Das D.H.I. im Jahre 1955.
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de räumen. Der großzügigen Hilfe des bremischen Hafenhauamtes ist es zu ver
danken, daß die Dienststelle sofort neu hergerichtete Bäume im Abschnitt H
des gleichen Komplexes beziehen und den Dienstbetrieb praktisch ohne Unter
brechung weiterführen konnte.
Die Bibliothek befindet sich durch lausch und Kauf weiterhin im Anwach
sen. Das Archiv hat im Jahre 1955 einen weiteren Zuwachs zu verzeichnen; und
zwar beträgt in einzelnen Sparten z.B. bei den Seekarten die Zunahme über 30$.
Im Seebücherlager, Hauptvertrieb nautischer Druckschriften, ist ebenfalls eine
beträchtliche Steigerung der’Abgaben, insbesondere an die AV- und AVB-Stellen
zu verzeichnen. Dieser Zuwachs ist zu erklären durch den erhöhten Bedarf der
Seeschiffahrt. Der Grund hierfür liegt in der erheblich größeren Zahl der
Einheiten, obwohl der Tonnagebestand gegenüber 1939 noch um ein Drittel gerin
ger ist.
Der Austausch der Veröffentlichungen des Deutschen Hydrographischen Insti
tuts gegen entsprechende des Auslandes, insbesondere der hydrographischen Ämter
und der wissenschaftlichen Institute ist weiterhin im Ausbau begriffen. Große
Sorgfalt wird hierbei gelegt auf die weitere Schließung der■kriegsbedingten
bücken in der Bibliothek und im Archiv. Die "Nachrichten für Seefahrer", "Nau
tischer Funkdienst" u.a. liegen in sämtlichen deutschen diplomatischen und
konsularischen Vertretungen in Übersee aus, soweit sie sich an Hafenplätzen be
finden (z.Z. 100). Den Schiffsführungen wird weiterhin empfohlen, beim Besuch
ausländischer Häfen von dieser linsiohtmöglichkeit Gebrauch zu machen; neben
den deutschen diplomatischen und konsularischen Vertretungen liegen entspre
chend einer Abmachung mit dem Internationalen Hydrographischen Büro in Monaco
die "Nachrichten für Seefahrer" auch bei zahlreichen ausländischen Hafenbehör
den aus. -
Von der Deutschen Hydrographischen Zeitschrift erschienen im Berichtsjahr
2 Doppel- und 3 Einzelhefte, sowie ein Ergänzungsheft. Die nautische Zeit
schrift ' "Der_Seewart_" wurde in 6 Heften herausgebracht.