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Kleine Notizen.
Pescetto und der Insel Santa Maria passiren. Auf der letzteren Insel ist als
Leitmarke für den Hafen eine grofse weifse Bake errichtet.
Ungefähr in der Mitte zwischen der Spitze Genova und der Insel Barba
liegt eine nicht mit Seegras bedeckte Klippe mit 4 m Wasser.
Der an der Westseite der südlichen Einfahrt in den Moraleda Channel
liegende Ankerplatz ist gut geschützt und ziemlich grofs, und kann von sehr
grofsen Schiffen benutzt werden. Das italienische Schiff „ Vettor Pisani“ ankerte
daselbst auf 22 m Wasser, Sand und Muschelgrund. Eingeborene waren nicht
zu sehen, aber gutes Trinkwasser und Brennholz konnten beschafft werden.
Fische waren im Ueberflusse vorhanden.
Im Darwin Channel setzt die Fluth ostwärts und die Ebbe westwärts,
und der Strom erreicht eine Geschwindigkeit bei Springzeit von I */# Sm die
Stunde. Zwischen der Insel Marcacci und der Spitze Macchia Lunga ist die
stärkste Gezeitenströmung, und treten daselbst auch Stromkabbelungen auf;
zuweilen setzt der Strom hier mit einer Geschwindigkeit von 37s Sm die Stunde.
15. Bemerkungen über den Wellenbrecher zu Colombo. Insel
Ceylon. („Kundmachung für Seefahrer“ No. 20/538, Pola 1890.) Nach einem
Berichte des Kommandanten des österreichisch-ungarischen Schiffes „Aurora“,
Freg.-Kapt. Rudolf Graf Montecuccoli-Polinago, erstreckt sich der Wellen
brecher des Hafens von Colombo *) nicht von seiner Wurzel aus in seiner ganzen
Länge nach N7*0, wie solches im Hafenplan der Br. Adm.-Karte No. 813
(IX: 243) angegeben ist, sondern das letzte Drittel desselben biegt nach Osten
zu um. Am Kopfe des Wellenbrechers, wo der Leuchtthurm steht, ist ein gegen
SO zu gerichteter hakenförmiger Kopf angebaut, welcher mit dem Wellenbrecher
selbst einen spitzen Winkel bildet.
16. Cyklone an der Westküste Vorderindiens und im Arabischen
Meere. Ueber diese Cyklone berichtet der Brief Sketch of the Meteorology of
the Bombay Residency, 1888/89, Folgendes:
Am 30. Oktober 1888 liefs die tägliche Wetterkarte die Anwesenheit
einer flachen Depression dwarsab von der Küste von Madras erkennen. Aus
derselben entwickelte sich in kurzer Zeit eine Cyklone, welche an der Küste
mit ziemlicher Stärke auftrat und viel Schaden anrichtete. In Madras betrug
die Geschwindigkeit des Windes 60 Sm in der Stunde. Die Cyklone erreichte
Cuddapah am 1. November Morgens und die Westküste Vorderindiens am 2.
Von hier bewegte sie sich wahrscheinlich nach dem Arabischen Meere und
kehrte am 9. nach dem Lande zurück, passirte die Kathiawar-Küste und schritt
in östlicher Richtung, nachdem sie bedeutend an Kraft verloren hatte, weiter.
Aus den Aufzeichnungen verschiedener Schiffe läfst sich schliefsen, dafs die
Cyklone, nachdem sie am 2. die Küste verlassen hatte, nach WzN fortschritt,
Mittags den 5. 14° 42' N-Br und 66° 12' O-Lg und am 6. 15° 20' N-Br und
60° 20' O-Lg erreichte. Dann nahm sie plötzlich eine nördliche Richtung und
befand sich um Mitternacht des 7. in 17° 40' N-Br und 67° 20' O-Lg. Hier
wurde der Dampfer „Idar“ zuerst von ihr betroffen und hatte als niedrigsten
korrigirten Barometerstand 749,3 mm (29,49"). Mittags den 8. scheint sich die
Cyklone nach NO hin gewendet zu haben. Zu dieser Zeit war sie in 18° N-Br
und 68° 45' O-Lg, wo der niedrigste Barometerstand 748,02 mm (29,45") betrug.
Um Mitternacht des 8. hatte der Dampfer „Purulia“ nahe bei Verawal sehr-
stürmisches Wetter. Um 8 h a. m. des 9. näherte sich die Cyklone der äufsersten
Spitze des Golfs von Cutch, am 10. schritt sie binnenlands weiter und scheint
sich bald darauf aufgelöst zu haben.
17. Bemerkungen über Swatow. (Bericht S. M. S. „Sophie“, Kom
mandant Korv.-Kapt. Herbing.) Beim Einlaufen in Swatow konnte die Barre
schon Vs Stunde nach Niedrigwasser passirt werden; es waren zu dieser Zeit
auf derselben etwas über 6,4 m (21 Fufs engl.) Wasser und fast gar keine See
und Brandung, obgleich in der Formosa-Strafse, bis dicht an Cap of good Hope,
frischer nordöstlicher Wind in Stärke 5 bis 6 wehte. Nach dem Verlassen
% ) „West Coast of Hindostan Pilot“ 1880, Seite 54; Supplement 1886, Seite 3.