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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

lieber das nautische Längenpr-oblcm. 
479 
Hiernach ist die folgende Tabelle berechnet mit <p von 0° bis 90° und 
drei verschiedenen Werthen von P: 54', 58' und 62'.') 
Tabelle zur Reduktion der Aequatorial-Horizontalparallaxe 
auf den Punkt 0 der Erdaxe: 
Polhöhe 
<P 
Aequatorial-Horizontal- 
parallaxe 
Polhöhe 
9 
Polhöhe 
9 
Aequatorial-Horizontal- 
parallaxe 
Polhöhe 
9 
54' 
58' 
62' 
54' 
58' 
62' 
0° 
0,0" 
0,0" 
0,0" 
0° 
45° 
5,4" 
5,8" 
6,2" 
45° 
5 
0,1 
0,1 
0,1 
5 
50 
6,3 
6,8 
7,3 
50 
10 
0,3 
0,4 
0,4 
10 
55 
7,3 
7,8 
8,3 
55 
15 
0,7 
0,8 
0,8 
15 
60 
8,1 
8,7 
9,3 
60 
20 
13 
1,4 
1,5 
20 
65 
8,9 
9,6 
10,2 
65 
25 
1,9 
2,1 
2,2 
25 
70 
9,6 
10,3 
11,0 
70 
30 
2,7 
2,9 
3,1 
30 
75 
10,1 
10,9 
11,6 
75 
35 
3,6 
3,8 
4,1 
35 
80 
10,5 
11,3 
12,1 
80 
40 
4,5 
4,8 
5,1 
40 
85 
10,8 
11,6 
12,4 
85 
45 
5,4 
5,8 
6,2 
45 
90 
10,9 
11,7 
12,5 
90 
Ist z. B. auf 50° Breite die Aequatorial-Horizontalparallaxe — 58' 0", 
so giebt diese Tabelle die Reduktion auf den Punkt 0 der Erdaxe = 6,8" 
und somit die auf diesen Punkt reducirte Horizontalparallaxe = 58' 0" + 6,8" 
= 58' 6,8". 
Es ist noch übrig, auch die Deklination des Mondes, welche in allen 
Ephemeriden für den Mittelpunkt der Erde gegeben ist, auf den Punkt 0 der 
Erdaxe zu reduciren. Für die Rektascension bedarf es keiner solchen Reduktion, 
da alle Stundenkreise sich in der Erdaxe schneiden und sich daher für jeden 
Punkt dieser Linie dieselbe Rektascension eines beliebig entfernten Körpers 
zeigt. In Bezug auf das andere Gestirn, dessen Distanz vom Monde gemessen 
ist, sind die von C und von 0 aus nach dem Gestirn gezogenen Linien als 
vollkommen parallel zu betrachten, so dafs hierbei überhaupt keine derartige 
Reduktion erforderlich ist, wie bei dem Monde. Und selbst für den Mond 
überschreitet der gröfste Deklinationsuntersehied zwischen den Standpunkten C 
und 0 nicht 25", wie die nachfolgende Tafel ergiebt, also würde für die Sonne, 
da sie 400 Mal weiter als der Mond entfernt ist, nur 0,06" herauskommen. 
Es sei der Mondort mit M bezeichnet, so giebt das Dreieck COM: 
Sill COM : CM = sin CMO : CO oder sin CMO = 
CO . sin COM 
CM 
Aber Winkel CMO ist schon der Deklinationsunterschied des Mondes für die 
Standpunkte C und 0, oder der Betrag, um wie viel die Nordpolardistanz des 
Mondes kleiner in 0 als in C erscheint (auf nördlicher Breite), und COM ist 
das Komplement der gesuchten Deklination in 0. Bei der Kleinheit der Winkel 
können diese selbst, statt ihrer Sinusse, gesetzt werden. Die gesuchte Ver 
änderung (x) der geocentrischen Deklination ö zur Reduktion derselben auf den 
Punkt 0 ist daher durch die Formel zu berechnen: 
CO CO 
cos (S -f- x) oder nahe genug = —- cos S. 
CM CM 
O r2 gir\ /n 
Die vorher gefundenen Werthe CO = ,~ ... und CM = 
a 
stituirt, geben: 
I 1 — 
6“ sin 4 f 
P sin 1" 
sub- 
Í 2 sin Cp COS S T> , 9 • , , . , , , , « 
= P . - = P. (e 2 sin a> -1 f 1 sm 3 (» + •••) cos a 
J/1— e s sin*<p 
ij Chauvenet hatte schon, wie ich nachher bemerkte, eine ähnliche Reduktionstabelle für 
p = 53', 57' und 61' berechnet. „The American Ephemeris and Nautical Almanae for the year 
1855.“ Table III. 
Ann. d. liydr. etc-, 1SÔ0, Heft XII. 
2
	        
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