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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

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Kleine Notizen. 
und die von den Lootsen gebrauchten Landmarken für Fremde schwer auf 
zufinden sind. 
Yon Molde kommende Schiffe, welche durch unsichtiges Wetter an der 
Weiterfahrt verhindert werden, finden Ankerplätze an der SO-Küste von Har- 
hamsö und Fleyisö. 
2. Bemerkungen über die Rhede von Las Palmas. (Nach dem 
Bericht S. M. S. „Nixe“, Kommandant Korv.-Kapt. Freiherr von Malt zahn.) 
Die Rhede von Las Palmas *) ist wegen des dort frei hereinstehenden Passats 
und der unregclmäfsigen Strömung, welche leicht ein Unklarwerden des Ankers 
bewirken kann, unsicher. S. M. S. „Nixe“, verlegte deshalb den Ankerplatz 
nach Puerto de la Luz, * 2 ) wo nach Anweisung des Hafenmeisters in den Pei 
lungen Watch Tower auf Isleta in NzO'/sO und linke Kante des S. Catalina- 
Forts in WSW 7 /gW auf 18 m Wasser und Sandgrund geankert wurde. 
Der in der Segelanweisung und in der Karte bezeichnete Ankerplatz 
Sphinx Ilead in NO und S. Catalina-Fort in WzN ist nach Angabe des Hafen 
meisters seines felsigen Grundes wegen ungeeignet. 
Der im Bau befindliche Hafen südlich der Halbinsel Isleta wird nach 
seiner Vollendung vollkommen Schutz bieten, da die Halbinsel Isleta selbst 
gegen den Passatwind, der mit Ausnahme der Monate Dezember bis inkl. 
Februar beständig weht, schützt, und der Molenbau nach seiner Vollendung 
in Wintermonaten gegen die SO-Winde, sowie gegen die um die Halbinsel Isleta 
herumlaufende Dünung Schutz gewähren wird. 
Puerto de la Luz ist vorläufig nur Kohlenstation und an sonstigen Be 
dürfnissen (exkl. Wasser) für Schiffe dort nichts zu haben. Die Verbindung 
von Puerto de la Luz mit Las Palmas ist z. Z. noch unbequem und zeitraubend, 
doch ist bereits eine Dampfstrafsenbahn fertig gestellt, um diesem Uebelstande 
abzuhelfen. 
3. Bemerkungen über den Escoudido- oder Blewfield-Flufs. 
Ostküste von Nikaragua. („Notice to Mariners“ 29/602, Washington1890.) 
Aus Rama hat ein Herr N. P. Allen Nachstehendes über den Escondido- oder 
Blewfield-Fhifa und dessen Nebenflüsse berichtet: 
Rama liegt am nördlichen Ufer dieses Flusses, ungefähr 61 Sm von der 
Mündung entfernt, an dem Zusammenflufs des Rama-Flusses von OSO aus und 
des Si^uia-Flusses von WNW aus; diese beiden Flüsse sind die wichtigsten 
Nebenflüsse des Escondido, 3 ) 
Der Ankerplatz an der Flufsmündung liegt seewärts des Hügels, auf 
welchem sich das Zollamt befindet. Ungefähr 1 Sm vom Zollamt entfernt be 
findet sich die Mündung des South Channel, welcher 3,4 m Wasser hat und über 
die Barre führt. Dieses Fahrwasser hat zwar viele Krümmungen, ist aber nur 
1 Sm lang. 
Der South Channel mündet zwischen Untiefen, welche sich ungefähr 7 Sm 
weit stromaufwärts bis zum Schooner Key erstrecken. Die Richtung W 3 /4N 
führt über 3,4 m über diese Untiefen fort. Beim Schooner Key ist am steilen 
nördlichen Flufsufer tiefes Wasser. Es befindet sich daselbst auch die ungefähr 
Va Sm lange und ungefähr 2 Sm breite Mal-a-pie-Bucht. Seewärts des süulichen 
Ufers erstrecken sich ca 3 /^ Sm weit flache Stellen, aber in geringem Abstande 
vom nördlichen Ufer sind nirgends weniger als 9 m Wasser. Diese Tiefe bleibt 
bis zur Mündung des Cawta-Flusses, welche 22 Sm von der Mündung an der 
Nordseite des Escondido liegt. 
Gegenüber der Ctma-Mündung liegt eine flache Landspitze, und ist der 
Escondido-Flufs von hier ab bis zu der 6 Sm stromaufwärts gelegenen Magnolia- 
Plantage vollkommen rein. Dagegen liegt gegenüber dieser Plantage iu der 
Mitte des Fahrwassers die Klippe Lucy’s Rock mit nur 2,7 m Wasser. Weiterhin 
bis zur Stadt Rama ist das Fahrwasser des Flusses wieder rein. 
Oberhalb der Mal-a-pie-Bucht sind die Ufer so steil, dafs man mit den 
Schiffen direkt anlegen und vermittelst einer Stellage laden kann. 
Bei der Stadt Rama ist täglich zweimal Ebbe und Fluth, und beträgt 
die Ffluthhöhe 1 m. An der äufseren Barre der Blewfield-Lagme wurde an 
!) „Africa Pilot“, Part I, 1885, Seite 103. 
2 ) „Africa Pilot“, Part I, 1885, Seite 103. 
3) „West India Pilot“, Vol. 1, 1883, Seite 270.
	        
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