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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 18 (1890)

Bemerkungen  über  die  Japanische  Inland-See  und  Hakata-Fukuoka  auf  Kiusiu.

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Um  von  dem  befahrenen  Theil  der  Misima  Nada  nach  Kure  zu  gelangen,
kann  ein  Kurs  benutzt  werden,  welcher  sich  auf  einer  japanischen  Karte  eingezeichnet ­
  fand.  Derselbe  führt  aus  der  Syo  Nada  zwischen  Tsuwadsi  und
Nutria  sima  in  die  Misima  Nada,  dann  läfst  er  Yoko  sima,  Kurokami,  Shiraishi,
Kokurokami  und  Chikirißma  au  St-B.,  läuft  zwischen  den  beiden  Inseln  Tsukune
sima  und  Ni  sima  um  die  Nordspitze  von  Ni  sima  und  Tooke  herum  und  geht
dann  in  der  Mitte  des  nach  Süden  führenden  Kanals  bis  vor  die  Yamada-Bucht
und  nördlich  von  der  am  Südeingange  gelegenen  Insel  in  die  letztere  hinein,
die,  überall  frei  von  Gefahren,  einen  beliebig  zu  wählenden  Ankerplatz  bieten
soll.  —  3 /r  Sm  NO  vom  Nordende  von  Yoko  sima  kann  hierbei  zunächst  die
SW-Ecke  von  Kurahasi,  dann  der  hohe  Baum  auf  der  Spitze  Atada  angesteuert
werden;  darauf  wird  Atada,  Inoko  und  die  Ostspitze  von  Itsuku  dicht  an  B-B.
gelassen,  von  dort  auf  Tsukune  und,  diese  wieder  dicht  an  B-B.  lassend,  auf
das  Südende  von  Kanawa  gesteuert,  dann  wie  vorstehend  angegeben.
Das  Kanonenboot  ankerte  im  Hafen  von  Kure  auf  15  m  Wasser,  Schlickgrund, ­
  in  der  Peilung:  „NW-Ecke  der  Bucht  NWzW'/iW“.
Sonstige  in  dem  ganz  ohne  Tiefenzahlen  gelassenen  Theile  dieser  Gegend
vorgenommene  Lothungen  ergaben:
auf  dem  Kurse  zwischen  Itsuku  und  Wu  sima  16,  17,  18,  15  m,
von  dort  bis  querab  von  Tooke  14,  16,  17,  18,  1772  m,
von  dort  bis  zur  Nordecke  der  Yosi  ura  24  bis  28  m,
querab  von  der  Yosi  ura  bis  zum  Eingänge  der  Yamada-ldvtcht  19,
16,  19,  18  m,
von  dort  bis  zum  Ankerplätze  18,  20,  17,  15  m.
Die  Strafse  zwischen  Tsuwadsi  und  Numa  sima')  bildet  so  starke  Strudel,
dafs  es,  zumal  für  lange  Schiffe,  zweckmäfsiger  sein  dürfte,  um  Naka  und
Nobotsuna  sima  herumzugehen,  wenn  die  Inlands-See  durch  die  ¿»monoseH-Strafse
verlassen  werden  soll.
Die  auf  der  Br.  Adm.-K.  532  (XI:  150/87)  auf  dem  „smooth  kill“  eingetragene ­
  Bake 2  5 )  steht  dort  nicht  mehr;  der  Platz  derselben  liegt  in  den  Erdwerken ­
  eines  Forts.
Kuri  no  kami 3 )  waren  auf  etwa  2%  Sm  bei  Seegang  Stärke  4  nicht
zu  sehen.
Anstcuerung  und  Einfahrt  in  die  Ilakosaki  no  ura*)  sind  äufserst  einfach
und  bequem;  von  Osten  oder  Norden  kommend,  steuert  man,  die  Ostküste  von
Genkai  sima  auf  72  Sm  passirend,  Süd,  bis  die  nördliche  der  beiden  zwischen
dieser  Insel  und  Nisi  wura  saki  gelegenen  kleinen  Inseln  NWzWVzW  peilt;
von  hier  aus  führt  ein  SOzOVzO-Kurs  direkt  auf  den  Ankerplatz;  gegen  Stromversetzung ­
  kann  man  sich  hierbei  noch  dadurch  schützen,  dafs  man  jene  Insel
stets  achteraus,  den  Leuchtthurm  von  Hakata,  der  sich,  dicht  am  Strande
stehend,  nicht  besonders  gut  von  den  übrigen  Gebäuden  abhebt,  etwas  an
St-B.  hält.
Von  Westen  kommend,  kann,  Yebosi  -  Leuchtthurm  in  W 3 /4N  achteraus,
mit  0 3 /4S  auf  die  südliche  der  genannten  Inseln  gesteuert  werden,  auf  welcher
ein  etwa  2  m  hoher  weifser  Granitpfeiler  steht,  bis  Nisi  wura  saki  an  St-B.
querab  peilt;  hierauf  mit  SO  auf  die  NW-Spitze  von  Nisi  wura,  bis  die  Ostküste ­
  von  Genkai  sima  NO72N  peilt;  endlich  mit  OSO72O  auf  11a  sima,  bis
der  anfangs  erwähnte  Kurs  SOzO’/aO,  nördliche  Insel  recht  achteraus,  Leuchtthurm ­
  7*  Strich  an  St-B.,  erreicht  ist.
Die  auf  der  Br.  Adm.-K.  427  (XI:  144/87)  angegebenen  Wassertiefen
entsprachen  überall  den  gelotheten,  sämmtliche  Peilgegenstände  wurden,  bis  auf
die  nicht  in  Betracht  kommende  Mio-keo-Insel  im  Osten  der  Bucht,  richtig
liegend  gefunden.
Nordöstlich  von  Genkai  sima 6 )  ist  eine  schwimmende  gerüstartige  Bake
verankert,  anscheinend  um  die  Nordgrenze  der  nördlich  von  der  Insel  liegenden
Felsen  zu  bezeichnen.

')  „China  Sea  Directory*  Part  IV,  1884,  Seite  426.
a.  a.  O.  Seite  436.
3)  a.  a.  O.  Seite  538.
4 )  a.  a.  O.  Seite  535.
5 )  a.  a.  O.  Seite  535,  und  „Nachr.  f.  Seef.“  1890,  No.  114.
            
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