Veber eine neue Methode zur Bestimmung des Polabstandes eines Magnets, 97
zwei bei gleicher Lage der Marke bei einer um 180° verschiedenen Lage der
Fassung gemacht sind.
Demgemäls stellt sich das definitive Schema einer Bestimmung der Pol-
distanz folgendermafsen dar:
A. Bestimmung von ®o durch Ablenkung der Nadel,
B. Bestimmung der Poldistanz:
Meridianstellung der Nadel
I Marke oben
Mafsstab N, Magnet O0: Noniusablesung == 3ı
” S, „ W: » =
Magnet umgelegt — Marke unten
Mafsstab S, Magnet 0: Noniusablesung =— as
LL N, 2? W: »” = MM
Meridianstellung der Nadel
]I Fassung des Magnets um 180° gedreht — Marke unten
Mafsstab N, Magnet O0: Noniusablesung = a5
” S, „_W: »” = a6
Magnet umgelegt — Marke oben
Maßstab S, Magnet OÖ: Noniusablesung == ar
» N, „ W: ” — 38
Meridianstellung der Nadel.
Man könnte aus jeder dieser Beobachtungen den Polabstand dı und dı
ableiten und erhielte dann den wahren Polabstand d = z (d, + d»), richtiger aber
dürfte es sein, den Werth von h im Mittel aus beiden Bestimmungen abzuleiten
und mit diesem Werthe das d zu berechnen. Es ist dann:
h = 3 {81 + a0 -+ 26 -+ a7) — (82 -+a4-+a6-+ 20) }
dh = 3 {[(6L+ 24 + 26 + as) — (a2 + 88 +20 +07) }
+ 40 = 3 {001 —+ d®2 + dOs + dr) — (d9z + dO4 + dO7-+ aes)}
T 2d0 == 3 {ası —+ dO2 + dOs + dO4 + dOs + ds + dO7 + aes)}
Werden diese Werthe in (9) eingesetzt, so erhält man einen Werth von
N resp. von d, welcher frei ist von allen Fehlerquellen, soweit es möglich. ist,
sie zu berücksichtigen oder durch die Beobachtung zu eliminiren,
Es ist jetzt noch eine letzte Korrektion anzubringen, welche aus der
Aenderung der Länge der Schiene Be und des Mafsstabes CC’ (siehe Fig. 2) in
Folge der Temperatur entspringt. Es seien « und ß die Ausdehnungs-Ko&f-
ficienten resp. der Schiene und des Mafsstabes und ko und ho die Werthe von
k und h bei der Temperatur 0°, dann ist in Formel (9) k = ko(1+ at) und
h = ho(1-+ ß#) einzusetzen, wenn bei der Temperatur t beobachtet wurde. Der
Formel (9) ist daher noch hinzuzufügen das Glied: .
+ 2(kta— 22h! )t
und
Bestehen Schiene und Mafsstab aus demselben Material, so ist « =— ß zu setzen,
und das Zusatzglied wird = + (k} — 2 hi) 2& t.
£s mag noch darauf aufmerksam gemacht werden, dafs die Temperatur
von Schiene und Mafsstab (welche wohl mit der des Beobachtungsraumes über-
einstimmen wird) von der des Magnets verschieden sein kann, weil die Temperatur
des letzteren durch Anfassen mit der Hand erhöht werden kann. Es sollten
daher möglichst beide Temperaturen bestimmt werden,
_ Was nun die Genauigkeit betrifft, welche durch diese Methode für die
Bestimmung der Poldistanz zu erwarten ist, so läfst sich dieselbe leicht be-
stimmen. Es darf angenommen werden, dafs man die Glieder der Formel (9),