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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

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Bemerkungen über einige Küstenpunkte von Rnmelien. Türkei. 
längs der Küste hinzuziehen. Der Grund besteht aus Sand mit einzelnen zer 
streut liegenden Steinen, und nicht aus Schlamm, wie die Karten angeben. 
Die Einfahrt in den /sföval’-Flufs wird durch flache Sandbänke mit 0,2 bis 
0,4 m Wasser an beiden Seiten eingeengt, aber die Durchfahrt zwischen beiden 
ist hinreichend tief, um mit gröfseren Booten einzulaufen. Das Fahrwasser ist 
an der Färbung des Wassers zu erkennen; es ist innerhalb der Mündung breiter 
als in derselben. Im Flusse betragen die Tiefen noch etwas mehr als in der 
Einfahrt, und es wurden keine Untiefen u. s. w. bis Kavak hinauf angetroffen. 
Die Stromstärke beträgt 1 bis l'/a Kn. 
Kap Gremea. 1 ) Die nordwestlich von diesem Kap sich 10 bis 11 Kabllg. 
weit erstreckende Untiefe mit 1,8 bis 5,5 m Wasser ist bei günstigem Wetter 
an der gelblichen Farbe des Wassers zu erkennen. 
Enos- (Maritza-) Mündung. s ) Die Bänke, welche vor den Mündungen 
dieses Flusses liegen, sind an der schmutziggelben Farbe des Wassers auf den 
selben gut zu erkennen. Die Mündung des südlichen oder Hauptarmes der 
Maritza ist sehr breit (120 bis 150 m), hat aber nur eine Tiefe von 1,3 bis 1,5m. 
Von dem linken Ufer der Mündung erstreckt sich eine ungefähr 300 m lange 
Bank mit 0,7 bis 1,5 m Wasser. Eine ebensolche Bank befindet sich an der 
Mündung der rechten Flufsseite, ferner liegt weiter westlich noch eine trocken 
fallende Bank von 148 bis 185 in Ausdehnung. 
Die Untiefen sind an beiden Seiten durch Stangen bezeichnet, doch sind 
diese der Zerstörung durch Wetter und Seegang ausgesetzt. Im Flusse selbst 
sind viele Seezeichen ausgelegt, doch sind die, welche der Fischerei dienen, 
nicht von den anderen zu unterscheiden, so dafs es schwer ist, sich zurechtzu 
finden. Die Wassertiefe nimmt stromaufwärts auf 1,8 bis 2,4 m zu. Die rechte 
Flufsseite ist um ein Geringes tiefer als die linke. Untiefen wurden nicht auf- 
gefuuden. Die Stromstärke beträgt 1 bis 2 Kn. Die Grundproben ergaben 
Sand und sandigen Schlamm. Am linken Ufer, ungefähr 93 m von der Mündung, 
befindet sich der in den südlich von der Stadt gelegenen Bori-See führende 
Kanal. Derselbe ist in seiner Mündung bei 0,2 bis 0,4 m Tiefe ungefähr 1 bis 
2 m breit und sonst vollständig versumpft und versandet. Der See selbst 
scheint trocken zu liegen, denn e3 befinden sich daselbst Weidegründe. 
Auf der Bank vor der Mündung der Maritza wurden 5,5 m Wasser ge- 
lothet, während nach der Karte daselbst 11 bis 12,8 m Wasser sein sollten. 
Dedeagatsch (Döde Agh). s ) Gute und leicht auffindbare Peilobjekte 
sind der Leuchtthurm, sowie ein östlich aufserhalb der Stadt befindlicher Hügel 
mit Flaggenmast. 
Kara Aghaj-Bucht. 4 ) Die Tiefenverhältnisse sind durch das Auswerfen 
von Ballast der dort verkehrenden Schiffe sehr verschieden und wenig mit der 
Karte übereinstimmend. Wenn man einsegeln will, mufs man von */2 Sm von 
der Spitze Fenar rw. WzN steuern, bis die östlichen Häuser von Lagos in rw. 
NO'/sN peilen, dann auf diese zusteuern, bis das au der Ostküste liegende gut 
sichtbare Magazin rw. OViN peilt, und von hier auf die Tonne der Lloyd- 
Dampfer zusteuorn. Die Tonne liegt ungefähr 2 l /st Kabllg. rw. NzW 7 /sW vom 
Leuchtthurm auf der Spitze Fenar entfernt. 
Kara Su-Flufs. 5 ) Besondere Orientirungspunkte sind am Ufer nicht 
vorhanden; zum Ansteuern dienen die Inseln Thaso und Thaso Poulo. Es 
wurde vor dem Kara Su auf 14,6 m Wasser geankert. Die Mündung besteht 
aus zwei Armen, und beide sind durch vorgelagerte Sandbänke versperrt, so 
dafs selbst flachgehende Boote nicht einlaufen können. Der westliche oder 
Hauptarm ist innerhalb der Barre etwas tiefer, und zwar 0,9 bis 1,5 m; in 
demselben beträgt die Stromgeschwindigkeit 2 bis 3 Kn. Der östliche Arm 
hat nicht so viel Strom, und sind die Wassertiefen in ihm noch geringer. Die 
Grundproben ergaben überall Schlamm. Zwischen den beiden Armen ist Sumpf. 
>) „Mediterranean Pilot“, Part IV, 1882, Seite 246. 
*9 a. a. O. Seite 247. 
8 ) a. a. 0. Seite 247. 
4 ) a. a. 0. Seite 249. 
“) a. a. O. Seite 249.
	        
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