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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Bestimmung der erdmagnetischen Elemente im nordwestlichen Deutschland. 
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Punkte gemacht und sich nicht an einem leicht zugänglichen und wieder auf 
findbaren, aber näher gelegenen Platz aufgestellt zu haben. 
Der Verlauf der Reise war kurz folgender: Am 17. August erfolgte die 
Abreise von Wilhelmshaven nach Wangeroog mit dem Dampfer. Am 18. August 
wurde auf einer Düne in der Nähe des astronomischen Pfeilers des geodätischen 
Instituts beobachtet. Der Vormittag des folgenden Tages diente zur Fahrt 
nach Norderney, woselbst im Laufe des Nachmittags die Beobachtung auf einer 
der höchsten Dünen der Insel gelang. Am 22. August wurde in Borkum auf 
einem Punkte in der Verbindungslinie der beiden Leuchtthürme, etwas näher 
dem südlichen, beobachtet. Den folgenden Tag wurde Emden erreicht und auf 
der Stelle des Larreiter Deiches beobachtet, wo sich derselbe mit einer Biegung 
der Landstrafse nach Larrelt nähert. Von der Benutzung der Lamont’schen 
Beobachtungsstelle mufste abgesehen werden, da sich in der Nachbarschaft dieser 
Stelle Schienengeleise befanden. 
Am 24. August wurde in Meppen an der Hasellüner Landstrafse, etwa 
1 km östlich vom Bahnhofe, und aufserdem in Bheine auf einem Hügel, der so 
genannten Hünenburg, beobachtet. Am folgenden Tage wurde in Münster 
ziemlich genau an der Lamont’schen Beobachtungsstelle — Wiese vor dem Ab 
schnittsthor, nahe dem Zoologischen Garten — beobachtet. Nachmittags des 
25. August wurde die Weiterreise nach Iserlohn angetreten, woselbst das 
Instrument gründlich gereinigt wurde; den 27. August wurde dann in der Nähe 
von Iserlohn beobachtet. Auf der nächsten Station, Oberhausen, war die alte 
Lamont’sche Beobachtungsstelle nicht auffindbar, und es wurde deshalb auf 
einem Felde unfern der Katholischen Kirche und Krankenhaus beobachtet. Am 
Nachmittag desselben Tages wurde noch in Bochum eine Beobachtung aus 
geführt. In Krefeld wurde am 29. August auf einem Acker der Wittwe Schmitz 
beobachtet. Am 30. August wurden auf dem sogenannten Brasserberg bei Cleve 
die Beobachtungen angestellt. Deu 31. August wurde auf der Mülheimer Heide 
bei Köln beobachtet. In Aachen wurden am 1. September auf dem Lonsberg in 
der Nähe der Salvatorkapelle, in Bonn am 2. September im Garten der König 
lichen Sternwarte die Beobachtungen ausgeführt. Alsdann folgten die Beob 
achtungsstationen: Giefsen (Sept. 4) auf einem Felde am Lechgestner Weg, 
Marburg (Sept. 5) auf dem Weinberge in der Nähe des Kuntzbacher Thaies, 
Kassel (Sept. 6) ungefähr auf der alten Lamont’schen Station, die sogenannte 
Kaffeemühle, Gotha am nordwestlichen Abhange des Seebergs, Halle (Sept. 8) 
bei Lehmann’s Garten, da wo unterhalb am rechten Ufer der Saale sich ein 
isolirter Porphyrfels erhebt, Leipzig (Sept. 10) im Sternwartengarten. 
ln der Zeit vom 12. bis 18. September fand die magnetische Vermessung 
des Harzes statt; beobachtet wurde in folgenden 23 Stationen: Bornstedt, 
Mansfeld, Eisleben, Clausthal, Zellerfeld, Hammersteinsklippe, Brocken (zwei 
Stationen), Hohneklippen, Schnarcherklippen, Blankenburg, Mägdesprung, Ballen 
stedt, Harzburg, Langelsheim, Leesen, Horsberg, Ellrich, Benneckenstein, Hassel 
felde, Ilfeld, Rossla, Sangerhausen. 
Im weiteren Verlauf der Reise folgten: Göttingen (Okt. 2), Garten der 
Sternwarte; Hannover (Okt. 4); Detmold (Okt. 5), Hiddeser Berg; Braunschweig 
(Okt. 6), Gaufsberg; Magdeburg (Okt. 7), Frohsener Berg. Hamburg (Okt. 11), 
Wiese an der Diebsteicher Mühle bei Altona. Am 12. Oktober wurde im 
Kompafsobservatorium der Seewarte und am 13. dicht bei Uelzen beobachtet. 
In Bremen wurden am 14. Oktober auf dem Jakobsberge und in Oldenburg am 
15. Oktober, in Donnerschwee, die Beobachtungen angestellt. In den nächsten 
Tagen erfolgten Vergleichungsbeobachtungen im absoluten Observatorium zu 
Wilhelmshaven. 
Zu bemerken ist noch, dafs stets dem Gestein der Beobachtungsstelle 
Aufmerksamkeit geschenkt und Proben desselben auf magnetischen Einflufs 
untersucht wurden. 
II. Beschreibung der Instrumente und Beobachtungsmethoden. 
Bei allen Beobachtungen des Jahres 1888 wurde ein magnetischer Reise 
theodolit von 0. Bamberg in Berlin benutzt, der die Beobachtung der drei 
Bestimmungsstücke des Erdmagnetismus gestattete.
	        
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