accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

368 
Bestimmung der erdmagnetischen Elemente im nordwestlichen Deutschland. 
unter Eliminirung von H aus den beiden Formeln für Ablenkungs- und 
Schwingungsbeobachtungen erhalten wird, und welche dem magnetischen Moment 
des benutzten Magneten proportional ist. ni—n ist die Intensitätsänderung 
zwischen Ablenkungs- und Schwingungsbeobachtungen. Es ist 
log /л = £ log sin <p — log T + 0,0451 + 0,1171' + 5,15 (t+t') + 5,89 (nt—n). 
Die Instrumentalfehler und Konstanten für die drei Bestimmungsstücke: 
1. Deklination. Obgleich der Reisetheodolit absolute Werthe der 
Deklination liefern sollte, so zeigten sich doch auch bei diesem Instrumente 
Abweichungen von anderen Instrumenten derselben Art. Eine Vergleichung der 
Deklinationsbestimmungen mit dem Reisetheodoliten mit den Angaben des 
Deklinatoriums in Wilhelmshaven vor und nach der Reise ergab eine Korrektion 
von 
+ 2,25', 
die den Angaben des Reiseinstruments hinzuzufügen ist. 
Für Sonnenbeobachtungen kommen noch die Korrektionen hinzu, welche 
aus der Neigung der Drehaxe dos Fernrohrs und dem Collimationsfehler des 
Fernrohrs entspringen; dieselben wurden aber wegen ihres geringfügigen Be 
trages vernachlässigt. 
2. Inklination. Aus Vergleichsbeobachtungen des Reiseinklinatoriums 
mit dem Dover’schen Inklinatorium (Nadel 3 und 4) in Wilhelmshaven ergab 
sich als Korrektion der mit dem Reiseinklinatorium erhaltenen Werthe 
-f 4,5'. 
3. Horizontal-Intensität. Die Vergleichsbestimmungen vor und nach 
der Reise zeigten, dafs sich der nach Formel II' berechnete Werth log C 
der Deflektoren von 9,09330 auf 9,09177 verringert hatte. Aus einem Ver 
gleich mit den Resultaten, die die Ablenkungsbeobachtungen mit den beiden 
grofsen Magneten in den sieben Stationen, an welchen beide Arten der Intensitäts 
bestimmungen vorgenommen wurden, zeigt, dafs die Abnahme von G zuerst 
schneller, dann allmählich langsamer vor sich gegangen sein mufs. 
Aus den Beobachtungen an der Basisstation vom 16. August und 19. Ok 
tober ergeben sich nach Formel I' die Werthe der Konstanten Ci für die beiden 
grofsen Magnete: 
I II 
August 16 log C = 9,69953 9,70510 
Oktober 19 log C = 9,69925 9,70340. 
Hiernach wurde für Magnet I das Mittel aus beiden Beobachtungen ge 
bildet und der weiteren Rechnung zu Grunde gelegt. Da es nicht gerathen 
schien, für Magnet II eine andere als eine allmähliche Aenderung der Konstanten 
anzunehmen, so wurden für die Beobachtungstage folgende Werthe interpolirt: 
Magnet II 
1. August 16 log C = 9,70510 
2. „ 18 70505 
3. „ 23 70491 
4. September 3 70461 
5. „ 7 70451 
6. „11 70441 
7. Oktober 3 70381 
8. „ 12 70358 
9. „ 19 70340. 
Der Vergleich mit den durch die Deflektoren erhaltenen Werthen geschah 
folgendermafsen: 
Es wurde zunächst aus den Intensitätswerthen der beiden Magnete mit 
Hülfe der Variationsangaben der Wilhelmshavener Registrir-Instrumente die 
Differenz: Station—Wilhelmshaven abgeleitet und dann diejenige Intensität be 
rechnet, welche zu der Zeit der Beobachtung mit den Deflektoren auf der betreffen 
den Station stattfand; und daraus liefs sich nach Formel 11' die Konstante 
log Cu für die Deflektoren ermitteln. Es ergab sich hierbei im Ganzen eine
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.