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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Kleine Notizen. 
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Peilung rw. WNW. 
vcm Swatow wurde die Barre bei Hochwasser passirt, doch war 
jetzt hier nur etwas über 6,7 m (22 Fufs engl.) Wassertiefe 
(infolge des mehr nach E und ESE gegangenen Windes); zwei 
Stunden nach Hochwasser hätte S. M. S. „Sophie“ nicht mehr 
über die Barre fortgehen können. 
Für Ein- und Auslaufen wurde ein Lootse genommen mit 
Rücksicht auf die schwierige Passage der Barre und im Flufs. 
Der Lootse kommt bei Bill Island an Bord, und empfiehlt es 
sich für Schiffe, in östlicher Richtung und ungefährem Abstand 
von ca 1000 m von dieser Insel ihn zu erwarten. Das Wasser 
soll hier überall gleichmäfsig tief und sicher sein; die in der 
Karte Tit. XI, No. 30 (Br. Adm.-K. No. 854) in ungefähr nord 
nordöstlicher Richtung von Bill Island angegebenen kleinen Flecke 
von 5,5 m (3 Fad.) Tiefe sind nach Angabe des Lootsen nicht 
vorhanden. 
Ueber die Barre in den Sugarloaf-Kann} führt ein gerader 
Kurs in mifsweisender Richtung NW'/tN. Als Ansegelungsmarke 
dient ein sich gut hervorhebendes, auf der Südseite von Double 
Island stehendes gelbes Haus, welches gerade von dem südwest 
lichen Abhange der Sugarloaf Island frei und in der genannten 
Peilung anzusteuern ist. 
18. (D. S.J Ueber den Hafen von Matautu auf 
Savai, Samoa-Inseln, berichtet Kapt. H. Dreyer vom deut 
schen Dreimastschoner „Neptun“ wie folgt: Am 31. Juli 1888 
um ll h a. m. verliefsen wir den Hafen von Apia, bestimmt nach 
Matautu, bei mäfsiger Briese und gutem Wetter. Um 9 Uhr 
Abends drehten wir aufserhalb des Riffes in der Nähe von 
Matautu bei und segelten dann am Morgen des 1. August nach 
der Rhede, wo wir um 8 h a. m. mw. SWzW von dem Westende 
des Riffes in Vs Sm Abstand auf einer Wassertiefe von 24 m 
(13Fad.) ankerten. Bei der Einsegelung mufs man sich mindestens 
2‘/4 Kabllg. vom Riffe entfernt halten, denn auf U/s Kabllg. von 
demselben entfernt fand ich Wassertiefen von nur 7 bis 9 m 
(4 bis 5 Fad.). In demselben Abstande liegt im NWVsN von der 
Spitze des Riffes ein Stein, über dem bei Niedrigwasser 4,3 m 
(14 Fufs) Wasser stehen bleiben. Die deutsche Bark „Juno“ 
hat im Juni d. J. auf diesen Stein gestofsen. 
Am 20. August war das Schiff segelfertig, mit einer vollen 
Ladung von 463 Tonnen Kopra nach Lissabon bestimmt. Tief 
gang des Schiffes vorne 13' 3", hinten 14' 2". Während unserer 
Anwesenheit in Matautu schwankte die Windrichtung zwischen 
SSE und ESE, mit einer mittleren Stärke von 5. Gegen Abend 
flaute der Wind, indem er südlich holte, ab, um am folgenden 
Morgen etwa um 9 Uhr von ESE wieder aufzufrischen. Das 
Wetter war beständig gut und trocken, bei einer mittleren Be 
wölkung von 3 bis 5. 
19. (D. S.) Neu entdeckte Inselgruppe ostnord 
östlich der Insel Sunday im Südlichen Stillen Ocean 
nordöstlich von Neu-Seeland. Derselbe Kapitän berichtet 
ferner: Am 4. September 1888 peilten wir bei leichten öst 
lichen Winden und hoher östlicher Dünung um 8 h a. m. die 
Nordspitze der Insel Sunday in einem Abstande von etwa 20 Sm 
rw. West. Schon um 7 h a. m. sahen wir in einer etwas nörd 
licheren Richtung als die Sunday-lnsel von Deck anscheinend 
zwei Inseln, deren geschätzte Entfernung etwa 5 Sm betragen 
mochte. Da diese Inseln weder in meiner Karte niedergelegt, 
noch in dem „South Pacific Ocean Directory“ von Findlay, 
5. Auflage, London 1884, erwähnt sind, so war ihr Erscheinen 
mir auffällig. Ich stieg daher in den Mast und entdeckte
	        
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