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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

293

Die  Winde  zu  Keitum  auf  Sylt.

Tabelle  12.
Tägliche  Periode  der  Stürme  zu  Keitum.
Stuudensummen.  —  5  Jahre.

N

NNE

NE

ENE

E

ESE

SE

SSE

S

SSW

sw

WSW

W

WNW

NW

NNW

Zusammen ­


I 1 *  a.  m.

3

1

3

3

2

2

14

2  „

—

1

—

—

—

—

—

—

2

—

1

5

2

1

—

—

12

3  „

—

—

1

—

—

—

—

1

—

1

1

5

4

—

1

14

4  „

—

—

1

—

—

—

—

—

—

1

2

6

2

1

1

_

14

5  „

1

—

1

—

—

—

—

—

1

—

4

4

—

1

1

2

15

6  „

1

3

4

2

1

1

2

14

7  „

—

—

—

1

—

—

—

1

—

1

1

7

2

4

2

1

20

8  „

1

2

2

0

4

4

1

—

20

9  „

1

—

1

—

—

—

—

—

1

1

2

10

2

2

1

—

21

10  „

1

—

1

—

—

—

—

—

—

1

3

11

2

2

2

—

23

11  „

—

—

1

—

—

—

—

—

—

1

3

6

1

1

1

—

14

Mittag

—

1

1

—

—

—

—

—

—

2

4

G

3

1

—

—

18

l h  p.  m.

1

1

1

—

—

—

1

1

1

5

1

2

1

15

2  „

1

1

1

3

5

1

—

—

1

13

3  „

1

—

—

—

—

1

—

—

—

3

2

7

4

1

—

1

20

4  ,

1

—

—

—

—

1

—

—

—

1

2

3

3

1

—

1

13

5  „

1

—

—

2

3

4

2

—

1

13

6  „

2

—

—

—

—

—

—

—

—

1

2

—

5

—

—

1

11

7  ,

1

—

—

—

—

—

—

—

—

2

3

—

1

2

—

1

10

8  „

—

1

1

—

—

—

—

—

—

2

2

1

3

1

1

—

12

9  „

—

1

—

—

—

—

—

—

1

5

4

4

—

1

—

16

10  „

1

1

2

3

2

1

1

—

11

11  »

—

—

3

2

1

2

—

—

—

8

Mitternacht

1

1

1

2

1

1

1

—

8

Nachmittern.

1

1

3

—

1

6

4

14

27

12

4

6

4

83

Vormittag

3

1

4

1

—

—

—

1

1

8

15

46

14

14

7

1

116

Kachmittag

7

2

—

1

—

2

—

—

1

7

12

23

18

4

2

6

85

Vormittern.

1

1

2

—

—

—

—

2

10

15

11

13

5

4

1

65

Zusammen

12

5

9

2

—

2

—

2

10

29

107

57

27

19

12

349

Es  gilt  also  das  Gesetz,  dafs  ein  Wind  umsomehr  Neigung  hat,  aufzufrischen, ­
  je  gröfser  die  Wahrscheinlichkeit  seines  Eintritts  ist,  nicht  immer.  Die
Winde  III  wehen  Nachmittags  häufiger,  als  Vormittags,  zu  dieser  Tageszeit
aber  schwellen  sie  leichter  zu  höheren  Stärkegraden  an,  als  zu  jener.  Vielleicht
deutet  das  auf  eine  Neigung  der  barometrischen  Depressionen,  sich  Vormittags
zu  vertiefen.
Zur  weiteren  Untersuchung  der  Stürme  und  ihrer  Beziehungen  zu  den
barometrischen  Depressionen  wurden  die  den  von  der  Deutschen  Seewarte
herausgegebenen  monatlichen  Uebersichten  der  Witterung  angehängten  Bahnenkarten ­
  der  barometrischen  Minima  und  die  täglichen  Wetterberichte  der  Seewarte ­
  herangezogen.  Dabei  wurde  aber  die  obige  Definition  stürmischer  Winde
nicht  streng  innegehalten,  es  wurden  vielmehr  zwei  Zeitabschnitte,  für  welche
Windgeschwindigkeiten  von  mindestens  15  m  per  Sek.  verzeichnet  waren,  auch
dann  als  eine  Sturmperiode  genommen,  wenn  zwischen  ihnen  eine  oder  wenige
Stunden  mit  etwas  geringerer  Geschwindigkeit  sich  befanden.  Es  dürfte  das
der  Natur  besser  entsprechen,  da  derartig  getrennte  Sturmzeiten  derselben
Depression  anzugehören  pflegen.  Nach  den  Anemographen-Registrirungen  wurde
die  mittlere  Dauer  und  die  mittlere  Geschwindigkeit  der  einzelnen  Stürme  berechnet ­
  (mit  Einschlufs  der  erwähnton  kurzen  Unterbrechungen),  für  die  mittlere
Sturmzeit  wurde  nach  den  Bahnenkarten  die  Lage  und  Tiefe  des  Depressionscentrums, ­
  dem  der  Sturm  angehörte,  und  mit  Hülfe  der  Wetterkarten  die
Gradienten  für  Keitum  zu  bestimmen  versucht.
            
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