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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Literarisches, 
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zu den Beschlüssen führten, sowie einzelner besonders interessanter und wichtiger 
Fragen, welche in den Berathungen zur Sprache kamen. Die übrigen Gegen- 
stände der Verhandlungen der Konferenz werden‘ nur ihrer Hauptabtheilung 
nach (die Gegenstände der Berathungen waren in 13. Abtheilungen gegliedert) 
angeführt und über einzelne kurze Bemerkungen hinzugefügt. Am Schlusse 
wird unter allgemeinen Betrachtungen über die Gestaltung .des. Seewesens, 
speciell desjenigen in Deutschland, der Errichtung einer obersten Seebehörde 
in Deutschland das Wort geredet, welcher die Regelung und Ueberwachung 
der das gesammte Seewesen betreffenden Fragen. zufiele. 
Wenn die Broschüre einerseits einen schnellen und guten Ueberblick 
über die Hauptergebnisse und Berathungen der. Washingtoner Konferenz giebt, 
so dürfte sie andererseits schon. der darin zur Sprache gebrachten wichtigen 
nautischen Fragen wegen für den Seemannskreis von besonderem Interesse sein. 
Kleine Notizen. ) 
1... Sturmwarnungs-Signale an den deutschen Küsten. Zur 
Ergänzung der im I. Hefte dieser Annalen Seite 40 veröffentlichten „Zusammen- 
stellung von Sturmwarnungs-Signalen“ fügen wir noch folgende auf das Sturm- 
warnungswesen an der deutschen Küste sich beziehende Bemerkungen bei: 
Das Signal „Ball“ bedeutet: „es ist ein Extra-Telegramm von der See- 
warte eingelaufen, welches das Vorhandensein einer atmosphärischen Störung 
meldet und zur Vorsicht mahnt. Siehe das Telegramm,“ ; 
Als Nachtsignal dient eine rothe Laterne, welche sämmtliche Tages- 
signale ersetzt, Solche sind von der Seewarte nur an denjenigen Orten einge- 
richtet, an welchen dieselben von besonderem Nutzen sein können, an den 
übrigen Orten reichen die Tagessignale im Allgemeinen aus. Gegenwärtig sind 
folgende Signalstellen mit rothen Laternen ausgerüstet: MNe/serland - Emden; 
Wilhelmshaven, Bremerhaven; Cuxhaven, Hamburg, Swinemünde, Pillau, Memel, 
Karolinensiel, Borkum, Aarösund, Friedrichsort und Norderney. 
Aufserdem sind an einer Anzahl derjenigen Signalstellen, welche von den 
Provinzial-Regierungen unterhalten und verwaltet werden, Nachtsignale in 
Anwendung. 
Schliefslich bemerken wir noch, dals an der Seewarte für das Umlaufen 
des Windes die Ausdrücke „rechtdrehend“ oder „Ausschiefsen“ (Drehung wie 
beim Uhrzeiger) und „zurückdrehend“ oder „Krimpen“ (Drehung entgegengesetzt 
wie beim Uhrzeiger) gebräuchlich sind. ) 
„Rechtsdrehend“ und „Linksdrehend“ ist nicht im Gebrauche. 
2. Strömung in der Japanischen Inlandssee. In der Enge zwischen 
den Inseln Uma Sima und Nagato Sima traf S. M. Knbt. „Wolf“ zeitweise einen 
Strom von 7 Kn Geschwindigkeit, während in der Karte nur 5 Kn verzeichnet sind; 
die Wirbel waren so heftig, dafs das Kanonenboot nur mit grofser Aufmerksam- 
keit und Anstrengung einigermafsen auf dem Kurse gehalten werden konnte. 
Der Kommandant, Kapt.-Lieut. Hellhoff, hält es für empfehlenswerth, unter 
yewöhnlichen Verhältnissen die nördliche Passage (Aogiseto) zu wählen. 
3. (D. S.) Die Strömung vor dem nördlichen Eingange der 
Makassar-Strafse und die Ansegelung letzterer von Norden im SW- 
Monsun. In dem meteorologischen Journale des deutschen Vollschiffes „Lila“, 
Kapt. M. Ipland, findet sich die folgende Aufzeichnung: Am 1. Juni 1888 
befand sich das Schiff, auf der Reise von Zebu nach Falmouth, auf 3° 14‘ N-Br 
und 121° 46‘ O-Lg, bei mäfsigen S-Winde und regnerischem Wetter. Der all- 
mählich westlich holende, anfangs auffrischende, später aber wieder abflauende 
I) Die mit (D. S.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen Seewarte eingesendet,
	        
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