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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Kleine Notizen. 
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Kleine Notizen. ) 
i. Segelanweisung für Santorin, Cykladen, Aegäisches Meer. 
(„Avis aux Navigateurs“ No. 218/127, Paris 1890). Nach einem Bericht des 
Kommandanten des französischen Schiffes „Seignelay‘“, Kapt. Conneau, können 
die Landmarken, welche für die Auffindung des Änkerplatzes von Santorin ®) 
bisher dienten, nicht mehr benutzt werden, da das nördlichste Haus von Athenous 
nicht mehr das früher so bezeichnete ist. (Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1885, 
Seite 246.) Um den Ankerplatz anzulaufen, mufßs man von der Spitze San Nicold 
auf den Berg Elias (rw.S43° O) zusteuern, und sobald man auf die Höhe 
der Nordspitze von Mikro Kamen gekommen ist, etwas nach St-B. halten, dafs 
man in die Deckpeilung der Nordspitzen von Mikro- und Neo Kameni kommt 
und -dann zwischen den zwei nördlichen Mühlen von 7Therasia einlaufen. Wenn 
man mit diesem Kurse den südlichen Rücken des Berges, welcher sich nördlich 
vom Neo Kameni-Krater befindet, über der kleinen Durchfahrt, zwischen den 
beiden vorher erwähnten Inseln sieht, befindet man sich auf dem Ankerplatze, 
2. Segelanweisung für Diego Garcia, Chagos-Inseln. („Hydro- 
graphische Nachricht“ No. 5/34, Pola 1891.) Nach einem Bericht des Komman- 
danten des österreichisch-ungarischen Schiffes „Saida‘, Freg.-Kapt. Josef Edlen 
Wachtel von Elbenbruck, sind die auf der Br. Adm.-Karte 920 (IX: 149) 
angegebenen rothen und schwarzen Tonnen in der Lagune von Diego Garcia ®) 
nicht mehr vorhanden und ist die Wiederauslegung derselben auch nicht be- 
absichtigt, weil solche zu wiederholten Malen vertrieben sind. In der ganzen 
Lagune befinden sich zur Zeit nur zwei Tonnen (vgl. „Nachr. f. Seef.“ 1886 No. 127, 
1889 No. 1681 und 1891 No. 594) und zwar eine rothe spitze Tonne auf 5,5 m 
Wasser rw. W’/N von Magistrates House zu Minni Minni und rw. NzW1!/2W von 
East Point, und eine schwarze spitze Tonne auf 4,1 m Wasser vw. N'/2W von 
East Point und rw. 0850140 von Marianne Point, um das Anlaufen des Anker- 
platzes bei Kast Point zu erleichtern. 
Schiffe, welche durch den Main Pass einlaufen, müssen. sich 3 Kabllg. 
östlich von West-Island halten und auf Marianne Point zusteuern, bis sie sich 
im Innern der Lagune auf 27,4 m Wasser befinden; das Aufsuchen der ver- 
schiedenen Ankerplätze in der Lagune bietet dann, mit Ausnahme jenes bei 
Fast Point, keine Schwierigkeiten, da genügend gute Peilobjekte zur Verfügung 
stehen. Das Aufsuchen des Ankerplatzes bei East Point ist ohne Lootsen schwierig, 
da viele Untiefen im Fahrwasser sind und kann nur bei schönem Wetter unter- 
nommen werden. Der Direktor der Ansiedelung auf Diego Garcia, ein gewesener 
Schiffsführer, führt auf Verlangen das Schiff gegen mäfsiges Honorar bis Hast 
Point, nur muß das Schiff, falls der Direktor nicht über genügend Boote ver- 
fügen kann, zwei bis drei Boote stellen, um die Untiefen zu bezeichnen, 
Der Ankerplatz bei East Point ist der sicherste und. bequemste in der 
ganzen Lagune und ist den Schiffen, welche sich in Diego Garcia längere Zeit 
aufhalten wollen, besonders zu empfehlen. Die „Saida‘“ lag dort 1'/ Kabllg. 
westlich von East Point auf 11,9 m Wasser; der Ankergrund bestand aus feinem 
Korallensand. 
Kohlen sind seit zwei Jahren nicht mehr vorrätbig; Holz und Kokosnuß- 
schalen sind stets in genügender Menge vorhanden und können, mit den Kohlen 
vermischt, recht gut als Heizmaterial verwendet werden. 
3. (D. S.) Tampico. Laut Bericht des Kapitäns G. Reefsing vom 
deutschen Dampfer „Croatia nehmen die Pfahldammbauten zur Verengerung 
und Vertiefung des Fahrwassers über die Barre von Tampico einen guten 
Fortgang; besonders ist der nördliche Damm schon eine gute Strecke hinaus 
1) Die mit (D. S.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen Seewarte eingesendet. 
3) „Mediterranean Pilot“ IV, 1882, Seite 102. 
3) „India Ocean Directory“, 1882, Seite 522 und „Sailing direetions for Mauritius etc.“ 
1884, Seite 32.
	        
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