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Aas dem Reiseberichte S. M. Ivnbt. „Hyäne“.
von der Mouche-Bank. Die bezüglich der Gombé-Spitze in den „Ann. d. Hydr.“
1883, S. 647, gegebenen Bemerkungen wurden vollauf bestätigt gefunden. ' Die
Joinville-Bake kam bei der Ansegelung in NNO auf 10 Sm Entfernung, die
Schornstein-B&kQ nach ihrem Freikommen von der Wingombé-Spitze auf 7 Sm
Entfernung in Sicht.
Um 7 */a h a. m. des 12. September wurdo in den GaJww-Flufs ') eingelaufen
und hierzu zunächst die Passage zwischen Thémis- und Mouche-Bank mit N0-
Kurs auf die Joinville-Bake steuernd genommen, wobei die Tiefen ungefähr
drei Stunden vor Niedrigwasser ca 3 m geringer als in der Karte Tit. VI
No. 159 (Br. Adm.-K. 1877) gefunden wurden. (Das ganze Fahrwasser ist in
diesem Jahr durch französische Marineoffiziere neu aufgenommen.) Die die
Thémis-Bank bezeichnende schwarze Spitztonne kam wegen des durch leichten
Regen etwas unsichtigen Wetters beim Einsegeln nicht in Sicht; beim Verlassen
der Rhede wurde sie auf 3‘/s Sm Entfernung gesichtet. Die A/owcAe-Bank-Tonne
ist eine roth und weifs horizontal gestreifte Spierentonne ohne weiteres Ab
zeichen; sie war auf 4*/* Sm zu sehen.
Unter Benutzung des Prraeiope-Passes wurde auf die Innenrhede gesteuert
und hier um 10 h 25“ westlich vom deutschen Konsulat geankert. Bezüglich
des für das Passiren des ersteren angegebenen Marks {Owendo-Spitze nordöstlich
frei von der Ikano-Spitze auf Coniquet-lnszY) ist zu bemerken, dafs dasselbe
nur bei klarem Wetter und auch dann erst nach Erreichen der Caraibe-Bank
zu benutzen ist, wo einzelne Bäume von der ca 15 Sm entfernten /Ä:«wo-Spitze
über den Horizont hervortreten.
Aufser der A/owcfte-Bank-Tonne sind alle übrigen Seezeichen Spitztonnen,
und zwar diejenigen auf der Caraibe- und Südost-Bank (beim Einsegeln B-B.)
schwarz, diejenigen der Pongara- und Butterfly-Bank roth.
Während die Mouche-Bank beim Passiren sich durch nichts kenntlich
machte, markirte sich die Pongara-Bank durch hellere Färbung des Wassers
und leichte Brandung bei der zur Zeit herrschenden WSW-Dünung von Stärke 2
und SE-Wind von Stärke 1.
2. Wind. Der Wind wehte während der Reise aus der Richtung
SSW—SW mit Stärke 2 bis 3.
3. Wetter. Der Himmel war während der Fahrt Tags über mit einem
leichten cu- und ci-nim-Schleier sowie einzelnen Regenwolken völlig bedeckt;
gegen Abend klarte es etwas auf und fiel leichter Thau. Namentlich nach
Passiren von Kap Lopez trat mehrfach Regen auf.
4. Stromverhältnisse. Der Banana Creek wurde zur Ebbezeit ver
lassen und der Strom zwischen French- und SAarA-Spitze in der Kursrichtung
rw. West 6,7 Sm stark gefunden. Die vor der Äbw^o-Mündung gemachten
Beobachtungen über Temperatur und specifisches Gewicht des Wassers sind in
nachstehender Tabelle zusammengestellt:
Sept. 9
Uhrzeit
Ort
Spec.
Gewicht
nicht
reducirt
Oberff-
Temp.
°C
Wasserfarbe
Bemerkungen
IO 1 ' 30“ a. m.
Mitte
Kongo-
Mündung
Sm
6,5
1,0065
24,9
dunkodbraim
rw. N—S laufende Schaumstreifen.
111' 10“ ,
rw. SO'/aS
1,0115
24,9
übergehend
12h 45m :
Kongo-Mitte SOViS, 19 Sm ab.
12 “
„ SOzO
12
1,0115
24,9
in dunkelgrün
dunkelgrün
rw. NO — SW laufende Strom
kabbelung. Vor dem Passiren:
Temp.24,7 0 , spec. Gew. 1,0115.
Nach dem Passiren: Temp.24,1 0 ,
! 2 1 ' p. m.
„ SOzS
28
1,0140
24,0
n
4h
» »
45
1,0165
23,8
schwarzgrün
spec. Gew. 1,0125.
6h
» »
62
1,0193
24,0
»
8 h
» n
89
1,0196
23,9
5>
i) „Africa Pilot“, Part li, 1884, S. 18 ff. — Vcrgl. „Arm. <1. Hydr.“ 1883 8. 647, 1884
S. 715, 1885 S. 548.