Bestimmung der erdmagnetischen Elemente im nordwestlichen Deutschland.
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Zur Ableitung der Säkular-Variation erschien es wegen der Unsicherheit
der Einzelwerthe rathsam, die Stationen gruppenweise zusammenzufassen. Zu
einer Gruppe wurden die in einem Viereck belegenen Stationen gezählt, das
von zwei auf einander folgenden Breitengraden und zwei gerade bezifferten
Längengraden begrenzt ist.
Die Säkular-Variationen in den elf erhaltenen Vierecken wurden zum
Mittel vereinigt und finden sich in nachstehender Uebersicht zusammgestellt.
Die Zahlen für Deklination und Inklination bedeuten Minuten, für Intensität
Einheiten der 5. Decimale der C. G. S. - Einheit.
Uebersicht der Säkular-Variation.
Deklination
Inklination
Intensität
7°
9°
11°
7°
9 Ü
11°
7°
9°
11°
54.5
53.5
52.5
51.5
50.5
— 7,78'
— 7,62
— 7,55
— 7,33
— 7,36'
— 7,62
— 7,26
— 7,25
— 7,20
— 7,28'
— 6,92
—1,60'
— 1,53
— 1,54
— 1,66
- 1,55'
—1,53
— 1,44
-1,46
—1,27'
— 1,53
+ 20,8
+ 21,9
+ 22,0
+ 22,2
+ 21,1
+ 20,3
+ 20,2
+ 20,1
+ 20,1
+ 20,2
+ 22,1
VII. Tagebuch.
Im Schlufs-Kapitel werden die Einzel-Beobachtungen in extenso ver
öffentlicht.
Kleine Notizen. 1 )
1. Gebrauch von Oel auf See. Nach dem Berichte des Komman
danten S. M. Kr. „SperberKorv.-Kapt. Fofs, hat derselbe im Indischen Ocean
auf der Reise von Mauritius nach Melbourne, als der Kreuzer bei sehr hoher
und steiler Brechsee viel Wasser übernahm, mit Erfolg von ausgehängten Oel-
säcken zum Glätten der See Gebrauch gemacht.
2. (D.S.) Ueber grofse Heuschreckenschwärmo, die Ende Mai
dieses Jahres im Rothen Meere angetroffen wurden, berichtet Kapt. J. Mergell
vom Reichspostdampfer „Bayern“, was folgt: „Auf der Rückreise des Dampfers
„Bayern“ von Ostasien wurden wir zuerst am Morgen des 27. Mai, als wir
uns im Rothen Meere auf ungefähr 18° N-Br befanden, auf einzelne fliegende
Insekten aufmerksam, von denen bald einige auf Deck fielen, wo sie als Heu
schrecken erkannt wurden. Im Laufe des Tages erschienen dieselben in immer
gröfseren Mengen. Sie flogen in losen Schwärmen, im Durchschnitt nicht höher
als 6 bis 12 m über der Meeresoberfläche, mit dem Winde, der zur Zeit mit
der Stärke 3 bis 5 aus NNW wehte. So weit das Auge reichte, war die
Meeresoberfläche mit breiten dichten Streifen der Heuschrecken bedeckt. Diese
Streifen begannen sich zu zeigen gegen Mittag des 27. Mai in 19° N-Br und
39,5° O-Lg, auf der Höhe von Suakim, und endigten erst am Morgen des
29. Mai in der Nähe der Jw6a£-Strafse, in 27° N-Br und 34,7° O-Lg, erstreckten
sich also über einen Strich von 550 Sm Breite, wobei der Dampfer der Flug
richtung der Insekten entgegen fuhr. Die Thiere hatten eine hellbraune Farbe
x ) Die mit (D. S.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen See warte eingesendet.