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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Ueber  das  nautische  Längenproblem.

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die  Lexell  in  den  „Act.  Petr.“  pro  1777,  S.  B48,  zugleich  mit  dem  das  Quadrat
von  r  enthaltenden  Gliede  =  }  r 2  sin 2  S  cotg  D  .  sin  1"  entwickelt  hat;  aber  dies
letzte  Glied  pflegt  als  zu  unbedeutend  ganz  weggolassen  zu  werden,  liefse  sich
indessen  auch  leicht  durch  die  Tafel  für  III  berücksichtigen,  wo  man  nur  p
und  m  mit  r  und  s  zu  vertauschen  hätte.
Was  aber  das  Verhältnifs  von  IV  zu  III  betrifft,  so  ergiebt  die  Division:
IV  2r  sin  S  2r  cos  H  _  ,  ,
—  =  r—n  =r  —  —  •  j-  sec  D,  und  da  p  =  P  cos  H  für  P  als  Hon-III
  p  sin  M  cos  D  p  cos  h  r
2r
zontalparallaxe  ist,  =  p-  sec  h  sec  D.  Endlich  kann  noch  r  =  57"  cotg  h  und

S6C  D
P  =  57'  als  mittlerer  Werth  gesetzt  werden,  mithin  ist  ilT  =  —  •  -—=-  der
III  ¡30  sin  H
gosuchte  Faktor,  womit  die  gewöhnliche  dritte  Korrektion  zu  multipliciren  ist,
um  die  in  der  Regel  sehr  kleine  und  stets  positive  vierte  Korrektion  zu  finden.
Die  folgende  Tabelle,  nach  h  und  D  geordnet,  giebt  diesen  Faktor.

Tabelle  des  Verhältnisses  der  dritten  Korrektion  zur  vierten.

Sonnenoder ­
  St.-Höbe

h

Scheinbare  Distanzen

Sonnenoder ­
  St.-Höhe
  I
h

O
s

o
O

30°

40°
140

50°
130

60°
120

70°
110

80°
100

85°
95

5°

0/39

040

0,44

0,50

0,59

0,76

1,12

2,20

4,39

5°

6

0,32

0,34

0,37

0,42

0,50

0,64

0,93

1,84

366

6

7

0,28

0,29

0,32

0,36

0,43

0,55

0,80

1,57

3,14

7

10

0,19

0,20

0,22

0,25

0-30

0,38

0,56

1,11

2,20

10

15

0,13

0,14

0,15

0,27

0,20

0,26

0,38

0,74

1,48

15

20

0,10

0,10

0,11

0,13

0,15

0,19

0,28

0,55

1,10

20

30

0,07

0,07

0,08

0,09

0,10

0,13

0,19

0,38

0,77

30

40

0,05

0,06

0,06

0,07

0,08

0,10

0,15

0,30

0,60

40

50

0,04

0,05

0,05

0,06

0,07

0,09

0,13

0,25

0,50

50

60

0,04

0,04

0,04

0,05

0,06

0,08

0,11

0,22

0,44

60

70

0,04

0,04

0,04

0,05

0,06

0,07

0,10

0,20

0,41

70

80

0,03

0,04

0,04

0,04

0,05

0,07

0,10

0,19

0,39

80

Beispiel  1.  Es  sei  die  dritte  Korrektion  (III)  gefunden  =  -j-  12"  und
die  Sternhöhe  7°,  die  Distanz  60°,  so  wird  die  vierte  Korrektion  (IV)
=  0,55  X  12"  =  +  7".
Beispiel  2.  Wenn  die  gefundene  dritte  Korrektion  =  —  16"  und  die
Sonnenhöhe  10°,  die  Distanz  130°  ist,  so  wird  die  vierte  Korrektion  =
=  0,30X16'  =  +5".
XV  1  sbc  D
Die  obige  Tafel  für  den  Faktor  ^  =  ■  ■  ■  wird  unbestimmt,  wenn
III  30  sin  h  ’
die  Distanz  sehr  nahe  an  90°  ist,  wo  die  Berechnung  nach  der  Formel  für  IV
einzutreten  hätte,  wenn  es  nöthig  sein  sollte,  nämlich  IV  =  pr  .  81 J°-—.  sin  1".
r  sin  D
Die  Winkel  S  und  M  an  der  Sonne  (resp.  Stern)  und  am  Monde  erhält
man  dabei  leicht  durch  die  Rechnung  nach  der  Methode  von  Witchell,  indem
mit  Bezug  auf  das  vorige  Beispiel:
cos  S  =  tg  h  tg  (|  D  +  A)  und  cos  M  =  tg  H  tg  (j  D  —  A),
wozu  die  Logarithmen  der  Tangenten  nicht  erst  aufgesucht  zu  werden  brauchen,
sondern  schon  in  der  Rechnung  vorliegen.
Von  früheren  Hülfstafeln  für  die  vierte  Korrektion  ist  mir  nur  eine
Skizze  dazu  von  Schaub  bekannt,  in  dessen  „Nautischen  Tafeln“,  Triest  1853,
S.  306  und  307,  wo  diese  vierte  Korrektion,  mit  der  Beschränkung  auf  Höhen
            
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