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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Konkurrenz-Prüfung von Marine-Chronometern im Winter 1889—90. 
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insbesondere auf die Spirale und Balance, ausgeübt habe und letztere Ansatz 
stellen von Rost zeigten. 
Die Sachverständigen sprachen ihre Ansicht dahin aus, dafs an den von 
ihnen untersuchten Chronometern keinerlei neuerdings entstandene Oxydations 
flecken zu bemerken seien, und es wurde noch insbesondere hervorgehoben, 
dafs die Instrumente, welche von den Sachverständigen selbst zur Prüfung ein- 
goliefert worden waren, sich noch in genau gleichem Zustande befänden, wie 
zur Zeit der Zustellung an die Abtbeilung. 
Nur bei einzelnen Chronometern zeigte sich eine gewisse Veränderung in 
der Färbung des Oeles. 
Zum Schlüsse möge hier noch die Rang- und Klassenorduung der Chrono 
meter beigefügt werden, wie sie sich stellt, wenn man, was vielleicht theoretisch 
strenger sein dürfte, bei Ableitung der Gröfse B die Vorzeichen von A und B' 
berücksichtigt. Es ist das Vorzeichen dieser als Differenzen je zweier täglichen 
Gänge sich ergebenden Werthe in dein Sinne: „Gang bei der höheren Tempe 
ratur minus Gang bei der tieferen Temperatur“ angesetzt worden. — Man 
erkennt aus der folgenden Zusammenstellung, dafs in 6 (unter 20) Fällen der 
Werth von B und mithin auch von A -f- 2B -f- C eine Aenderung gegen die 
oben angenommene Klassificirungsmethode erfahren hat, und dafs in 2 Fällen 
wegen Üebersehreitung der Maximalgrenze für B sogar eine Verschiebung de3 
betreffenden Instrumentes in die nächst niedere Klasse eingetreten ist. 
Л 
В 
^ А 
T 
А 
В 
C 
A + 2B + C 
Klasse 1. 
Sek. 
Sek. 
Sek. 
Sek. 
Sek. 
Sek. 
Sek. 
1. Ehrlich 513 
— 0,81 
— 0,51 
— 0,10 
0,81 
0,41 
0,05 
1,68 
2. Ehrlich 517 
+ 0,39 
— 0/63 
+ 0,08 
0,39 
0,71* 
0,05 
1,86 
3. Bröeking 1185 
+ 1,27 
+ 0,87 
4“ 0/26 
1,27 
0,61 
0,00 
2,49 
Klasse 2. 
1. Bröeking 1188 
+ 0,60 
+ 0,89 
+ 0,11 
0,60 
0,78 
0,00 
2,16 
2. Bröeking 1187 
+ 1,23 
— 0,83 
— 0,16 
1,23 
0,99* 
0,00 
3,21 
3. Bröeking 1186 
4-1,74 
+ 1,16 
+ 0,36 
1,74 
0,80 
0,05 
3,39 
4. Bröeking 1162 
+ 1,88 
+ 1,16 
+ 0,38 
1,88 
0,78 
0,06 
3,50 
Klasse 3. 
1. Ehrlich 50S 
+ 0,81 
— 1,11 
+ 0,10 
0,81 
1,21* 
0,02 
3,25f 
2. Ehrlich 510 
— 1,30 
—1,60 
— 0,16 
1,30 
1,44 
0,01 
4,19 
3. Kittel 261 
+ 1,79 
— 0,98 
+ 0,23 
1,79 
1,21* 
0,01 
4,22f 
4. Bröeking 1120 
~\- 2/4 i 
+ 1,63 
+ 0,50 
2,47 
1,13 
0,11 
4,84 
5. Kittel 271 
+ 2,70 
+ 1,77 
+ 0,54 
2,70 
1,23 
0,03 
5,19 
6. Kittel 49 
+ 3,62 
+ 1,48 
+ 0,74 
3,62 
0,74 
0,09 
5,19 
Klasse 4. 
1. Ehrlich 514 
+ 1,01 
+ 0,76 
+ 0,21 
1,01 
0,55 
0,13 
2,24 
2. Ehrlich 512 
— 0,76 
+ 0,89 
— 0,04 
0,76 
0,93* 
0,20 
2,82 
3. Sehnoor 3 
+ 2,21 
+ 1,42 
+ 0,45 
2,21 
0,97 
0,14 
4,29 
4. Eppner 216 
— 1,44 
— 2,32 
— 0,18 
1,44 
2,14 
0,06 
5,78 
5. Eppner 215 
+ 1,73 
— 2,15 
+ 0,21 
1,73 
2,36* 
0,05 
6,50 
6. Kittel 48 
— 5,07 
— 2,34 
— 1,03 
5,07 
1,31 
0,07 
7,76 
7. Eppner 226 
+ 6,94 
+ 2,72 
+ 1,42 
6,94 
1,30 
0,06 
9,60 
* Hier trat 
gegen die 
erste Art der Klassificirung eine 
Aenderung der charakteristischen 
Zahl ein. 
f Hier fand 
eine Verschiebung in 
die nächst niedere Klasse statt. 
Seitens der Kaiserlichen Admiralität ist eine Prämiirung der sechs ersten 
Chronometer in Aussicht gestellt worden unter der Bedingung, dafs diese 
Instrumente der ersten Klasse angehören. Diese Bedingung ist dieses Mal nur 
durch die drei Chronometer Ehrlich 517, Ehrlich 513 und Bröeking 1185 erfüllt, 
welche in jeder Hinsicht als Instrumente ersten Ranges bezeichnet werden 
müssen. Denselben siud die drei ersten ausgesetzten Prämien zuerkanut worden.
	        
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