Kleine Notizen.
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Ort
|
Beobachtungspunkt
Datum
Mifs-
weisung
Inklination
Horizontal-1
Intensität
Puerto Plato 1 ) auf
San Domingo
167 m rw. S 30° 40' 0
vom Leuchtthurm
Dezember 1889
0° 37' O
49° 50,4'
6,6667
Santa Ana *) auf
Curaçao
rw. S 45° W von der
inneren westlichen Ecke
des Einganges in das
Fort Amsterdam
28. 29. Januar
1890
2° 28,2' O
39° 18,2'
6,9841
La Guayra 3 ) in
Venezuela
ca 305 m rw. S 70° O
von dem Leuchtthurm
auf der Bastion Santa
Barbara
Februar 1890
2° 50,7' O
37° 34,5'
6,9496
f) Segelhandbuch Band VII, 3, 1887, Seite 232, und Band VII, 11, 1877, Seite 341.
2) Segelhandbuch Band VII, 2, 1883, Seite 164.
S) Segelhandbuch Band VII, 2, 1883, Seite 139.
7. Bemerkungen über Maliinba, Klein- und Grofs Batanga,
Kribi, Victoria, Kriegsschiffs-Bucht und Bimbia. Westküste von
Afrika. Nach einem Berichte des Kommandanten S. M. Knbt. „Hyäne“, Kapt.-
Lieut. Freiherr von Sohlern, ging am 6. März d. J. S. M. Dampfer „Nachtigal“
von Kamerun nach dem Malimba-Flusse, und wurde zum Einlaufen die südlich
von der Bank liegende Rinne benutzt, weil die nördlich von der Bank befindliche
Rinne wieder versandet war. Die Angaben in den „Ann. d. Hydr. etc.“ 1889
Seite 495—496 sind demnach nicht mehr zutreffend, da dieselben die nördliche
Einfahrt beschreiben. Ebenso ist auch die in derselben Beschreibung an
geführte Bake (Pfahl mit weifser Scheibe) nicht mehr vorhanden. Die Barre
wurde eine Stunde vor Springzeit-Hochwasser passirt, und wurden 3,2 m Wasser
gelothet. Es wurde im Flusse auf 5 m Wasser, ca 2 Kabllg. vom südlichen
Flufsufer, in NW von der Faktorei Woermann geankert.
Am 7. März verliefs der Dampfer den Flufs und passirte die Barre mit
SWVsS-Kurs, so dafs die Faktorei recht achteraus blieb. Auf der Barre wurden
wieder 3,2 m Wasser gelothet. Nach dem Passiven der Barre wurde südlich
nach Klein Batanga gesteuert und daselbst auf 5 m Wasser geankert. Am
9. März wurde Anker gelichtet und nach Grofs Batanga gedampft, woselbst auf
7 m Wasser geankert wurde. Während der Nacht kam hohe Dünung auf, so
dafs das Schiff stark arbeitete. Am 10. März wurde nach Kribi gedampft, wo
Trinkwasser eingenommen wurde. Am 11. März dampfte das Fahrzeug nach
Malimba zurück, die Dünung hatte jedoch so zugenommen, dafs dasselbe sehr
schlängerte und die Barre nicht passirt werden konnte, weshalb auf 6 m Wasser
geankert wurde. Am 12. März wurde nach Kamerun zurückgedampft.
Am 17. März d. J. ging S. M.Knbt. „Hyäne“ nach Victoria. Da daselbst
in dem innersten Theile der Bucht bisher die Bootsfahrt wegen der vielen
Felsenriffe sehr unsicher und bei Dünung sogar gefährlich war, sind vier weifse
Baken errichtet worden, von denen die beiden äufsersten in Linie, in 0S0 3 /i0,
zu bringen sind und auf dieselben zuzusteuern ist, bis die beiden anderen Baken
in Deckpeilung kommen, worauf dann diese letzteren in Linie zu halten sind,
um einzulaufen.
Am 22. März wurde nach der Kriegsschiffs-Bucht und am 23. März nach
Bimbia gedampft und dann nach Kamerun zurückgefahren.
8. Abnahme der Tiefen in der Walfisch-Bucht. Afrika. Nach
einem Berichte des Kommandanten S. M. Kr. „Habicht“, Korv.-Kapt. Burich,
verändern sich die Wassertiefen in der Haf/scA-Bucht 1 ) fortwährend, und findet
man jetzt schon auf lVs Sm Entfernung vom Lande nur noch 6 m Wasser.
Die die Bucht bildende Halbinsel ist an einer Stelle bereits ganz fortgespült,
jedoch sind die Tiefen an dieser Stelle noch so gering, dafs selbst Booten die
Passage unmöglich ist.
0 „Africa Pilot“, Part II, 1884, Seite 208.