accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Bestimmung der erdmagnetischen Elemente im nordwestlichen Deutschland. 
373 
Zur Ableitung der Säkular-Variation erschien es wegen der Unsicherheit 
der Einzelwerthe rathsam, die Stationen gruppenweise zusammenzufassen. Zu 
einer Gruppe wurden die in einem Viereck belegenen Stationen gezählt, das 
von zwei auf einander folgenden Breitengraden und zwei gerade bezifferten 
Längengraden begrenzt ist. 
Die Säkular-Variationen in den elf erhaltenen Vierecken wurden zum 
Mittel vereinigt und finden sich in nachstehender Uebersicht zusammgestellt. 
Die Zahlen für Deklination und Inklination bedeuten Minuten, für Intensität 
Einheiten der 5. Decimale der C. G. S. - Einheit. 
Uebersicht der Säkular-Variation. 
Deklination 
Inklination 
Intensität 
7° 
9° 
11° 
7° 
9 Ü 
11° 
7° 
9° 
11° 
54.5 
53.5 
52.5 
51.5 
50.5 
— 7,78' 
— 7,62 
— 7,55 
— 7,33 
— 7,36' 
— 7,62 
— 7,26 
— 7,25 
— 7,20 
— 7,28' 
— 6,92 
—1,60' 
— 1,53 
— 1,54 
— 1,66 
- 1,55' 
—1,53 
— 1,44 
-1,46 
—1,27' 
— 1,53 
+ 20,8 
+ 21,9 
+ 22,0 
+ 22,2 
+ 21,1 
+ 20,3 
+ 20,2 
+ 20,1 
+ 20,1 
+ 20,2 
+ 22,1 
VII. Tagebuch. 
Im Schlufs-Kapitel werden die Einzel-Beobachtungen in extenso ver 
öffentlicht. 
Kleine Notizen. 1 ) 
1. Gebrauch von Oel auf See. Nach dem Berichte des Komman 
danten S. M. Kr. „SperberKorv.-Kapt. Fofs, hat derselbe im Indischen Ocean 
auf der Reise von Mauritius nach Melbourne, als der Kreuzer bei sehr hoher 
und steiler Brechsee viel Wasser übernahm, mit Erfolg von ausgehängten Oel- 
säcken zum Glätten der See Gebrauch gemacht. 
2. (D.S.) Ueber grofse Heuschreckenschwärmo, die Ende Mai 
dieses Jahres im Rothen Meere angetroffen wurden, berichtet Kapt. J. Mergell 
vom Reichspostdampfer „Bayern“, was folgt: „Auf der Rückreise des Dampfers 
„Bayern“ von Ostasien wurden wir zuerst am Morgen des 27. Mai, als wir 
uns im Rothen Meere auf ungefähr 18° N-Br befanden, auf einzelne fliegende 
Insekten aufmerksam, von denen bald einige auf Deck fielen, wo sie als Heu 
schrecken erkannt wurden. Im Laufe des Tages erschienen dieselben in immer 
gröfseren Mengen. Sie flogen in losen Schwärmen, im Durchschnitt nicht höher 
als 6 bis 12 m über der Meeresoberfläche, mit dem Winde, der zur Zeit mit 
der Stärke 3 bis 5 aus NNW wehte. So weit das Auge reichte, war die 
Meeresoberfläche mit breiten dichten Streifen der Heuschrecken bedeckt. Diese 
Streifen begannen sich zu zeigen gegen Mittag des 27. Mai in 19° N-Br und 
39,5° O-Lg, auf der Höhe von Suakim, und endigten erst am Morgen des 
29. Mai in der Nähe der Jw6a£-Strafse, in 27° N-Br und 34,7° O-Lg, erstreckten 
sich also über einen Strich von 550 Sm Breite, wobei der Dampfer der Flug 
richtung der Insekten entgegen fuhr. Die Thiere hatten eine hellbraune Farbe 
x ) Die mit (D. S.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen See warte eingesendet.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.