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Kleine Notizen.
und waren 4 bis 5 cm lang.“ Das meteorologische Journal des „Bayern“ ent
hält in Bezug auf die Erscheinung die Bemerkungen: am Nachmittage des 27.
und in der Nacht vom 27. zum 28. Mai diesige Kimm, Meer und Luft voll
Heuschrecken; am Abend des 28. Mai immer noch Heuschreckenschwärme.
3. Die Niveauverhältnisse der Europa umgrenzenden Meere.
Auf der im Januar in St. Petersburg abgehaltenen Naturforscher Versammlung
hielt Kapt. Makaroff einen Vortrag über die Niveauverhältnisse der Europa
umgebenden Meere. Nach demselben gestalten dieselben sich, ausgehend von
dem mittleren Wasserstand des Atlantischen Oceans bei Lissabon als Nullpunkt,
wie folgt: * *)
Westliches Mittelmeer
— 434 mm
(festliches „
— 507
V)
Aegäisches Meer . . .
— 563
Marmara-Meer ....
— 360
>5
Schwarzes Meer . . .
+ 246
Westliche Ostsee. . .
+ 259
n
Oestliche Ostsee . . .
+ 254
Y)
Finnischer Meerbusen
+ 415
W
4. Bemerkungen über die Strömung an der Südküste von
Portugal und Spanien. („Hydrographische Nachricht“ No. 16/100. Pola
1890.) Nach einem Berichte des Kommandanten des österreichisch-ungarischen
Schiffes „Christa“, Freg.-Kapt. Erzherzog Carl Stefan, erhält der auf einigen
Karten angegebene, nach Osten setzende Strom nach länger anhaltendem NNE-
Wind an der spanischen, und Nordwind an der portugiesischen Küste, längs der
spanischen Küste von Cadix bis zum Leuchtthurm von Santa Maria eine Ab
lenkung nach OSO und eine Stärke von ungefähr 1 Sm. 2 )
Es empfiehlt sich daher, dafs Segelschiffe bei Winden aus dem ersten
Quadranten von Kap St. Vincent an dicht unter der spanischen Küste segeln
und erst nach dem Passiren von Huelvas den Kurs auf Kap Trafalgar nehmen.
5. Ansteuerung von Port au Prince. Kuba. Nach einem Berichte
des Kommandanten S. M. S. „Ariadne“, Kapt. z, See Claufsen von Finck,
ist die im „West India Pilot“ Vol. II, 1887, Seite 259, angegebene Leitmarke
zum Ansteuern des Ankerplatzes von Port au Prince („Fort Alexander etwas
frei von der Südseite des Inselforts“) gut zu erkennen und bei hochstehender
Sonne leicht aufzufinden. Weniger gut ist diese Landmarke unmittelbar nach
Sonnenaufgang zu benutzen, weil dann die Beleuchtung der Fort-Insel eine zu
geringe ist und dieselbe nicht erkannt werden kann. Das im Bau befindliche
Fort Bizoihon ist, obgleich nur der Unterbau vollendet ist, leicht zu erkennen
und ist aufser Fort Alexander das wichtigste Peilobjekt.
Vor der Einfahrt zum inneren Hafen liegen drei Festmachetonnen für
die Postdampfer aus.
6. Mifsweisung, Inklination und Intensität zu Puerto Plato
auf San Domingo, zu Santa Ana auf Cura9ao und zu La Guayra in
Venezuela. Westindien. („Notice to Marinere“ No. 21/412. Washington
1890.) Von dem Lieutenant Charles Laird und dem Kadetten L. M. Garrett
sind auf der amerikanischen Expedition zu telegraphischen Längenbestimmungen
in Westindien 1889/90 unter dem Kommando des Lieutenant J. A. Norris
nachstehende magnetische Bestimmungen gemacht worden.
!) „Nature“ 1059.
*) „West Coast- of France etc.“, 1885, Seite 349.