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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 19 (1891)

Die Stürme an der deutschen Küste von 1878 bis 1887. 
121 
Bemerkenswerth ist das Hervortreten der Stürme aus SW und E an der 
westlichen Küste. In Tabelle 8 ist angegeben, wie oft im Januar und den 
übrigen Monaten Stürme mit der mittleren Richtung N, NE u. s. w. :auf- 
getreten sind, 
Tabelle 8. 
N inel = Isel 8 Iswlw.Inw 
Januar 
Februar 
März 
April 
Mai . 
Juni 
Juli 
August 
September 
Oktober | 
November 
Dezember 
5 
3 
4 
4 
2 
? 
7 
(3 
3 
6 
1 
3° 
ae 
78 
14 
22 
3 
7 
3 
?-) 
39 
8 
12 
15 
? 
3 
10 
4 
Durch Vereinigung dieser Häufigkeitszahlen für die vier Jahreszeiten 
(Frühling: März - Mai, Sommer: Juni-—August u. s. w.) erhält man folgende 
abelle: 
Tabelle 9. 
Frühling | - 
Sommer 4 
Herbst 14 
Winter n} 
N 
| I „ } 
0 
/ ye|% | 1% selon) 
£ 
‚9 
alt 
JE 
51 6 
% Iswl 9% | wW | 9/9 Iawl 9% 
:0 
13 
31 
26 
32 28 
29 | 46 
39 | 25 
64 | 37 
24 
22 | 
16 
99 
21 
35 
10 
17 
Im Frühjahr also traten neben den Stürmen aus W und NW besonders 
häufig die Stürme mit östlicher Richtung auf. Im Sommer fehlen die letzteren 
dagegen gänzlich, und es hatten 81 % aller Stürme die mittlere Richtung W 
und NW. Für den Herbst ist das Vorwiegen der Stürme aus SW bemerkens- 
werth: im Winter herrscht wiederum die westliche Richtung vor. 
IT, 
Die über die ganze Küste sich erstreckenden Stürme bieten jedenfalls an 
und für sich ein hervorragendes Interesse eben wegen ihrer Verbreitung; aulser- 
dem treten sie durch ihre Häufigkeit hervor, wie Tabelle 1 zeigt, und zeichnen 
sich im Allgemeinen vor den Stürmen mit geringerer Ausdehnung durch größere 
Stärke aus. Es sind deshalb diese Stürme ander ganzen Küste im Folgenden 
etwas eingehender behandelt, indem für jeden der drei täglichen Beobachtungs- 
termine an 165 Sturmtagen (von den 173 in Tabelle 1 aufgeführten) festgestellt 
wurde, wie oft die einzelnen Windrichtungen von den Stationen verzeichnet sind, 
woraus sich dann die mittlere oder vorherrschende Richtung des Sturmes an dem 
betreffenden Beobachtungstermine ergab — von wenigen (15) Fällen abgesehen, 
in denen eine mittlere Windrichtung nicht zu erkennen war. Aufßerdem wurde 
für jeden Beobachtungstermin die mittlere Sturmstärke berechnet als arithmetisches 
Mittel der von den Stationen für jeden Termin angegebenen Beaufort’schen Zahlen. 
In dieser Weise sind im Ganzen also 495 Beobachtungstermine untersucht worden, 
wobei eine größere Anzahl von den in den „Meteorologischen Beobachtungen“ 
als Stürme an der ganzen Küste aufgeführten den Abtheilungen b—h in Tabelle 1 
zugewiesen werden mufsten. Es folgen hierunter zur Erläuterung des oben Be- 
merkten die für einige Stürme des Jahres 1881 ermittelten Zahlen.
	        
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