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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Die Niederlassmig St. Michels im Norton-Sund und die Insein Stuart u. Port Clarence. 347 
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Die besten Landmarken daselbst bilden die Insel Egg und zwei niedrige 
runde Hügel, welche Sisters benannt sind. Die Insel Egg ist nur klein und 
flach und hat an ihrem einen Ende einen Hügel; ihr Ostende läuft in einer 
flachen Spitze aus. Der Kurs von der Insel Egg bis zum St. Michaels - Anker 
plätze ist rw. S 36° W, und die Sisters - Hügel peilen von der Insel Egg 
rw. S 8° W. Die Wassertiefen von der Insel Egg bis zum Ankerplätze sind 
nur geringe, und man findet erst seewärts der Insel 12,8 m; von hier nimmt 
dieselbe auf 11 und 9,1 m ab, und auf 8 Sm Abstand von der Insel Egg beträgt 
dieselbe nur 8,7 und 7,3 m. Diese letzteren Tiefen bilden den Ankerplatz, und 
man findet daselbst Schlammgrund. Sobald ein Schiff in Sicht kommt, wird 
zur Bezeichnung des Anlegeplatzes auf dem Lagerliause eine Plagge auf 
gezogen. 
Die Umrisse der Insel Stuart sind auf der Karte unrichtig angegeben; 
die Insel ist an einem flach abfallenden Hügel in ihrer Mitte zu erkennen. 
Port Clarence l ) ist der beste Hafen an der amerikanischen Seite, ehe 
man in die arktischen Gewässer gelangt. Der Hafen wird als Zusammenkunfts 
und Verproviantirungsort der Walfischfänger benutzt, und traf das V. St. S. 
„ Thetis“ am 11. Juli 1889 15 Schiffe daselbst an. Eingeborene wohnen daselbst 
nicht, kommen aber zeitweise dahin, um mit den Walfischfängern Tauschhandel 
zu treiben. Man findet in diesem Hafen ziemlich guten Ankergrund und gutes 
Trinkwasser. Das beste ist einem Flusse zu entnehmen, welcher rw. S 57° 0 
von der Spitze Spencer mündet. 
Der beste Ankerplatz mit 8,7 m Wasser befindet sich innerhalb der Spitze 
Spencer, in Lee einer Sandzunge, welche sich von der Spitze Spencer gegen 
den Hafen zu erstreckt. Der Grund daselbst ist gut haltbar und besteht aus 
Schlamm und feinem Sande. Bei Nordwinden findet man hier guten Schutz, 
jedoch ist solcher bei Süd- und westlichen Winden ungenügend. 
Ostwärts von Port Clarence ist eine flache Einbuchtung, welche Grantly- 
Hafen genannt wird. In derselben können jedoch nur Schiffe mit weniger als 
3,7 m Tiefgang ankern. Hinter diesem Hafen liegen ein grofser See und ein 
Flufs, welcher nach Aussage der Eingeborenen aber nicht mit dem FYsA-Flusse 
in Verbindung steht. 
Bei nebeligem und unsichtigem Wetter mufs man beim Einlaufen nach 
Port Clarence darauf achten, der die Westseite der Bucht bildenden flachen 
Sandspitze nicht zu nahe zu kommen, und thut man, von Süden kommend, am 
besten, auf das Kap York zuzusteuenr und dann sich längs der Küste zu halten. 
Westwärts der beim Kap Spencer endigenden Landspitze liegt eine Un 
tiefe mit 3 m Wasser, welche auf der Karte mit 3,7 m verzeichnet ist. Die 
Untiefe ist von flachem Wasser mit unregelmäfsigem felsigem Grund umgeben, 
und ist es nicht ausgeschlossen, dafs daselbst noch mehr Untiefen vorhanden sind. 
Von Süden und Osten kommende Schiffe müssen sich beim Ansteuern von 
Port Clarence von Kap Douglas an bis zu einem Punkte 5 Sm von dem Nord 
ende der Spitze Spencer wenigstens 2 Sm weit vom Lande halten. Die auf der 
Br. Adm.-Karte No. 593 (XIII: 48) angegebenen Wassertiefen sind nicht richtig. 
Die Komoren-Inseln Angasija oder Komoro und Mohilla. 
Nach den Aufzeichnungen des Geologen Dr. K. W. Schmidt, welcher 
im Jahre 1886 die Komoren-Inseln besuchte, hat P. Langhans unter Zugrunde 
legung der britischen Admiralitätskarte „Comoro Islands v r ith the adjacent 
Coasts of Africa and Madagascar“ (No. 2762) von den Inseln Angasija oder 
Komoro und Mohilla eine Karte, jedoch in gröfserem Mafsstabe als die an 
geführte, entworfen, welche, eine werthvolle Ergänzung derselben bildend, in 
l) „North Pacific Directory“ 1886 Seite 696.
	        
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