Kleine Notizen.
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13. Bemerkungen über Salaverry, den Tumbez-Flufs und über
Buena und Mejillones Coves. Peru. Westküste von Süd-Amerika.
(„Hydrographie Notice“ No. 2, London 1890.) Zu Salaverry *) ist eine eiserne
Mole erbaut, welche bis in 8,2 m Wassertiefe reicht und ein stets sicheres
Landen ermöglicht.
Die Mündung des Twmie^-Flusses, 2 ) welche sich früher bei der Spitze
Malpelo befand, ist vollständig versandet, und bat sich 1886 eine Mündung
innerhalb einer langen Sandzunge, 5 Sm östlich der Spitze Malpelo, gebildet.
Dieselbe kann jedoch nur ganz dicht bei derselben erkannt werden. Ungefähr
2 Sm stromaufwärts liegt das Dorf Cocwoach, 5 Sm weiter Belvedere und 11 Sm
weiter Tumbez. Auf dem Landwege ist dieser Ort jedoch nur 2V» Sm entfernt.
In Tumbez kann man frisches Fleisch und Gemüse erhalten.
Buena Cove 3 ) ist jetzt der Verschiffungsplatz; für Sodanitrat, welches früher
von der Mejillones Cove verschifft wurde. Der letztere Ort ist vollständig ver
lassen und die Waarenhäuser geschlossen. Die Ladebrücke zu Buena Cove ist
76 m lang und wird das Nitrat hier in Leichter verladen, welche es nach den
Schiffen bringen. Der Seegang verhindert sehr selten das Laden, und letzteres
geht sehr rasch. Der Ankerplatz der Schiffe ist ca 0,2 Sm von der Brücke,
und man hat daselbst 14,6 bis 18,3 m Wasser.
14. Bemerkungen über einige Häfen und den Darwin Channel
im Chonos Archipel. Chile. („Hydrographie Notice“ No. 2, London 1890).
Zu Port Quellon 4 ) kann man Ochsen, Schafe, Geflügel und Eier erhalten, jedoch
nehmen die Bewohner daselbst lieber alte Kleidungsstücke dafür, als Geld. Die
Fluthhöhe beträgt hier 4,5 m und die Hafenzeit ist I2 h 40”.
Im Hafen von Melinka 5 6 ) ist der Ankerplatz im westlichen Theile der
bessere, und findet mau daselbst 29 m Wasser, Sand und Schlammgrund; aber
derselbe ist etwas beschränkt.
Port Ballena ist ein guter Ankerplatz an der SO-Seite der Insel Mulchey,
im nördlichen Theile des Moraleda Channel, in 44° 9' S-Br.
Port Frances oder Nevado ist ein gut geschützter Hafen für kleine Schiffe
an der Westküste des Moraleda Channel, in 44° 49' S-Br.
Port Americano *) oder Tangbac liegt 16 Sm nördlich von Port Lagunas
an der Südseite der Ttm^Zmc-Inseln.
Der Darwin Channel 7 ) ist allen übrigen Fahrwassern vorzuziehen wegen
seiner geringen Anzahl von Krümmungen und weil er an jedem Ende einen
guten Ankerplatz hat, nämlich die Rhede von Vallenar und den Hafen von
Lagunas. Sowohl von Aufsen als von Innen ist das Fahrwasser gut zu er
kennen, von Aufsen ist er an dem Abstande von Kap Tres Montes leicht auf
zufinden und die Inseln Vallenar und Analao sind gut sichtbar. Die Einfahrt
selbst ist an den steil abfallenden Felswänden, welche von keinen Untiefen
umgeben sind, zu erkennen. Ungefähr 2 Sm in NW von der Spitze Alfred,
der südlichen Einfahrtsspitze, beträgt die Wassertiefe 64 m. Das Fahrwasser
erstreckt sich zunächst ca 7 Sm nach 0'/-iS, dann biegt es auf ca 6‘/2 Sm nach
NO s /iO und führt auf eine weifse, 3 m hohe Felseninsel zu, welche man anB-B.
behalten mufs. Von hier erstreckt sich das Fahrwasser 3 Sm weit nach NCP/iO,
ferner lO'/s Sm weit nach O l /aS und schliefslich 8 Sm weit nach N0 s /*0.
An dem Nordufer des Darwin Channel, 15 Sm östlich von der Spitze
Alfred, ist ein Ankerplatz, welcher Port ltaliano benannt ist. Derselbe ist
durch die ca 12 m hohen ScAta^two-Inseln gebildet, und diese geben genügenden
Schutz vor den herrschenden Westwinden und den in dieser Gegend heftig
auftretenden Böen. Auf dem Ankerplätze sind 49 bis 60 m Wasser, Schlamm
grund. Es ist der einzige Ankerplatz zwischen Port Yates und Lagunas. Wenn
Schiffe nach Port Lagunas bestimmt sind, so müssen sie ostwärts von Barba,
!) „South America Pilot“ Part II, 1886, Seite 408, und „Arm. d. Hydr. etc.“, 1888, Seite 129.
*) a. a. O. Seite 419.
*) a. a. 0. Seite 364.
4 ) „South America Pilot“, Part. II, 1886, Seite 249.
6 ) a. a. O. Seite 225.
6 ) a. a. O. Seite 224.
7 ) a. a. O. Seite 223.
Ann. a. Hydr. etc., 1890, Heft IX.
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