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Beobachtungen S. M. S. ,Sophie“ im Bismarck-Archipel etc.
sollen dort keine Steine über Wasser liegen, sondern nur eine kleine Bank mit
2 m Wasser. Die Navigirung durch die Steffen-StvaisQ bot, nachdem die Ein
fahrt passirt war, keine Schwierigkeiten. Zu Karte Tit. XII No. 116 (D. A. K.
111) ist noch zu bemerken, dafs Mausoleum-Insel und Baudissin-lnsel nicht so
weit nach Süden gehen, wie auf der Karte angegeben. So verschwindet z. B.
bei der Baudissin-lnsol die Einfahrt der Insel beim /LZmtrq/s-Kanal erst in der
Peilung 0‘A-N, während nach der Karte dieselbe bereits bei ONO'/iO verdeckt
sein soll. Randewig-Insel liegt näher an RawiLma-Insel heran, und scheint
auch die Lage der anderen Inseln nicht genau richtig zu sein.
Von der Steffen-Strafse wurde nördlich der Inseln nach Nusa gedampft
und nördlich der Insel in 40 m Wasser gestoppt und alsdann die Fahrt nach
Tubtub, 4 Sin westlich der Kapsu-Huk, fortgesetzt.
Auf TuifuJ-Rhode wurde in den Peilungen: Kapsu-Huk 0 3 AS, Haus des
Traders SV*W, Huk westlich von Tubtub WSW 7 /sW, 24 m Wasser, Korallen
sand mit Muscheln, gelothet, und können hier gröfsere Schiffe ankern. In
Tubtub steht ein Haus mit Wellblechdach, welches für die Ansteuerung eine
gute Marke bildet. Das Riff ist vor Tubtub durchbrochen, und führt mit Kurs
S7*W auf das Trader-Haus eine gute Bootpassage an die Küste heran.
Die Fisher- und Gardner - Inseln wurden am 24. Februar Morgens auf
18 Sm gesichtet. In der Strafse zwischen Fisher- und Gardner-Insel wurde bei
dem Orte Kotum gestoppt. Die Nordseite der Insel ist flach und von einem
Gürtelriffe umschlossen. Durch das Riff führt eine sichere Bootspassage mit
SzWy*W-Kurs auf einem hohen einzelnen Baum, welcher auf den hinterliegenden
Bergen steht und sich sehr gut markirt.
Auf 2 Kabllg. vom Riffe wurde mit 70 m Leine kein Grund gefunden.
Nach Angabe des Händlers Gondersen in Tubtub soll die Insel Gardner
aus zwei durch einen schmalen Kanal getrennten Inseln bestehen. Die Trennung
soll an der Stelle stattfinden, wo auf der Karte Tit. XII No. 119 (Br. 764)
bei Gardner-Insel dio tiefe Bucht an der Westseite eingezeiclmet ist. Der Name
der nördlichen Insel ist in der Sprache der Eingeborenen Tatau.
Auf der Ueberfahrt von der Gardner-lmal nach der Sir Charles Ilardy-
lnsel wurden die Gerrit Denys-, die Kaan- und die St. John-Inseln gesichtet.
Alle drei Inseln sind sehr gebirgig, und sind die höchsten Spitzen auf 700 in
geschätzt worden.
Am 26. Februar 8 h 5"" a. m. wurde Green Island in SOzO'/kO, 22 Sm ab,
und 8 h 20™ Sir Charles llardy-Insel in SOzS, 30 Sm ab, gesichtet. Beide Iuseln
sind niedrig und dicht bewachsen. Die in der Karte Tit. XII No. 119a
(Br. A. K. 2766) angegebenen äufseren Konturen der Sir Charles Ilardy-lmal
scheinen richtig zu sein. Die Insel ist aber nicht, wie in dieser Karte, sowie
in den „Ann. d. Hydr. etc.“ 1883, Tafel 10, nach Vermessungen S. M. Knbt.
„Hyäne“ angegeben ist, ausgefüllt, sondern bildet ein richtiges Atoll, dessen
höchste Breite 1,5 Sm ist.