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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Kleine Notizen. 
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Linienschiffs-Kapitän Richard Pogatschnig, hat derselbe auf der Reise von 
Cattaro bis Lissa längs der dalmatinischen Küste und längs den Inseln Meleda 
und Lagosta bei heftigen südöstlichen Winden einen nach NW setzenden Strom 
von 1,3 bis 1,5 Knoten pro Stunde beobachtet. 
3. Bemerkungen über den Ankerplatz in Yalle Malaluka. Budua. 
Dalmatien. („Hydrographische Nachricht“ No. 15/99. Pola 1890.) Nach einem 
Berichte des Kommandanten des österreichisch-ungarischen Schiffes „Narenta 
Linienschiffs-Lieutenant August Schweissgut, sind diejenigen Schiffe, welche 
auf jenem Punkte in der Valle Malaluka (Malaluka-Bucht) 1 * ) ankern, der in der 
Spezialkarte von Cattaro (Tit. V No. 231) angegeben ist, für den Fall des Ein 
tritts von NO-Wind sehr heftigen NO-Böen und bei SO-Wind hohem Seegange 
ausgesetzt. 
Bei SO-Wind wird in neuerer Zeit ausschliefslich der Ankerplatz in der 
Mitte zwischen der Spitze Zavala und einer weifsen, weithin sichtbaren, mit 
den Buchstaben „ A. <S.“ (Ancoraggio scirocco) bezeichneten Landmarke an der 
Ostseite der Klippe Nicolo benutzt, wogegen bei NO-Wind an der Westseite 
der Spitze Zavala, auf welcher sich eine ebensolche Landmarke mit den Buch 
staben „A. B.“ (Ancoraggio bora) befindet, in deren Nähe in entsprechender 
Wassertiefe geankert wird. 
Bei unbestimmtem Wetter mufs man in der Mitte der Linie ankern, 
welche durch die beiden Landmarken gegeben ist. 
Ueber die Barre führen daselbst zwei Passagen für kleinere Boote; bei 
ruhiger See kann von der Mitte aus (zwischen der Spitze Zavala und der 
Landmarke „A. S.“) das Hafenfeuer direkt angesteuert werden, bei hohem See 
gange dagegen empfiehlt es sich, unter die Spitze Zavala zu gehen und in der 
Richtung „Hafenfeuer und Häuschen nördlich vom Fort Zavala“ zu steuern und 
dann erst auf das Hafenfeuer Kurs zu nehmen. Gröfsere Boote müssen die 
Bucht unter dem Fort Zavala dicht unter Land passiren, bis sie in die Linie 
„Hafenfeuer und Pappel neben dem Häuschen am Ufer, südlich der Kirche 
St. Veneranda“ kommen und darauf das Hafenfeuer ansteuern. 
4. Bemerkung über die Ankerplätze bei der Insel Merak. Java. 
Sunda-Strafse. („Notice Hydrographique“ No. 15. Paris 1889.) Der Kanal 
zwischen der Insel Merak*) und der Küste von Java ist Segelschiffen wegen 
des, besonders in der schmälsten, nicht über 250 m breiten Stelle, herrschenden 
starken Stromes nicht anzurathen. Für Dampfer und kleinere Schiffe, welche 
in der durch die zwei Merak-Inseln und der Küste von Java gebildeten Bucht 
ankern wollen, ist die nördliche Einfahrt die leichtere. Yon Süden kommend, 
kann man das Riff Tarembou an beiden Seiten passiren; in dem einen Falle 
hält man sich neben der Küste von Merak, deren schmales Riff durch entfärbtes 
Wasser gut bezeichnet ist, im anderen Falle passirt man mit östlichem Kurse 
Little Merak 150 m nördlich, bis man das weifse Haus des Telegraphenamtes 
rw. N9°W peilt und darauf zusteuert. Sobald man die Südseite von Merak 
rw. W'/aS peilt, hat man das Tarembou-Riff passirt. Zur Zeit des Ost- 
Monsuns kann ein Segelschiff ebenso wie an der Südseite auch an der Nord 
seite von Merak ankern. An der Südseite findet man die geringsten Wasser 
tiefen auf dem ehemaligen Brouwers-Sand, wo man auf 10 bis 13 m Wasser 
ankern kann. Zur Zeit des West-Monsuns findet man dort den sichersten Anker 
platz, besonders bei NW- und NNW-Winden, welche die heftigsten sind. Wird 
man von einer Böe überrascht, so ist man daselbst von der Küste genügend 
entfernt, um manövriren zu können. 
5. Riffe und Ankerplätze in der Umgebung von Sumenep. SO- 
Küste der Insel Madura. („Notice Hydrographique“ No. 16. Paris 1889.) 
Die Tambaga-Riffe 3 ) sind drei nahe aneinander liegende Korallenriffe, von denen 
das westliche ca 3‘/a Sm rw. 0‘/2 S von der Spitze Sarotak liegt. Bei Spring- 
!) „Mediterranean Pilot“, Vol. III, 1880, Seite 241. 
®) „China Sea Directory“, Vol. I, 1886, Seite 240. 
3 ) „India Directory“, Part II, 1864, Seite 653 und 654. 
Ana. d. Hydr. etc., 1890, Heft VI. 
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