174 Bemerkungen über die Japanische Inland-See und Hakata-Fukuoka auf Kiusiu.
Lothungszahlen freien Stelle 17 und 20 m gelothot, während die Karte auf etwa
16 bis 18 Fad. (29,3 bis 33 m) schliefsen läfst.
Weshalb „der beste Kanal zwischen Kobayama und Yoko sima 1 ) liegt“,
den das Kanonenboot infolge dieser Bemerkung auf dem Hin- und Rückwege
ebenfalls wählte, ist um so mehr unklar, als sich auf dieser Seite der Yoko-
und Äwro-Insel gar keine Tiefenzahlen befinden, während südlich und westlich
wenigstens zwei eingetragen sind.
An der Südküste von Kurahasi, 8 ) 2 Sm NNW von Sika sima, mufs sich
ein für gröfsere Schiffe geeigneter Hafen oder eine Rhede befinden, da dort die
japanische Korvette „Tenryo“ vor Anker liegend gesehen wurde.
Auf dem höchsten Punkte von Misinobi 3 ) steht eine weifse Bake, voraus
sichtlich von allen Seiten, jedenfalls sowohl von Westen als auch von Osten
über Yeda sima hinweg von der Famada-Bueht aus, gut sichtbar.
Shiraishi ist nicht eine hohe und steile Insel, sondern es sind zwei Felsen.
Auf der sehr kleinen, wenig aus dem Wasser hervorragenden Insel nord
östlich vom Nordende von Itsuku steht ein kleines tempelartiges Bauwerk, von
den Offizieren in Kure als Leuchtfeuer bezeichnet; als das Kanonenboot nach
Sonnenuntergang an demselben vorbeikam, brannte dort indefs kein Feuer.
Die zwischen der, auf der Br. Adm.-K. 2875 (XI: 168/87) unbenannten,
Tsukune sima* *) und Ni sima eingezeichneten beiden Felsen sind in Wirklich
keit Inseln von nicht allzugeringer Gröfse; auf Tsukune sima steht an Stelle
des Baumes eine Bake.
Die Nordecke von Wu sima ist durch einen Steindamm mit der Insel
Nipon verbunden; in diesem Damm ist unweit erstgenannter Insel dadurch ein
knapper Durehlafs für ein Boot hergestellt, dafs eine Anzahl von Steinen aus
gebrochen ist; dieselben liegen zum sofortigen Wiederversenken bereit, zu
beiden Seiten der Oeffnung.
Von einer Untiefe auf der mit „P. D.“ bezeichneten Stelle 1 Sm nördlich
von der Insel Tooke wurde nichts bemerkt, obwohl das Kanonenboot mit voraus*
lothendem Kutter diesen Fleck dicht passirte.
In der Richtung NzO'/aO von der Nordspitze von Yeda sima liegen
Steine etwa 150 bis 200 m in das Fahrwasser hinein.
Am Ufer der zwischen Misinobi und Yeda sima belegenen Bucht befindet
sich ein „naval College“ für Seekadetten.
Die zwischen der Fern ura- und der Famarfa-Bucht liegende Landspitze
sieht für von Norden kommende Schiffe wie eine Insel aus; auf dem Rücken
derselben hebt sich ein Zaun scharf ab, welcher das zur Munitionslagerung
benutzte fiskalische Gebiet daselbst begrenzt.
Die Yamada - Bucht, welche als Kriegshafen von Kure den Sitz der
II. Marinestation bildet, hat eine insofern von der Karte abweichende Form,
als das Nordufer sich in der Mitte erheblich höher nach Norden hinaufzieht.
Zwischen den am Eingänge nördlich NOzO zu einander gelegenen Inseln
und zwischen der dem Lande näheren und dem letzteren ist dort liegender
Steine wegen keine Durchfahrt vorhanden.
Die Yamada-Bucht ist auf der Landseite rings von Bergen umgeben,
welcho fast überall dicht an die See herantreten; nur von NzO bis Ost ist
etwas mehrYorland vorhanden, welches nach NO hin in ein Flufsthal übergeht;
aus letzterem münden zwei Flüsse, ziemlich parallel laufend, der eine nahe der
Ostecke, der andere weiter nordwestlich, in die Bucht. Auf der Nordseite der
letzteren liegt eine gröfsere Ortschaft am Strande, auf der Ostseite befinden sich
die Marine-AnlageD, hinter welchen sich die Ansiedelung den Berg hinaufzieht.
Aufser dem von den gröfseren am höchsten belegenen Stationsgebäude,
zu welchem eine breite Freitreppe hinaufführt, heben sich besonders zwei
Kasernon westlich davon und ein hinter diesen westlich davon liegendes Lazareth
von den kleineren Häusern ab.
*) »China Sea Directory“ Part IV, 1884, Seite 423.
*) a. a. 0. Seite 424.
*) a. a. 0. Seite 424, und „Nachr. f. Seef.“ 1890, No. 115.
*) a. a. O. Seite 424.