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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Kleine Notizen. 
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S. M. Kreuz.-Korv. „Sophie“ auf der Reise von St, Louis auf Mauritius nach 
Melbourne am 12. Mai 1889 Mittags auf 39°4'S-Br und 126° 21‘ O-Lg über 
Bord geworfen und am 18. November 1889 von C. E. Cresswell beim Kap 
Woollamai (in ca 38° 34' S-Br und 145° 21,5‘ O-Lg) aufgefunden wurde. 
Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 190 Tagen 
889 Sm nach rw. N88° 4‘'O zurückgelegt. . 
Literarisches. 
Anleitung zur Bearbeitung meteorologischer Beobachtungen 
für die Klimatologie von Dr. Hugo Meyer, Assistent am Königl. meteoro- 
logischen Institut. Berlin, Verlag von Julius Springer 1891. 
In diesem Werke hat sich der Verfasser die Aufgabe gestellt, eine dem 
gegenwärtigen Stande der Meteorologie entsprechende Anleitung zur Bearbeitung 
meteorologischer Beobachtungen für die Feststellung des Klimas eines Landes 
zu Kefern. Er giebt nicht allein eine detaillirte, durch viele Beispiele erläuterte 
Anleitung, wie meteorologische Beobachtungen zu bearbeiten sind, um ein richtiges, 
ausgeprägtes Bild von dem Klima eines Landes zu liefern, sondern auch An- 
weisung, in welcher Weise diese Beobachtungen ausgeführt werden müssen, um 
geeignetes Material zur Ermittelung des Klimas zu erhalten, sowie fernerhin, 
wie dieses Material zu ordnen ist, um es durch etwaige spätere Beobachtungen 
ohne Wiederholung der vorherigen Arbeit ergänzen zu können. ; 
Im ersten, dem allgemeinen heil werden die Grundbegriffe und Methoden, 
welche aus anderen Disciplinen stammend, Anwendung in der Meteorologie 
finden, kritisch beleuchtet und die Prüfung des zu bearbeitenden Materials, sowie 
die Reduktion kurzer Beobachtungsreihen auf längere Perioden behandelt. 
Der zweite, der specielle Theil beschäftigt sich mit der Darstellung der einzelnen 
klimatischen Faktoren, entsprechend der strengen Anforderung des gegenwärtigen 
Standes der Meteorologie und handelt von dem Zusammenhang der Witterungs- 
verhältnisse aufeinander folgender Zeitabschnitte, sowie von der gegenseitigen 
Abhängigkeit der meteorologischen Elemente. 
Im ersten Theile werden zunächst die graphischen Methoden der Klima- 
tologie beschrieben; dann folgt im zweiten Kapitel eine Betrachtung derjenigen 
Werthe, welche einen charakteristischen Ausdruck für die einzelnen meteorolo- 
gischen Elemente darstellen, und von diesen Ausdrücken wird der vom Verfasser 
„Scheitelwerth“ benannte besonders hervorgehoben und auf die Wichtigkeit des- 
selben aufmerksam gemacht. Dieser Werth ist wesentlich anderer Natur als 
das arithmetische Mittel, welches bisher fast allein zur Anwendung kam. Unter 
Scheitelwerth wird derjenige Werth verstanden, um welchen sich die Kinzel- 
werthe einer längeren Beobachtungsreihe in der nach ihrer Gröfse geordneten 
Reihe am dichtesten schaaren, so dafs, wenn man vom Scheitelwerthe die Reihe 
nach beiden Seiten in gleiche Intervalle theilt, die dem Scheitelwerthe nächsten 
Intervalle mehr Einzelwerthe umfassen als die weiter abstehenden. Das dritte 
Kapitel handelt von der Fehlerrechnung und das vierte von der Besselschen 
Formel, der rechnerischen Interpolation und der Ausgleichung; im fünften wird 
die Prüfung eines gegebenen Beobachtungsmaterials auf dessen Gleichartigkeit 
und die Zurückführung kurzer Beobachtungsreihen auf längere besprochen und 
im sechsten Kapitel die allgemeinen Anforderungen an klimatologische Arbeiten 
behandelt. 
Die übrigen Kapitel sind den meteorologischen Elementen und ihrem 
Zusammenhange, sowie dem Zusammenhange der Witterungsverhältnisse aufeinander 
folgender Zeitabschnitte und den Klimagrenzen nebst Wetterscheiden gewidmet.
	        
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