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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Yon Australien nach der Westküste von Nordamerika und zurück. 
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zu kreuzen und benöthigt dann noch 12 Tage, um den Hafen zu erreichen. Der 
Passat scheint durch die Inseln gestört zu sein; er ist meistens flau, oft still, 
zeitweilig steif und böig. 
1606. „Hercules“, Kapt. H. Blefs, von New-Castle 1881 Sep- 
tember 3 nach San Francisco, 58 Tage Reise.‘ SE-Passat von 31° S-Br 
und 166° W-Lg bis 5° N-Br und 159° W-Lg; steif bis frisch, ziemlich schral, 
von 11° S-Br bis 0° Breite dermafsen, dafs das Schiff Länge zusetzen mufs. 
NE-Passat von 8,5° N-Br und 156° W-Lg bis 30° N-Br und 160° W-Lg, meistens 
nur leicht bis mäfsig und nicht sehr schral. 
Bemerkung des Kapitäns: „Es ist Schade, daß wir den SE-Passat so 
östlich antrafen, dafs es nicht möglich war, Länge gut zu machen und östlich 
von den Hawai-Inseln zu passiren, wodurch wir vielleicht den Aufenthalt durch 
Mallung in der Nähe der Inseln vermieden hätten. Ein englisches Schiff, welches 
3 Tage, und ein Amerikaner, welcher 14 Tage vor uns gesegelt war, kamen 
gleichzeitig mit uns in San Francisco an.“ 
„Hercules“ hätte 30° S-Br statt in 165° in 155° W-Lg schneiden und 
statt westlich von Raratonga zwischen dieser Insel und Zahiti passiren müssen. 
Dann wäre es ihm möglich gewesen, östlich von der Hawai-Gruppe zu bleiben 
und die Kalmen hinter den Inseln zu vermeiden. 
2705. „Libussa“, Kapt. H. Peters, 1886 Juli 14 von New-Castle 
nach San Francisco, 78 Tage Reise. Hat bis 180° Länge stets östlichen 
Wind, womit das Schiff südwärts bis 39° S-Br geht. Da hier der Wind sich 
für längere Zeit‘ in SE festsetzt, so wird es in der Durchsegelung der Cook- 
Straße, für welche es steuert, verhindert und geht deshalb nördlich von Neu- 
Seeland, was in Anbetracht der Jahreszeit und der späteren Wahl der westlichen 
Route durch das Passatgebiet auch das Rathsamste war. Abgesehen von diesem 
Aufenthalt auf der ersten Strecke ist der Verlauf der Reise gerade kein un- 
günstiger. Das Schiff trifft den SE-Passat frisch, obgleich es östlich von 
Tahiti und nahe den Paumotu-Inseln passirt. Die Hawai-Inseln läfst es mehr 
als 20° in Lee und hätte deshalb den Durchstecher gern etwas westlicher, in 
größerer Entfernung vom Paumotu-Archipel, machen können. Vom Passatgebiet 
nach San Francisco hält es sich der Jahreszeit angemessen gut nördlich, verliert 
aber dennoch 3 Tage durch Windstille. SE-Passat von 26° Süd bis 10° N-Br; 
keine Kalmen; NE-Passat von 10° bis 36° N-Br. 
2922. „Hannover“, Kapt. A. Beneke, 1886 Oktober 17 von New- 
Castle nach Humboldt Harbour, 55 Tage Reise. Trifft auf der ersten 
Strecke nördlich von Neu-Seeland eine gute Gelegenheit für die Fahrt nach 
Osten, selbst noch im Norden von 30° S-Br; SE-Passat von 24° Süd bis 8° N-Br 
und 150° W-Lg; Wind frisch bis steif, doch zwischen 18° und 15° S-Br 3 Tage lang 
durch Mallung unterbrochen, vielleicht bewirkt durch die Landnähe der Paumotu- 
Inseln zu luvwärts. Richtung bis 18° S-Br gut raum, so dafs beinahe NO-Kurs 
einzuhalten ist, was indessen das Schiff, da es zwischen Tahiti und Paumotu 
passirt, nicht ausnutzen kann; von 15° Süd bis 0° Breite nördlich von E, so 
dafs etwas Länge vergeben werden muls, später wieder raumer.: NE-Passat von 
9° Nord bis 23° N-Br, frisch, nicht sehr schral; das Schiff passirt ohne Mühe 
Ost von Hawai. 
2965. „Mazatlan“, Kapt. E. Leverkus, 1887 August 12 von New- 
Castle nach Honolulu, 67 Tage Reise. Hat zu Anfang der Reise Auf- 
enthalt durch stürmischen NE-Wind. Veranlafst durch anhaltenden südöstlichen 
Wind, * überschreitet‘ das Schiff den Parallel von 30° Süd schon in 163° O-Lg 
und passirt dann zwischen Neu-Caledonien und den Fiji-Inseln und östlich von 
den Gülbert-Inseln. SE-Passat von 32° S-Br und 160° O-Lg bis 6° N-Br ımd 
173° W-Lg; meistens frisch bis steif, mitunter zu steif, mehrmals jedoch durch 
Mallung gestört unter dem Einflufs von Landnähe. Richtung bis 11° S-Br gut 
raum, so dafs das Schiff bis dahin 20° O-Lg gut machen kann, von 10° bis 6° 
S-Br nördlich von E, dann wieder raumer. Von 6° N-Br bis 9° N-Br Mallung 
and Stille; starker Öststrom hier, der das Schiff in 8 Tagen 257 Sm ostwärts 
versetzt. NE-Passat von 9° N-Br und 167° W-Lg bis 30° N-Br und 171° W-Lg; 
ziemlich frisch, nicht sehr schral. Auf der Strecke, die das Schiff nördlich vom 
Passatgebiet zurückzulegen hat, um ostwärts segelnd die Länge von Honolulu
	        
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