62
0,87
0,54
0,50
0,66
Hiernach ist also selbst im Durchschnitt die Temperaturamplitude an
einem heiteren Tage um die Hälfte gröfser als an einem trüben Tage, im
August sogar doppelt so grofs. Im Binnenlande ist aber dieser Unterschied noch
viel bedeutender. Dafs er auf Helgoland nicht gleich grofs, mufß neben dem oben
besprochenen abstumpfenden Einflufs des Meeres auch dem gröfseren Feuchtig-
keitsgehalte zugeschrieben werden, welcher selbst an heiteren Tagen die Strahlung
und damit extreme Erwärmung und Erkaltung zu mindern vermag.
Der jährliche Verlauf der Tagesamplitude ist an den verschiedenen
Stationen sehr übereinstimmend, indem dieselbe vom Winter zum Frühsommer
schnell zu- und dann nach dem Winter hin langsam abnimmt. Ein Unterschied
zeigt sich vielleicht darin, dafs bei Helgoland auch hierin eine Verspätung der
Extreme eintritt, die aber den Küstenstationen gleichfalls zu eigen sein scheint:
die gröfste tägliche Schwankung fällt im Binnenlande auf den Mai, an der
Küste und auf Helgoland erst auf den Juni, die kleinste zeigt sich im Binnen-
Jande allgemein im Dezember, an den Küsten meist erst im Januar und auf
Helgoland sogar erst im Februar.
Auffallender noch als durch die täglichen Extreme macht sich das See-
klima Helgolands in den täglichen periodischen Temperaturänderungen
bemerkbar. Zur Darstellung derselben konnten nur die täglich dreimaligen
Terminbeobachtungen benutzt werden. Dieselben erfolgten bis zum Jahre 1886
um 6a, 2p, 10p, seitdem jedoch 7a, 2p, 9p. Dieser Wechsel wirkt inso-
fern störend, als die Morgen- und Abendtermin-Mittel nicht für den ganzen
Zeitraum gebildet werden konnten, zumal eine Reduktion der 7 a- und 9 p-Werthe
auf die 6a- und 10 p-Mittel ohne geeignetes Beobachtungsmaterial nicht ange-
zeigt erschien. Es wurde daher für diese Frage nur das Dezennium 1876/85
zu Grunde gelegt. Der tägliche Gang, soweit er nur aus den drei Terminen
6a, 2p, 10p ersichtlich, dürfte jedoch trotz des kürzeren Beobachtungszeitraums
keine wesentlichen Unrichtigkeiten zeigen.
Tabelle V,
Tempyeraturmittel für die einzelnen Termine.
Helgoland
An
an
(On
Jan. 1,6 2.1 1,8
Febr. 2,1 2.9 },4
März 2,3 4,0 2,6
April 51 7,7 5,5
Mai 8,8 11,2 8“
Juni 13,1 15,4 12,2
Juli 15,3 17,6 15,2
Aug. 15,6 17,9 15,7
Sept. 13,5 15,5 14,0
Okt, 2,8 10,9 10,1
Nor. 5,6 6,3 5,8
Dez. 3,0 3,4 3,1
Jahr 3.0 9,6 8.2
AToldor”
RR
IC
5,0
8 8
18 5,5
54 10,5
a3 14,2
(3,5 18,3 PP
5,9 20,0 15,4
5,0 19,8 15,1
‚2,0 16,7 12,4
7,2 10,9 7,8
2,9 5,2 3,5
0,4 1,7 0,8
nn 10.4 „9
{annover
LOn
Am
C
3
1
& 165
42 20» .
15,7 220 16,6
15,0 212 16,0
121 181 182
76 123 8,7
3,2 5,9 3,9
12 2,8 16
78 49,1 8.2
Breslan
Dn
10p
—13 —34
05 —16
5 4,6 1,4
) 11,2 7,1
19 16,9 12,2
1.7 20,2 15,6
1 21,9 17,3
45 231,6 16,9
10,5 17,8 13,1
6.1 12,3 8,0
:6 4,7 2.4
—2,1 02 —15
5,5 10,9 7,8
a